Bittere Aussichten Jetzt geht es ans Bier – derzeitiger Mangel hat wohl drastische Folgen

Ein frisch gezapftes Kölsch wird auf einer Party in die Kamera gehalten. Bier wird voraussichtlich schon bald deutlich teurer.

Ein frisch gezapftes Kölsch wird auf einer Party in die Kamera gehalten. Bier wird voraussichtlich schon bald deutlich teurer.

Bereits in den vergangenen Jahren ist Bier immer teurer geworden. Wegen des Ukraine-Kriegs und der Energie-Krise könnte sich die Lage jetzt zuspitzen. Der Verband deutscher Bierbrauer warnt.

Die Preise in den Supermärkten steigen in den vergangenen Monaten drastisch. In fast allen Produktsegmenten müssen Kundinnen und Kunden beim Einkauf tiefer in die Tasche greifen.

Besonders stark bemerkbar hat sich die Preisspirale vor allem beim Sonnenblumenöl gemacht. Der Preis pro Flasche stieg um ein Vielfaches. Auch bei Milchprodukten wie Käse oder Joghurt schnellten die Kosten in die Höhe.

Bier: Deutscher Brauerbund warnt vor schnell steigenden Preisen

Der Hauptgrund für die steigenden Preise ist der Ukraine-Krieg. Lieferketten sind unterbrochen und durch die Abhängigkeit vom russischen Gas kommt es zu einer Energiekrise.

Der Bierpreis war unterdessen lange vergleichsweise stabil geblieben. Doch das könnte sich jetzt schnell ändern. Der Deutsche Brauerbund warnt.

„Wegen der aktuellen Energiepreise haben mehrere Hersteller von Ammoniak ihre Anlagen stillgelegt, weil dessen Herstellung unrentabel geworden ist“, teilte der Verband dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ mit.

Bier: Mangel an Ammoniak führt zu „deutlich teureren Preisen“

Ammoniak wird für die Produktion von Kohlensäure benötigt. Der Mangel an Ammoniak führe zu fehlenden CO2-Mengen, die anderweitig beschafft werden müssten, so der Brauerbund. Wegen der knapp verfügbaren Mengen und „deutlich teureren Preise“ seien steigende Bierpreise daher „sehr wahrscheinlich“, warnte der Brauerbund.

Die Chemiebranche hat schon öfter beklagt, dass hohe Energiepreise die Produktion von Ammoniak besonders träfen.

Kohlensäure wird für die Herstellung von Bier benötigt, um unter anderem Tanks und Flaschen vorzuspannen. Damit wird verhindert, dass das Bier nicht schäumt und nicht mit Luft in Kontakt kommt.

Eine bittere Nachricht für die Deutschen. Schließlich ist Bier ein absolutes Lieblingsprodukt hierzulande. 94,6 Liter pro Jahr trinken Deutsche im Schnitt, mehr als in allen anderen EU-Ländern im Vergleich.

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