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Urlaub nur noch soDeutsche wollen sich bei der Buchung eine Hintertür offenlassen

Mutter und ihre Töchter sitzen vor einem Laptop

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

Flex-Tarife erlauben eine Absage oder Umbuchung ohne Angabe von Gründen bis zu einem gewissen Datum vor der Abreise – und: ohne die sonst anfallenden Stornokosten.

Sorge vor der Buchung? Warum jetzt alle eine 'Exit-Strategie' wollen.

Das Geld sitzt nicht mehr so locker, die Weltlage macht nervös: Diese Mischung sorgt dafür, dass viele Deutsche bei der Urlaubsplanung zögern. Man will auf Nummer sicher gehen und sich eine Option zum Ausstieg freihalten.

„Wir sehen aktuell, dass mehr Menschen nach flexiblen Tarifen fragen“, berichtet Marija Linnhoff, die Vorsitzende des Verbands unabhängiger selbstständiger Reisebüros, wie die dpa meldet. In Phasen der Ungewissheit verlangten viele Reisende nach mehr Absicherung und der Chance, ihre Tour bei Notwendigkeit anzupassen, so Linnhoff. Das bemerken auch die Veranstalter: Seit dem Beginn des Konflikts im Iran sei das Interesse an flexiblen Buchungsalternativen angestiegen, teilt etwa Alltours mit. Gemäß Tui werden die Tarife insbesondere bei Buchungen mit langem Vorlauf nachgefragt.

Urlaub stornieren ohne Wenn und Aber – so geht's

Ihren Durchbruch erlebten die sogenannten Flex-Optionen während der Corona-Krise, einer Zeit voller Reise-Unsicherheiten. Mit ihnen ist eine Stornierung oder Planänderung möglich, ohne dass man Gründe nennen muss – bis zu einem festgelegten Zeitpunkt vor dem Start. Und das Beste: Die sonst fälligen Gebühren für die Stornierung entfallen.

Die Botschaft ist klar: Reserviere sorgenfrei. Du hast die Freiheit, deine Meinung zu ändern, falls du plötzlich Bedenken hast oder das Geld woanders gebraucht wird. Normalerweise hat diese Flexibilität ihren Preis. Ein kostenloses Flex-Angebot, wie es Alltours momentan für viele Pauschalreisen bei Buchungen bis Ende April anbietet, ist selten. Üblicherweise verlangt Alltours dafür 29 Euro je erwachsener Person. Bei Anbietern wie Dertour (unter dem Namen «Flexpaket») oder Tui startet der Preis bei 59 Euro und richtet sich nach dem Gesamtwert der Reise.

Aufgepasst bei den Fristen: Das Kleingedruckte entscheidet

Ein entscheidender Punkt ist unterschiedlich: der letztmögliche Zeitpunkt für eine Stornierung. Die Spanne ist groß und bewegt sich zwischen ungefähr einem Monat und nur einer Woche vor Reisebeginn. Genau auf dieses Datum sollte man schauen, wenn man eine flexible Option bucht.

Stornierungen nur wenige Tage vor Abflug sind meist nicht abgedeckt. Dieses Risiko kann man nur zum Teil mit einer Reiserücktrittsversicherung minimieren. Diese übernimmt je nach Vertrag die Stornokosten, falls zum Beispiel ein Unfall die Reisepläne kurz vor knapp durchkreuzt. Im Gegensatz zur Flex-Option deckt die Versicherung aber keine Stornierungen ohne triftigen Grund ab.

Umbuchung? Das kann extra ins Geld gehen

Ein weiterer Punkt ist wichtig: Wer die Flex-Option für eine Umbuchung der Pauschalreise nutzt, muss mit möglichen Mehrkosten rechnen. „Wenn beispielsweise ein anderes Hotel, ein anderer Reisetermin oder ein anderer Flug gewählt wird und dieser teurer ist, dann muss die Differenz zum ursprünglichen Reisepreis gezahlt werden“, so Marija Linnhoff.

Solche flexiblen Angebote findet man nicht nur für Pauschalurlaube. Egal ob Hotel, Zug oder Flug – wer sich die Chance auf kurzfristige Planänderungen offenhalten möchte, sollte nach diesen Tarifen Ausschau halten. Doch Vorsicht: Meistens zahlt man dafür nicht nur drauf, sondern sollte auch das Kleingedruckte studieren. Manchmal können trotz Flexibilität empfindliche Gebühren bei einer Stornierung anfallen. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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