Ferien-Albtraum? Tickets werden unbezahlbar!
Ist der Urlaub in Gefahr?Preise für Flüge explodieren – Experte mit düsterer Prognose

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Blick auf eine Anzeigetagel am Flughafen in Frankfurt am Main (Archivbild).
Die Krise im Nahen Osten belastet die Urlaubskasse von Reisenden enorm. Airlines müssen wegen hoher Öl-Kosten und blockierter Flugrouten kostspielige Ausweichstrecken fliegen. Das Resultat: Flugtickets werden extrem teuer, was besonders diejenigen spüren, deren Reise noch nicht feststeht.
Karsten Benz, ein Experte für Luftverkehr von der Hochschule in Worms, schlägt jetzt Alarm. Gegenüber der „Rheinischen Post“ sagt er massive Preisaufschläge voraus. Innerhalb der kommenden vier bis acht Wochen könnte es „richtig teuer“ werden. Der Auslöser für die Kostenexplosion: der Ölpreis, welcher binnen sieben Tagen zeitweilig um etwa 20 Prozent zeitweise auf über 111 Dollar pro Barrel in die Höhe schnellte. Fluggesellschaften geben diese gestiegenen Kerosin-Kosten direkt an ihre Fluggäste weiter.
Vor allem Flüge in Richtung Asien- und Australien-Flüge kaum noch bezahlbar
Wer von Fernreisen nach Asien und weiter nach Australien träumt, wird besonders stark zur Kasse gebeten. Ein Nonstop-Flug mit der Lufthansa von Frankfurt nach Singapur kostete vor der Eskalation circa 500 Euro – aktuell liegt der Preis bei mehr als 2.000 Euro. Routen nach Australien, die einen Stopp in Singapur oder Hongkong beinhalten, schlagen mit beinahe 3.000 Euro zu Buche.
Sollten die Kerosinpreise auf hohem Niveau verharren, werden die Fluglinien die Zusatzkosten auf mittlere Sicht weiterreichen, bekräftigt Sven Maertens vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum.
Was ist jetzt die richtige Strategie? Experte Benz gibt für die Sommerferien eine eindeutige Empfehlung: nicht zögern, sondern buchen! Die Nachfrage für diesen Zeitraum ist sowieso enorm, und die Hoffnung auf fallende Tarife ist vergeblich. Die Devise lautet: Wer spät bucht, zahlt mehr.
Europäische Ziele wie Mallorca nicht betroffen
Bei Herbst-Trips stellt sich die Situation möglicherweise anders dar. Falls sich die Situation bis zu diesem Zeitpunkt entspannt, ist ein Sinken der Kosten denkbar. Der Fachmann rät alternativ dazu, Flugrouten in Richtung Asien oder nach Australien mit Umstieg in China oder Japan in Betracht zu ziehen.
Laut einem Sprecher von TUI, dem größten Reiseanbieter Deutschlands, gibt es bislang keinen Ansturm auf Umbuchungen. Im Gegenteil: Destinationen am Mittelmeer, darunter Spanien, Portugal und Griechenland, sind im Vorteil, ebenso wie weit entfernte Reiseziele in Afrika und Asien. Anscheinend bevorzugen viele Urlauber Pauschalangebote, weil diese einen größeren Schutz versprechen. Allerdings macht der Deutsche Reiseverband deutlich, dass bloße Sorge bezüglich der Situation nicht für eine kostenfreie Stornierung ausreicht – dafür sind die Geschäftsbedingungen des Anbieters maßgeblich. (red)
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