Genug ist genug auf der Sonneninsel! Mallorca zeigt jetzt klare Kante.
Urlaubs-Hammer auf MallorcaRegierung macht knallharte Ansage an Abzocker

Copyright: IMAGO / Europa Press
Marga Prohens & Gabriel Le Senne mit Personen und Flaggen.
Auf der Baleareninsel wird nun ordentlich aufgeräumt! Die balearische Regierung erklärt unlauteren Geschäftspraktiken den Krieg. Egal ob dubiose Urlaubsvermietungen, nicht genehmigte Transportservices oder Straßenverkäufer – dem Treiben wird ein Ende gesetzt. Zu diesem Zweck ist am Montag (9. März 2026) eine besondere Zentralstelle ins Leben gerufen worden.
Diese frische Organisation hat die Aufgabe, den Datenfluss unter den Ämtern zu optimieren und Überwachungsmaßnahmen zu zentralisieren. Diesen Vorstoß hatte die konservative Regierungschefin Marga Prohens (PP) bereits publik gemacht. „Illegale Angebote schaden legal arbeitenden Unternehmen und gefährden zugleich das Ansehen der Inseln als Reiseziel“, äußerte Prohens. Das berichtet „Mallorca Magazin“.
Knallharte Sanktionen und das Versiegeln von Immobilien
Die Leitung des frischen Ausschusses übernimmt die Zweite Vizepräsidentin Antònia Estarellas. Beteiligt sind außerdem die Inselräte, der Verbund der Gemeinden sowie der Abgesandte der Madrider Regierung auf den Balearen. Im Anschluss an die Osterfeiertage starten besondere Teams ihre Arbeit. Sie werden sich hauptsächlich mit den Sektoren befassen, die stark unter unlauterem Wettbewerb leiden: Beherbergungsbetriebe für Touristen, Beförderungsdienste und der Handel.
Prohens stellt unmissverständlich fest, dass die Auseinandersetzung umfassend erfolgen muss. „Unsere Taxifahrer, Transportunternehmer oder Händler können nicht unter ungleichen Bedingungen mit jenen konkurrieren, die außerhalb des Gesetzes arbeiten“, erklärte sie. Sie sprach zudem eine Warnung aus bezüglich eines Anstiegs unrechtmäßiger Vorgehensweisen im Personentransport und bei Verkäufen auf der Straße.
Ein spezielles Augenmerk liegt auf der Tourismusbranche. Die Überprüfungen sind schon „deutlich ausgeweitet“ worden. Wer auf frischer Tat ertappt wird, muss mit empfindlichen Bußgeldern in Höhe von bis zu 500.000 Euro rechnen. Darüber hinaus ist geplant, unrechtmäßige Anzeigen für Urlaubsdomizile von digitalen Portalen zu entfernen und Wohnungen ohne Lizenz sogar zu versiegeln.
Als Beispiel dient die benachbarte Insel Ibiza. Dort führten vergleichbare Schritte schon in der letzten Amtszeit zu einem bemerkenswerten Resultat: Die Zahl der täglichen Gäste während der Hauptsaison ging um circa 18.000 Personen zurück, wohingegen die Belegung bei den offiziellen Hotels und Urlaubsunterkünften zunahm.
Die strenge Vorgehensweise trägt bereits erste Früchte. Laut Schätzungen wurden auf den Balearen binnen eines Jahres mehr als 30.000 nicht genehmigte Übernachtungsmöglichkeiten aus dem Verkehr gezogen. Für die weitere Intensivierung der Überprüfungen stellte die Regierung den Inselräten und Gemeinden etwa 25 Millionen Euro zur Verfügung.
Prohens richtet eine deutliche Nachricht an alle, die ohne Lizenz Geschäfte machen: „Die Zeiten der Straflosigkeit sind vorbei.“ Es gehe darum, die rechtschaffenen Geschäftsleute zu beschützen und gerechte Marktbedingungen zu gewährleisten. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

