MallorcaVorsicht: Experte warnt vor giftigen Meeresbewohnern an beliebten Badestränden

Menschen laufen am Strand von Arenal am Wasser entlang.

Nicht nur Touristinnen und Touristen belagern die Strände auf der Baleareninsel Mallorca. Ein ungebetener Gast macht Badegästen zu schaffen.

von Eva Gneisinger (eg)

Baden im türkisblauen Nass scheint nicht nur bei Urlauberinnen und Urlaubern beliebt zu sein. Während sich die Baleareninsel Mallorca mitten in der Hochsaison befindet und Touristinnen und Touristen die Sandstrände und Buchten belagern, ist auch ein ungebetener Gast nicht weit.

Ab Mai verändert das Wasser vor der Küste Mallorcas seine Farbe: Orangerote Schwärme von Feuerquallen ziehen dann durch das Wasser und können auch an beliebten Touri-Stränden auftauchen.

Mallorca: Feuerquallen haben im Mai Hochsaison

Die giftige Quallenart tritt in Zyklen auf, vermehrt sich im Frühjahr und schwärmt ab April und Mai aus. Dass die Meerestiere sich in Strandnähe aufhalten, ist nicht etwa, weil sie Urlauberinnen und Urlauber ärgern wollen.

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Laut des deutsch-mallorquinischen Meeresbiologen Daniel Ottmann, der sich auf Quallen spezialisiert hat, hängt es von der Strömung ab, ob die Tiere an den Stränden auftauchen.

Eine Feuerqualle schwimmt vor der Lübecker Bucht im Wasser.

Feuerquallen könnten in diesem Jahr den Badegästen auf Mallorca das Leben schwer machen. Das Bild zeigt eine Feuerqualle vor der Lübecker Bucht in der Ostsee (Foto von August 2018).

Ob Badegäste in diesem Jahr mit einer Vielzahl an Feuerquallen rechnen müssen, ist laut Experte schwer zu sagen: „Mit unseren aktuellen technischen Möglichkeiten ist es sehr schwierig, zu bestimmen, wie die Strömungen und damit auch wie die Quallenbewegungen in ein, zwei Monaten sein werden.“, so Ottmann gegenüber der Mallorca Zeitung.

Badegäste sollen dennoch Vorsicht walten lassen: Ein Stich einer Feuerqualle ist schmerzhaft – und kann durchaus gefährliche Folgen haben.

So verhalten Sie sich bei einem Stich einer Feuerqualle richtig

Der Stich einer Feuerqualle kann neben stechenden Schmerzen auch Übelkeit, Erbrechen und im Extremfall sogar Atem- und Herz-Kreislauf-Beschwerden hervorrufen. Generell müssen Menschen, die keine Allergie gegen die Tiere haben, jedoch nichts Schlimmes befürchten.

Bei einem Stich rät der Experte, die Stelle mit Salzwasser auszuwaschen und noch an der Haut klebende Tentakeln mit einer Pinzette zu entfernen. Alternativ kann Sand auf die Wunde gestreut werden und die trockene Schicht mit einer Karte abgekratzt werden.

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Auf keinen Fall sollte der Stich mit Süßwasser oder Alkohol gereinigt werden. Das könnte dazu führen, dass sich die restlichen Nesselkapseln, die bei dem ersten Hautkontakt noch nicht ausgelöst haben, das restliche Gift entladen.

Gegen die Schmerzen hilft eine Salbe gegen Insektenstiche sowie das Kühlen der Wunde. Im Volksmund hält sich hartnäckig der Glaube, dass Urin bei einem Quallenstich hilft. Das Auftragen von Urin auf die Wunde ist laut des Experten jedoch kontraproduktiv.