Perverses Vergnügen Lea versucht sich am Blowjob-Weltrekord

Einer nach dem anderen: Mit runtergelassenem Schlüpfer wartet dieser Mann auf seinen Einsatz.

Einer nach dem anderen: Mit runtergelassenem Schlüpfer wartet dieser Mann auf seinen Einsatz.

Köln – Die Augen von Sex-Darstellerinnen haben oft etwas Trauriges, Leeres, Kaputtes im Blick. Fressen Perverse die Seele auf?

Lea, eine Rheinländerin Anfang 30, sitzt in einem kargen Zimmer im Kölner Bordell „Pascha“, fünfte Etage, Fenster innen verspiegelt. Sie trägt Pumps, einen schwarzen Rock, keinen Slip, hockt auf dem Bett – und bangt und hofft.

Dass genug Männer kommen. Dass ihr nicht speiübel wird. Und dass sie alles gesund übersteht. Denn „Lea Blow“ - ihr Künstlername ist Programm - will einen abartigen Weltrekord nach Köln holen und auf DVD bannen: 250 Herren oral befriedigen. Zeit: Zwölf Stunden.

Heißt: Pro Mann drei Minuten, am Donnerstag von 12 Uhr bis Mitternacht. Ohne Schutz. Ohne Dusche. „Bukkake“ heißt dies in der Szenesprache. Ist das nicht ekelhaft? „Für mich nicht“, sagt Lea, früher Angestellte. „Ich liebe es, Männer zu verwöhnen. Ich bin nymphoman und lebe das hier aus. Ich schäme mich nicht dafür.“

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Gedanken an die durch einen ähnlichen Rekordversuch bekannt gewordene und nach einer Busen-OP verstorbene „Sexy Cora“ hat sie nicht: „Cora tut mir leid, aber sie richtete sich selbst zugrunde. Das habe ich hier nicht vor.“

Im Gang lauern schon 30, 40 Männer, wie hungrige Wölfe vor der Fütterung. Einige gehen unruhig auf und ab, andere sitzen mit ihrer kleinen Wartenummer gespannt im Treppenhaus. Immer mehr Autos parken die Hornstraße zu. Zwei Taxis laden Freier aus, ein Senior kettet sein Fahrrad an, zahlt lächelnd die fünf Euro Eintritt zum „Blowjob Day“.

Es ist 12 Uhr, die Show beginnt. Einer der ersten Herren lässt die Hose runter. In der Kniekehle baumelt ein Micky-Maus-Schlüpfer aus rotem Satin. Lea legt los.

„Ich habe eine Frau, auch noch eine Freundin. Aber hier dabei zu sein, hat mich richtig angemacht“, erzählt ein Mann in der Warteschlange vor dem immer strenger riechenden Zimmer. Ein anderer sagt: „Ich bin extra aus Rheinland-Pfalz da. In acht Wochen heirate ich, dann ist Keuschheit angesagt.“

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Um 23 Uhr fiel dann der bisherige Weltrekord von 249: Insgesamt "schaffte" Lea Blow satte 254 Männer - großer Jubel um 23 Uhr! Als ihre Managerin den rund 20 Männern, die noch vor der Tür warteten die Nachricht überbrachte ("Sorry, das Mädchen ist schlapp") waren die gar nicht enttäuscht, sondern jubelten sogar.

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