Corona zwang ihn dazu Pascha: Kölner Kult-Frisör (45) hat jetzt ganz anderen Job

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Anderson war seit dem Jahr 2000 als Frisör im Pascha im Einsatz.

Köln – Er hübschte 21 Jahre lang im größten Bordell Europas die Prostituierten auf. Anderson selbst war eine Institution. Denn dem Figaro aus dem Pascha vertrauten die Damen viele Geheimnisse an. Nur Anderson wusste wirklich, was sich in dem Hochhaus abspielte. Doch jetzt ist das alles Geschichte. Anderson hat nun einen neuen Job.

Pascha in Köln: Friseur Anderson kannte alle Geheimnisse der Damen

Er hat wilde Partys im Pascha erlebt. Der Brasilianer selbst ist mit einem Mann verheiratet und homosexuell. Optimale Voraussetzungen, um sich stets auf die Arbeit zu konzentrieren und nicht den Frauen zu erliegen. „Angebote gab es genug. Aber ich habe meinen Mann und bin mit ihm sehr glücklich“, so Anderson im Gespräch mit dem EXPRESS.

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Doch seit der Insolvenz des Bordells bleiben ihm nur noch die Erinnerungen. Sein Ex-Chef Armin Lobscheid rechnet damit, dass Prostitution bis Anfang 2022 verboten bleibt und lange keine Freier die Hornstraße aufsuchen werden.

Pascha in Köln: Insolvenz zwingt Friseur Anderson zu neuem Job

Anderson würde dann vielleicht dorthin zurückkehren, aber das bleibt alles ungewiss.

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Anderson bei der Arbeit im Pascha. Die Damen dort vertrauten dem Frisör alles an.

„Ich habe wirklich eine tolle Zeit dort erlebt. Ich habe ein sehr gutes Gehalt bekommen und oft großzügiges Trinkgeld der Damen. Erst jetzt, wo ich wie 60 andere Pascha-Angestellte die Kündigung erhalten habe, wird mir klar, wie gut es mir ging. Vielleicht sorgt Corona tatsächlich dafür, dass wir zukünftig Dinge bewusster erleben und uns klar werden, was uns wichtig im Leben ist.“

Friseur Anderson aus dem Pascha: „Wir sind enger zusammengewachsen”

Bei Anderson ist das sein Mann. „Wir haben deutlich mehr Zeit miteinander verbracht und sind noch enger zusammen gewachsen. Klar haben wir auch Ängste, wie es weiter geht. Aber wir stützen und helfen uns immer wieder gegenseitig.“

Auch für seinen Mann, der ein Fitness-Studio besitzt und derzeit kein Einkommen hat, ist die finanzielle Situation kritisch.

Pascha Köln: Friseur Anderson arbeitet jetzt bei Rewe

Anderson hatte bereits vor sechs Monaten, als der erste Lockdown kam, reagiert. „Ich wollte keinen Tag arbeitslos sein. Daher habe ich mich umgeschaut. Als Friseur geht ja nichts, also arbeite ich jetzt bei Rewe an der Kasse. Das ist besser, als rumzusitzen und depressiv zu werden.“

Die Bilder aus seiner Heimat Brasilien mit vollen Stränden in Rio de Janeiro und Tausenden Corona-Toten haben ihn erschüttert. „Was da passiert, ist erschütternd. Das Gesundheitssystem ist extrem schlecht. Daher ist meine ganze Hoffnung, dass die Impfung uns alle rettet. Dafür bete ich jeden Tag.“

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