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Streik-Chaos bei LufthansaHunderte Flüge fallen aus – das sind die Rechte der Passagiere

Streik bei der Lufthansa - Hamburg

Copyright: Bodo Marks/dpa

Bleibt heute mit großer Wahrscheinlichkeit am Boden: ein Flieger der Lufthansa am Hamburger Flughafen.

Erneut Chaos am Himmel: Ein Pilotenstreik sorgt für massive Ausfälle bei der Lufthansa und trifft Tausende Reisende.

Schon wieder bleiben etliche Maschinen am Boden: Wegen eines Ausstands der Piloten kommt es bei der Lufthansa am Montag und Dienstag zu zahlreichen Flug-Annullierungen. Wie die dpa meldet, sind neben der Haupt-Airline auch Lufthansa Cargo und Cityline betroffen. Die Tochtergesellschaft Eurowings wird laut Unternehmensangaben nur am Montag bestreikt. Der Ausstand wirkt sich auf sämtliche Verbindungen aus, die in Deutschland starten.

Was Passagiere jetzt tun sollten

Die Fluggesellschaft legt allen Reisenden nahe, unbedingt ihren Flugstatus zu prüfen, bevor sie zum Airport aufbrechen. Wer seine Reise über ein Büro gebucht hat, sollte sich direkt an dieses wenden.

Lufthansa hat angekündigt, alle von den Streichungen und Umbuchungen betroffenen Kunden aktiv per E-Mail zu benachrichtigen. Man bemühe sich, möglichst viele Verbindungen durch andere Fluglinien der Lufthansa-Gruppe oder Partner-Airlines durchführen zu lassen. Wer den Flug am Montag oder Dienstag nicht mehr wahrnehmen will, kann sein Ticket noch am Montag (13. April) über das Help & Contact Center stornieren und erstatten lassen. Weitere Auskünfte gibt es auf der Sonderseite der Airline.

Flug gestrichen? Das steht Ihnen jetzt zu

Wird Ihr Flug annulliert, haben Sie laut der EU-Verordnung für Fluggastrechte klare Ansprüche. Die Airline ist in der Pflicht, Ihnen schnellstmöglich eine Ersatzbeförderung zu organisieren – und muss dabei auch Angebote der Konkurrenz prüfen. In der Regel werden Sie automatisch auf einen anderen Flug umgebucht. Bei innerdeutschen Verbindungen ist auch ein Bahnticket eine Option, was bei Lufthansa über den „Good for train“-Service abgewickelt werden kann.

Wenn Ihnen nicht zeitnah geholfen wird, dürfen Sie selbst einen alternativen Flug buchen und sich die Kosten von der Lufthansa zurückholen. Stranden Sie am Flughafen, muss die Airline außerdem für Essen und Getränke sorgen und bei Bedarf eine Hotelübernachtung bezahlen.

Wichtig: So bekommen Sie eine Entschädigung

Und jetzt der Punkt, den viele nicht kennen: Bei kurzfristigen, streikbedingten Flugausfällen steht Ihnen eine finanzielle Entschädigung zu! Je nach Flugstrecke sind das zwischen 250 und 600 Euro. Dieser Anspruch gilt auch bei erheblichen Verspätungen am Zielort.

Der Europäische Gerichtshof hat nämlich geurteilt, dass ein Streik des eigenen Personals kein „außergewöhnlicher Umstand“ ist. Die Fluggesellschaft kann sich also nicht einfach aus der Verantwortung stehlen. Anders wäre die Lage nur bei einem Ausstand von Fluglotsen. Prüfen Sie also unbedingt Ihre Ansprüche! (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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