Kinder zocken täglich: Das müssen Eltern jetzt wissen.
Zoff ums ZockenExperten-Rat zum Weltspieltag: Was für Kinder wirklich zählt

Copyright: picture alliance / dpa
Alle Kinder haben das Recht auf Spiel: So steht es in Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention.
Ob mit Klötzen im Zimmer oder am Bildschirm in einer digitalen Welt – Spielen ist für Kinder das Größte. Zum Weltspieltag am Donnerstag (11. Juni) stellt das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) klar: „Spielen verbindet - auch digital“.
Das ist aber kein Freifahrtschein für unbegrenztes Daddeln. Es ist ein Weckruf an alle Eltern: Digitale Spiele gehören zum Leben eurer Kinder dazu. Statt nur zu verbieten, solltet ihr verstehen und mitmachen.
Fast 60 Prozent der Kids zocken täglich
Eine Forsa-Umfrage unter 1.027 Kindern und Jugendlichen (10 bis 17 Jahre) zeigt, wie präsent das Thema ist: 58 Prozent zocken fast jeden Tag, 23 Prozent mehrmals die Woche. Aber was viele Eltern nicht ahnen: Es geht nicht immer nur ums Gewinnen. Für 53 Prozent ist das Coolste, eigene Ideen umzusetzen – Welten, Häuser oder Figuren zu bauen. Und 48 Prozent lieben es, in neue Welten abzutauchen. Kreativität ist der wahre Antrieb!
Klare Regeln statt Dauer-Zoff
Für euch als Eltern heißt das: Nicht jedes Game ist Zeitverschwendung. Aber ihr müsst am Ball bleiben. Das Kinderhilfswerk warnt: Spiele haben Potenzial, aber auch Risiken. So schützt ihr eure Kinder:
Rausgehen bleibt unersetzlich
Trotzdem: Zocken am Bildschirm ersetzt niemals das Toben im Park, im Hof oder das Bauen von Höhlen im Zimmer. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) nennt Spielen ein Grundbedürfnis. Kinder entwickeln dabei Körper und Geist, lernen Gefühle zu verstehen und mit anderen klarzukommen. Besonders wichtig ist freies Spiel ohne Plan vom Erwachsenen. Ihr müsst nicht den Animateur spielen! Oft reichen Kartons, Stöcke oder ein Ball. Schon das Balancieren auf einer Mauer stärkt den Mut.
Bei allem Freiraum ist aber auch Schutz wichtig. Lasst eure Kinder kleine Risiken eingehen, damit sie Gefahren einschätzen lernen. Echte Gefahren für kleinere Kinder müsst ihr aber im Blick haben: Wasserstellen, herumliegende Gartengeräte, giftige Pflanzen oder starke Sonne und Hitze. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
