München schränkt wegen steigenden Wasserverbrauchs den Umgang mit Trinkwasser drastisch ein: Pools befüllen, Rasen sprengen oder Autos waschen ist ab sofort verboten. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro.
Bis zu 50.000 Euro BußgeldMünchen erlässt neue Regeln zum Wasserverbrauch

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Der Wasserbrunnen am Münchner Stachus: Die Stadt schränkt den Trinkwasserverbrauch drastisch ein. (Bild: iStock/manfredxy)
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München reagiert mit einer neuen Allgemeinverfügung auf den erneuten Anstieg des Trinkwasserverbrauchs. Wie die Stadt mitteilte, regelt die ab sofort geltende Verfügung den Umgang mit Trinkwasser sowie die Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser. Zuletzt war der Verbrauch wieder auf über 360 Millionen Liter pro Tag gestiegen - deutlich über dem sonst üblichen Schnitt von rund 300 Millionen Litern. Angekündigte Niederschläge dürften daran laut Stadt kaum etwas ändern.
Untersagt sind unter anderem das Befüllen privater Pools, Springbrunnen und Wasserspielanlagen, das Bewässern von Rasen- und Grünflächen sowie das Waschen von Autos außerhalb von Waschanlagen. Gartenbewässerung ist tagsüber zwischen 9 und 19 Uhr weitgehend verboten, Ausnahmen gelten etwa für Tröpfchenbewässerung sowie land- und forstwirtschaftliche Flächen. Auch das Befeuchten von Baustellen ohne behördliche Vorgabe sowie das Abspritzen von Terrassen, Wänden und Hofflächen durch Privatpersonen sind nicht mehr erlaubt. Die Entnahme aus oberirdischen Gewässern im Stadtgebiet wird für diese Zwecke vollständig untersagt, mit Ausnahmen etwa für das Tränken von Vieh.
OB Krause: „Ressourcen der Wasserversorgung Münchens sind äußerst strapaziert“
Oberbürgermeister Dominik Krause erklärte: „Der Wasserverbrauch ist in den vergangenen Tagen wieder deutlich angestiegen. Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühling sind die vorhandenen Ressourcen der Wasserversorgung Münchens derzeit äußerst strapaziert.“ Er bitte „alle Münchnerinnen und Münchner, sich an die Regeln zu halten, damit sich die Grundwasserpegel erholen“. Eine langfristige Wasserstrategie werde erarbeitet.
Die Stadtwerke München kündigten ergänzend eine eigene Sparanordnung für das gesamte Versorgungsnetz an, die auch Umlandgemeinden einschließt. SWM-Geschäftsführer Dr. Florian Bieberbach: „Wir danken allen dafür, dass sie schon bislang ihre Wassernutzung vermindert haben und bitten die Bevölkerung und Firmen weiterhin: Vermeiden Sie unnötigen Wasserverbrauch gänzlich und reduzieren Sie Ihre Wassernutzung insgesamt, damit wir alle gut durch die angespannte Lage kommen.“
Die von der Unteren Wasserbehörde erlassene Verfügung gilt bis zum 1. August 2026 und kann bei anhaltender Trockenheit verlängert werden. Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro geahndet werden. (tsch)
