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„Wer wird Millionär?“Kandidatin hört auf Telefonjoker und verliert Mega-Summe

Anna Öhlrich-Faustmann sitzt auf dem Ratestuhl bei „Wer wird Millionär?“.

„Wer wird Millionär?“-Kandidatin Anna Öhlrich-Faustmann hörte in der RTL-Show auf ihren Vater. Das rächte sich bitter. 

Vertrauen in die Expertise des Vaters ist gut, das eigene Bauchgefühl jedoch besser - vor allem, wenn es sich um den Joker bei „Wer wird Millionär?“ handelt. Diese Erfahrung kostete eine junge Ärztin ausgerechnet zum Auftakt der 3-Millionen-Euro-Woche sehr viel Geld.

„Meine Tochter ist ein schlaues Mädchen“: Aus Frank Öhlrichs Worten sprach purer Vaterstolz. Zu Recht, denn mit Kompetenz und Charme legte seine Tochter Anna Öhlrich-Faustmann an Tag 1 der 3-Millionen-Euro-Woche bei „Wer wird Millionär?“ einen beeindruckenden Durchlauf bis 64.000 Euro hin.

Nur an zwei Stellen offenbarte die junge Gynäkologin („Ich berate viel zum Thema Verhütung und den Fall, dass sie nicht funktioniert“) aus Düsseldorf leichtes Zaudern: Einmal beim Thema Elster-Steuerprogramm („Ich glaube, das hatten wir mal zu Hause“) und der verrückten Geschichte des Zirkuselefanten „Tuffi“.

„Wer wird Millionär?“: Telefonjoker sagt die falsche Antwort 

Dieser war 1950 Fahrgast in der Wuppertaler Schwebebahn, stürzte unglücklich aus dem Waggon in die Wupper, überlebte wie durch ein Wunder und erhielt dafür eine Gedenk-Statue. „Ist komplett an mir vorbeigegangen“, gab Öhlrich-Faustmann zu und ließ sich vom Publikum helfen.

Alles zum Thema Günther Jauch

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Bei 64.000 Euro war gefragt, was sich hinter dem „ius soli“, dem Recht von Blut und Boden, verbirgt. Zur Auswahl standen: Staatsbürgerschaft, Erbschaft, Notwehr und Einkommenssteuer. Ruhig überlegend tendierte Anna Öhlrich-Faustmann zum Bereich „Staatsbürgerschaft“ - eine Annahme, die im Dialog mit dem Moderator aber wackelte.

„Wer wird Millionär?“: Kandidatin hört auf ihren Vater – bittere Enttäuschung 

Doch wenn schon ein Vater bereitsteht, der zugleich Notar, Spezialist für Erbrecht und Telefonjoker ist, „freut der sich sicher über einen Anruf von Ihnen“, befand Öhlrich-Faustmann in Richtung Günther Jauch. Auch ihr Ehemann habe ihr dringend empfohlen, „nicht zu zocken“.

Gesagt, getan: Öhlrich-Faustmann befolgte die Ratschläge ihrer Männer und vertraute auch ihrem Juristen-Vater, der urteilte: „Thema Erbrecht, zu 75 Prozent.“ „Danke, Papi“, erwiderte die kurzzeitig erleichterte Kandidatin. Sekunden später verlor sie aber die Fassung: Wie sich zeigte, war ihre Anfangsvermutung und damit die Staatsbürgerschaft richtig.

„Notariell ausgebremst“, konstatierte Günther Jauch: „Ich hoffe, das Honorar der nächsten Beurkundungen geht direkt an Sie.“ Von 64.000 auf 500 Euro: Das Freitagsfinale, schlug Jauch nicht wirklich tröstend vor, könne sich Öhlrich-Faustmann „ja im Fernsehen anschauen“.

Dem jähen Absturz folgten zwei ebenfalls kurze Auftritte, deren Fallhöhe zwar nicht so groß, die Enttäuschung aber ähnlich greifbar war. So wie bei Marco Piewek, Consultant in einer Rechtsanwaltskanzlei. „Sie beraten Notare im Erbrecht?“, sicherte sich Günther erstmal ab. Dem war nicht so, dennoch ereilte den Essener ein ähnliches Schicksal wie seine Vorgängerin.

Diesmal war es das Publikum (Jauchs Empfehlung: „Bisher war es brillant“), das auf eine falsche Fährt lockte und sich in puncto Statistik als inkompetent erwies. Bei der 2.000-Euro-Frage „Wovon gab es hierzulande 2019 1.523, 2020 1.360 und im Jahr danach 548?“ tippten 61 Prozent auf „Osterfeuer“. Richtig ist jedoch „Waldbrände“ - und Pieweks kurzes WWM-Strohfeuer war erloschen.

Sichtlich aufgeregt war Benjamin Burg aus Bottnang. Vielleicht auch, weil er und seine Freundin Kerstin Jacob-Rauch ein Novum in 24 Jahren „Wer wird Millionär?“ waren. „Wir haben uns zusammen angemeldet“, erzählte Burg: „Und als der Anruf kam, hatten wir es gar nicht mehr auf dem Schirm. Dann dachten wir, dass es vielleicht ein Pärchen-Special wird.“ Jauch gefiel der Vorschlag: „Gute Idee! Gemeinsam auf einem Stuhl, Huckepack oder auf den Schultern.“

„Hier geht's ja zu“, seufzte der Moderator aber wenig später, als Kerstin Jacob-Rauch dringend auf die Toilette musste: „Geht nicht anders jetzt, wo mein Partner da auf dem Stuhl sitzt.“ Die Vorsorge lohnte sich allerdings kaum, denn Burg scheiterte ebenfalls bei der 2.000 Euro-Frage an einem bald ausgemusterten Kleinwagen: Verabschiedet wird 2023 nach 44 Jahren der „Fiesta aus Köln“ und nicht etwa die „Gala aus München“. Nun ruht die Familienhoffnung auf Kerstins Einsatz.

Zwei Finalisten gab es am Montag allerdings auch: den Lehrer Sven Wergen aus Rheine („Meine Schüler halten mich für allgemeinwissend“), der bei 32.000 Euro die Reißleine zog, und Michael Blum aus Wiesbaden. Der smarte PR-Referent gab konstant lächelnd zu verstehen, dass es ihm nicht um Geld gehe („Für 500 Euro kann man doch schon schön essen gehen“), sondern um Spaß und entspanntes Bildungsbürgertum („Stehe gerade gedanklich vor meiner Bücherwand“).

Die nonchalante Haltung („Je mehr man weiß, desto mehr wird doch klar, dass man nichts weiß“) bescherte ihm ein nahezu jokerloses Vorpreschen auf 125.000 Euro, den selbstgewählten Stopp dort und einen womöglich ähnlich mühelosen Auftritt beim Finale am Freitag. (tsch