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Schwarzenegger gesteht Ständig Streit mit Sylvester Stallone

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„Terminator“-Star Arnold Schwarzenegger

Los Angeles – Gouverneur war er schon. Terminator ist er wieder. Was würde Arnold Schwarzenegger (72) gerne sein? Kein Witz: Dekorateur. Das deutet er im neuesten „Terminator“-Film (ab 24. Oktober 2019 im Kino) an. Da diskutiert Carl (so Arnies Name im Streifen) ernsthaft, ob man ein Mädchenzimmer mit Pünktchen-Muster, Streifen oder Schmetterlingen drapieren soll...

Herr Schwarzenegger, wer ist auf dieses – für eine Killer-Maschine komische – Interesse gekommen?

Arnold Schwarzenegger: Das habe ich selbst ins Drehbuch geschrieben. An mir ist nämlich ein Innendekorateur verloren gegangen. Viele Räume zu Hause – Wohnzimmer, Arbeitszimmer – habe ich selbst eingerichtet. Ich habe einen guten Geschmack. Es hilft, wenn man ein bisschen europäischen, ein bisschen amerikanischen und ein bisschen internationalen Einfluss hat.

Trotz des unheilschwangeren Untertitels „Dark Fate” (dt.: dunkles Schicksal) ist der Terminator diesmal eine familienfreundliche Figur. Er wechselt sogar Windeln.

Und das klaglos. Die meisten Männer beschweren sich darüber.

Und Frauen freuen sich darüber.

Richtig. Ich weiß aus meiner Ehe und meiner Beziehung, dass Frauen es schätzen, wenn der Mann im Haushalt beteiligt ist, wenn er zuhört – womit die meisten Männer natürlich Schwierigkeiten haben (grinst). Da können sie was vom Terminator lernen. 

Obwohl er keine körperliche Beziehung haben kann – weil er aus 200 Kilo Metall besteht.

(schmunzelt) Mit dem Gewicht wäre ich ein bisschen zu schwer für die meisten Frauen. 

Spoiler-Alarm! In diesem Terminator erleiden Sie ein „dunkles Schicksal“. Heißt das, wir werden Sie nicht wiedersehen?

Jedes Mal, wenn ich in einem Terminator-Film sterbe, finden sie eine Lösung, wie ich wieder auferstehen kann.

Sind Sie daran interessiert?

Der Terminator, Conan der Barbar und der Typ, den ich in „Twins“ gespielt habe, sind meine Lieblingsrollen.

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„Sarah Connor“-Darstellerin Linda Hamilton und der „Terminator“

Juckt es Sie manchmal, zurück in die Politik zu gehen? Vor allem angesichts der turbulenten Zeit, durch die wir gerade gehen?

Nein. Denn was ich gerne tun würde, ist nicht verfügbar. Weil ich nicht in den Vereinigten Staaten geboren bin. Ich will nicht nur einfach politisch involviert sein. Denn Politiker haben normalerweise nur ein Interesse.

Und das wäre?

Ihren Job zu beschützen. Nichts anderes.

Oder wiedergewählt zu werden.

Wenn das nicht mehr geht – nach acht Jahren kann man zum Beispiel nicht mehr in den kalifornischen Senat gewählt werden – dann gehen sie ins Parlament. Da bleiben sie sechs Jahre und lassen sich anschließend für die Bürgermeisterwahl aufstellen. Von da an geht es in den Stadtrat. So geht das. Sie können nicht aufhören, es ist wie eine Sucht. Und ihre Fähigkeiten reichen wohl auch nicht für etwas anderes. Was ein weiteres Problem ist. 

US-Präsident Donald Trump nannte Arnold Schwarzenegger zuletzt einen „Zwielichtigen Immobilientyp“ (hier mehr lesen)

Ein Problem, das Sie nicht haben.

Ich bin in die Politik gegangen, um Gouverneur zu werden und nicht, weil ich Politiker werden wollte. Ich hasse Politik. Sie steht einem guten Regelwerk im Wege. Und genau das brauchen wir. Politik hilft Menschen nicht. Es stellt nur sicher, dass die Menschen untereinander streiten.

Was tut das Schwarzenegger-Institut für nationale und internationale Politik an der Universität von Südkalifornien?

Wir machen Studien, um der Manipulation durch Wahlkreisschiebungen ein Ende zu bereiten. Und wie wir eine bessere Umwelt schaffen, den CO²-Ausstoß senken, die Treibhausgase loswerden und eine wahre Einwanderungsreform schaffen. Kurz: All das, was Politiker seit 20, 30 Jahren versprechen und nicht liefern können – weil sie in Washington dahinvegetieren.

Zurück zum Terminator. Der hatte lange Zeit kein gutes Verhältnis zu Rambo. Wie ist das heute? Rauchen Sie manchmal mit Sylvester Stallone eine Zigarre und diskutieren Ihre Kultrollen?

Ja, wir hängen zusammen rum. Aber es gab Zeiten, da mochten wir uns nicht. In den 1980er-Jahren haben wir dauernd gestritten. Heute weiß ich, dass wir einen Konkurrenzkampf ausfochten. Jeder wollte den anderen übertreffen. Wer hatte die größeren Waffen im Film, wer killt die meisten Leute, wer macht das meiste Geld an der Kinokasse. (lacht) Wer hat mehr Muskeln und wer weniger Körperfett. Es war einfach crazy.

Und wann endete das?

Als wir am Ende erkannten, dass er mich inspirierte und ich ihn. Wir wurden Freunde. Die Blödheit, mit der wir uns gegenseitig behandelt hatten, war weg. Heutzutage kommen wir zusammen, reden über unsere Karrieren und unsere Familien. Schöne Augenblicke.

Wie wäre es mit einem „Terminator trifft Rambo“-Film?

Sie werden lachen, es gibt eine Menge Leute, die eine Art Sylvester/Arnold-Show produzieren wollen. Wir gehen zusammen auf Tour und betrachten die Welt aus unseren unterschiedlichen Gesichtspunkten. Er sieht alles viel komplizierter. Unser Sinn für Mode ist unterschiedlich, wir tragen andere Sachen, wir rauchen andere Zigarren, fahren andere Autos. Das kann ganz schön komisch sein. Wir beide ziehen echt in Betracht, so etwas zu tun.

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