E.T., die außerirdische Hauptfigur in Steven Spielbergs wunderbarem Sci-Fi-Klassiker „E.T. - Der Außerirdische“, verliert sich auf die Erde, telefoniert nach Hause und kehrt schließlich in seine Heimat zurück. Doch was machen die menschlichen Darsteller des Sci-Fi-Klassikers heute?
So sehen die „E.T.“-Stars heute aus

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Eine der schönsten Abschiedsszenen der Filmgeschichte: Als „E.T.“ in die Heimat zurück will, drückt Drew Barrymore ihm einen Schmatzer auf die Aliennase - und jedem, der kein Herz aus Stein hat, kräftig auf die Tränendrüse. Was wurde aus ihr und den anderen Darstellern des Klassikers? (Bild: Universal)

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Schon mit elf Monaten drehte Drew Barrymore ihren ersten Werbespot, zum Durchbruch verhalf ihr der berühmte Patenonkel: Steven Spielberg. (Bild: Universal Pictures)
„E.T. - Der Außerirdische“ gehört zu den beliebtesten Filmen von Erfolgsregisseur Steven Spielberg. Die Geschichte eines liebenswerten Außerirdischen, der sich auf die Erde verliert, mit einer Handvoll Kindern anfreundet, um schließlich doch in seine Heimat zurückzukehren, begeistert seit Generationen Groß und Klein. Wir zeigen, was aus den Kindern des Sci-Fi-Klassikers wurde und welches tragische Schicksal die Darsteller ereilte, die im Kostüm des Außerirdischen steckten.
Henry Thomas (Elliott)

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Elliott, der beste Freund des Außerirdischen, war seine erste große Rolle als Schauspieler: „Ich wusste, dass ich Teil von etwas Besonderem war“, sagte Henry Thomas in einem Interview. (Bild: Universal)
Es war seine erste große Rolle als Schauspieler: „Ich wusste, dass ich Teil von etwas Besonderem war“, sagte Henry Thomas im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau über „E.T.“, „aber ich hatte keine Ahnung, dass der Film so erfolgreich sein würde.“ Er habe sich nie vorstellen können, dass er 40 Jahre später noch über den Film sprechen werde.

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An den Erfolg von „E.T.“ konnte Henry Thomas nicht mehr anknüpfen, in kleineren Rollen ist er aber bis heute zu sehen, zuletzt in der Horrorserie „Der Untergang des Hauses Usher“ (2023). (Bild: John Philips / Getty Images)
Thomas spielt in Spielbergs Klassiker den kleinen Elliott, der dem Wesen aus dem All ein besonders guter Freund wird. Die Rolle machte ihn berühmt, in der Schule half das allerdings nicht - im Gegenteil: „Ich wurde schon vor den Dreharbeiten schikaniert, und auch danach schlossen sie mich sofort aus, weil ich ein anormaler Mensch war, was bedeutete, dass ich seltsam und nicht gut war“, erinnert sich Thomas, der während der Dreharbeiten zehn Jahre alt war.

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Robert MacNaughton (rechts) spiete in Sci-Fi-Klassiker den älteren Bruder von Elliott (Henry Thomas, links) und Gertie (Drew Barrymore). (Bild: Universal)
Schauspieler ist Thomas dennoch geblieben, an den Erfolg von „E.T. - Der Außerirdische“ konnte er allerdings nicht mehr anknüpfen. Auch war er vorwiegend in kleineren Rollen zu sehen, etwa in „Gangs of New York“ (2002), „Das Leuchten der Stille“ (2010) oder „Ouija: Ursprung des Bösen“ (2016). Zuletzt wirkte der heute 54-Jährige in der Horrorserie „Der Untergang des Hauses Usher“ (2023) mit.
Robert MacNaughton (Michael)

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Er kann nur ungläubig über die Fähigkeiten des Außerirdischen E.T. staunen: Greg (K.C. Martel) ist einer der besten Freunde von Hauptfigur Elliott. (Bild: Universal Pictures)
Bereits vor seiner Rolle in „E.T.“, aber auch danach spielte Robert MacNaughton vor allem Theater: Im Sci-Fi-Klassiker spielte der damals 16-jährige Nachwuchsschauspieler den älteren Bruder von Elliott (Henry Thomas) und Gertie (Drew Barrymore).

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K.C. Martel hatte bereits in den 1970er im Horrorfilm „Amityville Horror“ (1979) und einigen Serien mitgespielt. Heute arbeitet er als Finanzberater in seiner eigenen Firma. (Bild: Presley Ann/Getty Images for TCM)
Nach „E.T.“ konnte MacNaughton noch einige kleine Rollen ergattern. In den 90er-Jahren versuchte er sich mit mäßigem Ertrag als Theaterschauspieler. Seit etwa 20 Jahren arbeitet er hauptberuflich als Postangestellter. 2015 hatte der heute 59-Jährige zwei Auftritte in Independent-Produktionen (“Laugh Killer Laugh“, „Frankenstein vs. The Mummy“). Es war ein Schauspiel-Comeback nach einer Pause von fast 30 Jahren. Seine bis dato letzte Rolle hatte er 1988 in einer Episode der HBO-Serie „Vietnam War Story“ gespielt.
Drew Barrymore (Gertie)

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Auch er zählte zum (erweiterten) Freundeskreis der Hauptfigur: Tyler (C. Thomas Howell, links) ist dabei, als Elliott (Henry Thomas, Mitte) seinen Freund E.T. auf einem BMX-Rad zu seinem Raumschiff bringt. (Bild: Universal Pictures)

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C. Thomas Howell ist bis heute als Seriendarsteller (“The Blacklist“, „The Terror“) gefragt. Zuletzt war er neben Dennis Quaid in der Filmbiografie „Reagan“ (2024) zu sehen. (Bild: Anna Webber/Getty Images for AFI)
Deutlich produktiver wurde die Karriere der Gertie-Darstellerin Drew Barrymore. Die drehte schon mit elf Monaten ihren ersten Werbespot, zum Durchbruch verhalf ihr aber der berühmte Patenonkel: Steven Spielberg. Im Alter von sieben Jahren spielte sie in „E.T.“ die kleine Gertie und wurde weltberühmt. Fast genauso schnell, noch vor der Pubertät, kamen Alkohol und Drogen ins Spiel, bald folgte die erste Entziehungskur. Der Titel ihrer Autobiografie von 1990 brachte die traurige Kinderkarriere auf den Punkt: „Little Girl Lost“.

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Um E.T. zum Leben zu erwecken, brauchte es nicht nur einen, sondern gleich drei Darsteller: Zwei kleinwüchsige Schauspieler und einen zwölfjährigen Jungen, der ohne Beine zur Welt gekommen war. (Bild: Universal)
Doch Drew Barrymore hat sich längst berappelt, ist heute erfolgreiche Schauspielerin, dazu Produzentin, Regisseurin und Mutter zweier Töchter. 2017 bis 2019 sorgte sie mit ihrer ersten Serienhauptrolle in „Santa Clarita Diet“ bei Netflix für Aufsehen: als blutrünstiger Zombie. Zuletzt war sie in dem Horror-Schocker „Smile 2 - Siehst du es auch?“ zu sehen, wo sie in einer kleinen Rolle sich selbst spielte: eine Moderatorin der Fernsehsendung „The Drew Barrymore Show“, die sie seit 2020 auch im wahren Leben moderiert.
C. Thomas Howell (Tyler) und K.C. Martel (Greg)

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Den verdienten Ruhm erhielten die beiden kleinwüchsigen Schauspieler nie: Pat Bilon (links) starb ein Jahr nach der „E.T.“-Premiere mit nur 35 Jahren. Tamara de Treaux wirkte zwar noch in einigen Filmen (“Ghoulies“) als „echte“ Darstellerin mit, starb aber auch bereits 1990. (Bild: Amblin Entertainment)

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Bei einer Gala zum 40-jährigen Jubiläum von „E.T.“ hatte Matthew DeMeritt einen seiner selten öffentlichen Auftritte. (Bild: Frazer Harrison/Getty Images)
Auch für C. Thomas Howell bedeutete „E.T.“ den Start einer Schauspielkarriere: Im Film spielt er Tyler, der zum (erweiterten) Freundeskreis der Hauptfigur gehört. Tyler ist dabei, als Elliott aufbricht, um seinen Freund E.T. auf einem BMX-Rad zu seinem Raumschiff zu bringen und ihn vor dem Zugriff durch Sicherheitsbeamten zu beschützen.
Schon ein Jahr nach „E.T.“ war Howell in Francis Ford Coppolas Kultfilm „Die Outsider“ (1983) zu sehen, wo er an der Seite weiterer Jungdarsteller wie Tom Cruise und Matt Dillon spielte. Bis heute ist der US-Schauspieler als Seriendarsteller (“The Blacklist“, „The Terror“) gefragt. Zuletzt war er neben Dennis Quaid in der Filmbiografie „Reagan“ (2024) zu sehen.
Für Greg-Darsteller K.C. Martel war „E.T.“ nicht der erste Film, in dem er mitwirkte. Bereits in den 1970er-Jahren hatte der Kanadier im Horrorfilm „Amityville Horror“ (1979) und einigen Serien mitgespielt. Später hatte er eine wiederkehrende Rolle in „Unser lautes Heim“, danach zog er sich aus dem Schauspielgeschäft zurück. Heute arbeitet der 58-Jährige als Finanzberater in seiner eigenen Firma.
Darsteller von E.T.: Tamara De Treaux, Pat Bilon und Matthew DeMeritt
Um E.T. zum Leben zu erwecken, brauchte es nicht nur einen, sondern gleich drei Darsteller: Zwei kleinwüchsige Schauspieler, Tamara De Treaux und Pat Bilon, schlüpften in die Rolle ebenso wie der damals zwölfjährige Matthew DeMeritt, der ohne Beine zur Welt gekommen war. Die drei Darsteller konnten dabei durch einen Schlitz in der Brust des Kostüms sehen, wohin sie sich bewegten.
Den verdienten Ruhm erhielten die beiden kleinwüchsigen Schauspieler nie: Pat Bilon starb bereits ein Jahr nach der „E.T.“-Premiere. Er wurde 35 Jahre alt. Tamara de Treaux wirkte zwar noch in einigen Filmen (“Ghoulies“) als „echte“ Darstellerin mit, starb aber auch bereits 1990 mit 31 an Herzversagen.
Matthew DeMeritt kam unter anderem in der Szene zum Einsatz, in der E.T. betrunken durch die Küche läuft und umfällt. Bei einer Gala zum 40-jährigen Jubiläum von „E.T. - Der Außerirdische“ hatte DeMeritt einen seiner selten öffentlichen Auftritte. Der Mann, der ohne Beine geboren wurde, lief auf seinen Händen, während er das „E.T.“-Kostüm trug. (tsch)

