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Shootingstar Şafak ŞengülWarum sie Günther Jauchs Hinterkopf an Mama schickte

Safak Sengül bei der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2025 im Hotel Pullman Berlin.

Copyright: IMAGO/Future Image

Multitalent: Şafak Şengül (hier der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2025 in Berlin) wurde ausgezeichnet als Sängerin und Tänzerin, spielt Keyboard und Tennis. Und Boxen kann die Schauspielerin auch.

Shootingstar Şafak Şengül (31) hatte ein großes „Jugend-Idol“. Außerdem erzählt sie, was sie an ihrer Großfamilie mag – und was ihr auf den Wecker geht.

Sie sitzt mittlerweile bei ARD und ZDF in der ersten Reihe, wurde für Schauspielpreise nominiert, ist Jury-Mitglied auf der Berlinale. Die Eltern von Şafak Şengül (ausgesprochen Schafak Schengül) haben die 31-Jährige immer unterstützt doch eigentlich hätten sie ihr Kind vor der Kamera am liebsten in einer anderen Rolle gesehen ... Und da kommt Günther Jauch (69) ins Spiel.

„Şafak, du redest doch so gerne. Muss es denn Schauspiel sein? Kannst du nicht vielleicht auch Anwältin werden oder Nachrichten moderieren?“, fragte ihre Mutter sie früher oft. „Kein Wunder“, sagt Şafak Şengül, „als Kind war ich geradezu besessen von ‚Wer wird Millionär?‘ und habe immer gesagt, ich werde später der neue Günther Jauch. Beim Fernsehpreis habe ich jetzt hinter ihm gesessen – und meiner Mutter ein Foto von seinem Hinterkopf geschickt.“

Şafak Şengül über die romantische Bedeutung ihres Namens

Ja, wie viele hierzulande seien auch ihre Eltern anfangs skeptisch gewesen, was die Schauspielerei anging. „Aber sie haben mich trotzdem immer unterstützt“, sagt die Wahlberlinerin, die am Mittwoch, 18. Februar, eine Hauptrolle in „Damen“ (ARD, 20.15 Uhr) spielt – eine liebenswerte Gesellschaftskomödie, in der es um Familie und Herkunft geht und den „unvoreingenommen Blick auf die Menschen um sich herum“. Ein wichtiges Thema für die deutsche Schauspielerin mit türkisch-kurdischen Wurzeln, die sie prägen.

Şengül nennt Beispiele: Als sie vergangene Woche eine Kostümdesignerin zu Besuch hatte (wegen eines Berlinale-Outfits), habe sie für das kurze Treffen quasi ein fünfgängiges Menü aufgetischt. „Gastfreundschaft wird bei uns nun mal groß geschrieben.“ Was sie aber vor allem mag, ist der Gruppengedanke. Dass man sich untereinander helfe, in der Familie, unter Freunden, in der Nachbarschaft. Auch da seien ihre Eltern mit gutem Beispiel vorangegangen, vor allem ihr Vater habe immer ehrenamtlich in Vereinen gearbeitet. Sie selbst habe in einer Geflüchtetenunterkunft bei Theater-Projekten mitgewirkt und liest aktuell Kindern in der Bibliothek vor. „Das gibt einem total viel zurück, wenn einen ein Kind anstrahlt und ein Bild von Peppa Wutz schenkt.“

Ihre Eltern seien auch immer mit ihr auf Demos gegangen. „Gewerkschaften und soziale Arbeit als Schnittstelle zu haben, ist für mich das Normalste auf der Welt.“ Gibt es denn auch Angewohnheiten in der kurdischen Großfamilie, die sie nerven? „Die Lautstärke! Wenn meine Mutter mit ihrer Schwester in Istanbul telefoniert, hat man das Gefühl, sie versucht, sie auch ohne Telefon zu erreichen. Da könnte sie locker 30 Prozent runterdrehen“, lacht Şafak Şengül. Apropos: Hat der Name eigentlich eine Bedeutung? „Ja. Mein Vater ist sehr romantisch und hat den Vornamen ausgesucht. Şafak heißt Sonnenaufgang, Şengül fröhliche Rose. Ich denk mal, Namen prägen einen auch irgendwie.“

Kurioses Duett: Mit dem Sänger und Gesangslehrer Dennis Maar intonierte Günther Jauch die deutsche Nationalhymne. Anlass war die 8.000-Euro-Frage. Für die überraschende gemeinsame Gesangseinlage gab es viel Applaus. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Publikum begeistert

Günther Jauch und Kandidat singen plötzlich die Nationalhymne