Neue Details Ex-„Bachelor“ nach Motorradunfall wegen illegalen Rennens verurteilt

Sebastian Preuss (GER), Kickboxer, freut sich am 09.06.2018 über seine Sieg in der WKU Weltmeisterschaft im Thaiboxen - 90kg bei der Stekos Fight Night im Postpalast.

Sebastian Preuss (hier im Juni 2018 nach seinem Sieg in der WKU Weltmeisterschaft im Thaiboxen) wurde vom Amtsgericht Wolfratshausen verurteilt

Ex-„Bachelor“ Sebastian Preuss wurde zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, ausgesetzt auf 24 Monate Bewährung verurteilt. Der Grund: Ein illegales Kraftfahrzeugrennen. Mit seinem Motorrad fuhr er 170 km/h in einer 70er-Zone.

Wolfratshausen. Der Unfall ging einigermaßen glimpflich aus – jetzt kassiert Sebastian Preuss (31) aber noch eine Strafe vor Gericht. Der Ex- „Bachelor“ wurde am Montag (27. September) vom Amtsgericht Wolfratshausen (rund 35 km südlich von München) zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt, die für 24 Monate Bewährung ausgesetzt wird. 

Durch den Bericht eines Gutachters kamen vor Gericht weitere Details über den Unfallhergang zum Vorschein. Der frühere Kickbox-Weltmeister war zum Zeitpunkt des Crashs viel zu schnell unterwegs – soll sich sogar ein illegales Rennen mit einem Freund geliefert haben. 

Ex-„Bachelor“ Sebastian Preuss nach Motorradunfall verurteilt

Mit seinem BMW-Motorrad hatte Sebastian Preuss (damals auch Markenbotschafter für BMW) Ende Mai 2020 auf einer kurvigen Strecke die Kontrolle über die Maschine verloren. In einer Kurve hatte er ein entgegenkommendes Auto touchiert. „Sie waren Markenbotschafter, sie wollten das austesten“, so der Richter.

Laut Gutachten fuhr Preuss 170 bis 180 km/h – erlaubt sind an der Unfallstelle 70 km/h. Zum Zeitpunkt des Crashs war er demnach immer noch 115 bis 130 Stundenkilometer schnell. Entgegen Preuss' Aussage hieß es im Gutachten auch, dass der entgegenkommende Wagen „maximal 20 Zentimeter“ auf der falschen Spur unterwegs war. Preuss hatte es als „komplett auf meiner Spur“ beschrieben. 

Sebastian Preuss: Motorradunfall bei 130 km/h in 70er-Zone

Mit seinem Motorrad geriet er nach der Kollision in eine Böschung, die sich laut damaligem Polizeibericht „wie eine Sprungschanze“ auswirkte. Der Ex-„Bachelor“ wurde rund 20 Meter durch die Luft geschleudert.

Fast einen Monat musste er anschließend mit Knochenbrüchen im Krankenhaus liegen, wurde mehrfach operiert. An Kickboxen ist seitdem nicht mehr zu denken. Auch seinen Job als Maler und Lackierer könne er nicht mehr ausüben. 

Auch seinen Führerschein muss er (zusätzlich zu den bisherigen rund zwölf Monaten) noch weitere drei Monate abgeben. In das Strafmaß spielte auch eine frühere Verurteilung wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens im Oktober 2018 auf der A8 eine Rolle. Wenn er sich anschließend wieder aufs Motorrad oder ins Auto setzt, fährt er hoffentlich mit angepasster Geschwindigkeit. (sku)

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