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Pinar Atalay stutzt, als DGB-Chefin Fahimi über Merz-Buhrufe spricht„Was ist denn das sonst?“

Yasmin Fahimi kann die Reaktion auf Friedrich Merz' Rede beim DGB-Bundeskongress „nachvollziehen“. (Bild: RTL / ntv)

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Yasmin Fahimi kann die Reaktion auf Friedrich Merz' Rede beim DGB-Bundeskongress „nachvollziehen“. (Bild: RTL / ntv)

Beim DGB-Bundeskongress kassierte Friedrich Merz vor wenigen Wochen Buhrufe und Pfiffe. „Ausgebuht“ worden sei der Kanzler jedoch nicht, wie DGB-Chefin Yasmin Fahimi nun zu Pinar Atalays Erstaunen in deren ntv-Talkshow kundtat.

Als Friedrich Merz beim Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) im Mai für Sozialreformen werben wollte, wurde der Bundeskanzler ausgepfiffen und ausgebuht. „Wie fanden Sie das?“, will nun Pinar Atalay in ihrem ntv-Talk von DGB-Chefin Yasmin Fahimi wissen. Deren Antwort fällt überraschend aus: „Na ja, Ausbuhen ist für mich was anderes. Es hat eine Reaktion aus dem Publikum gegeben.“

„Frau Fahimi, es wird ganz laut Buh gerufen“, unterbricht die Moderatorin ihren Gast ungläubig, „was ist denn das sonst?“ Fahimi erläutert: „Unter Ausbuhen verstehe ich, dass jemand aus dem Saal gebuht wird. Das ist nicht passiert, sondern der Kanzler konnte ganz normal bei uns reden, und es hat eine Reaktion aus dem Publikum gegeben, die ich nachvollziehen kann.“

Beim DGB-Bundeskongress seien Betriebs- und Personalräte anwesend gewesen, „die Tausende von Beschäftigten vertreten, die ganz genau wissen, was das heißt“. Merz war bei seinem Auftritt auf die Rentenreform zu sprechen gekommen. Laut wurde es im Saal, als der Kanzler erklärte: „Das alles ist keine Bösartigkeit von mir oder der Bundesregierung.“ Es handle sich um „Demografie und Mathematik“, behauptete Merz weiter.

„Das geht so nicht“

„Es sich so einfach zu machen, zu sagen, es ist quasi ein Naturgesetz, es ist Mathematik und Demografie und damit basta - das ist mir zu einfach“, stellt Fahimi nun klar. „Weil das Rentensystem und die Hebel, die wir bewegen können für die Rente, wie sie heute ist und wie sie sich perspektivisch aufbauen muss, schon ein bisschen komplizierter ist, als nur zu sagen, das ist Mathematik.“

Die SPD-Politikerin fordert: „Wir müssen das Erwerbstätigenpotenzial heben, wir müssen Selbstständige, Abgeordnete einbeziehen, wir brauchen einen Demografiezuschuss ...“ Es könne „nicht wahr sein, dass diese Regierung jetzt seit über einem Jahr die großen Reformen ankündigt, aber keine Reformen in der Struktur vorschlägt“. So sei es beispielsweise „sofort“ möglich, Selbstständige und Abgeordnete mit in die Rente einzubeziehen. Dass Merz stattdessen „nur über Kürzungen“ rede und „das Ganze als Naturgesetze verkaufen will“, sei laut Fahimi durchaus kritikwürdig: „Das geht so nicht.“

Die ganze Ausgabe von „Pinar Atalay“ steht bei RTL+ zum Abruf bereit. (tsch)

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