Merz mit ernster Warnung: Bundeswehr muss stärker werden.
Merz' klare AnsageCDU-Chef warnt vor Spionage, Sabotage und Cyberangriffen

Copyright: Christoph Reichwein/dpa
Konkrete Bedrohungen sind keine Fiktion, sondern bereits Alltag auch in Deutschland, warnt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Bundeskanzler Friedrich Merz findet deutliche und ernste Worte: Wegen zunehmender realer Bedrohungen unterstrich der CDU-Politiker die unabweisbare Erfordernis, die Bundeswehr zu stärken. „Wir sehen in Deutschland und Europa täglich hybride Angriffe auf unsere Infrastruktur, Spionage, Sabotage, Cyberangriffe, Drohnenüberflüge, Desinformationskampagnen“, so die Mahnung des Kanzlers während einer Vereidigung von Rekruten in Medebach im Sauerland.
Die Situation sei prekär. „Nicht nur unsere europäische Friedensordnung ist unter Druck, unsere Welt ist insgesamt unfriedlicher und unsicherer geworden“, äußerte der Regierungschef gegenüber etwa 110 neuen Soldatinnen und Soldaten von der Panzerbrigade 21 „Lipperland“, welche ihr Gelöbnis auf dem Marktplatz von Medebach sprachen.
Merz' Plan: Umfassende Stärkung der Streitkräfte
Um diesen Gefahren entgegenzuwirken, werde die Truppe nach einem ambitionierten Plan ausgebaut. Merz nannte dabei verschiedene Handlungsfelder: Durch den neuen Wehrdienst sollen zügig mehr Soldatinnen und Soldaten rekrutiert werden. Parallel dazu ist eine Erhöhung der Reservistenanzahl geplant und auch das militärische Material wird aufgestockt.
„Der Motor unserer Verteidigungsindustrie ist wieder angesprungen“, so Merz. Diese Maßnahmen seien unerlässliche Ausgaben für die Sicherheit Deutschlands, Europas sowie des transatlantischen Bündnisses.

Copyright: Christoph Reichwein/dpa
Sich verteidigen können, damit man sich nicht verteidigen muss, lautet die Abschreckungsphilosophie des Bundeskanzlers.
„Wir sind bereit, die größten Kraftanstrengungen zu leisten für unsere Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit“, hob der Regierungschef hervor. Die Absicht dahinter sei eindeutig: „Wir wollen uns verteidigen können, damit wir uns nicht verteidigen müssen. Wir nennen das Abschreckung.“
Botschaft an die Truppe: „In der Mitte der Gesellschaft“
Der 70-jährige Regierungschef schlug auch persönliche Töne an und dachte an seine eigene Vereidigung vor mehr als 50 Jahren zurück. Zu jener Zeit hätte es noch Widerstände gegenüber solchen Zeremonien in der Öffentlichkeit gegeben. „Heute sind wir hier auf dem Marktplatz in Medebach. Das zeigt: Die Bundeswehr, Sie als Soldatinnen und Soldaten, stehen in der Mitte unserer Gesellschaft“, adressierte Merz an die Rekruten vor hunderten Anwesenden.
Die unmissverständliche Nachricht für die Soldatinnen und Soldaten: „Die Bundesregierung und die deutsche Bevölkerung stehen hinter Ihnen.“ In der Praxis heißt das, die Armee mit einer deutlichen Ausrichtung auf die Verteidigung des eigenen Landes und des Bündnisses auszubauen.

Copyright: Christoph Reichwein/dpa
«Frieden und Freiheit gibt es eben nicht kostenlos», gibt Bundeskanzler Friedrich Merz jungen Rekrutinnen und Rekruten mit auf den Weg.
Die Ursache für diese strategische Wende ist ernst. „Ihren Dienst leisten Sie heute unter veränderten sicherheitspolitischen Vorzeichen“, erläuterte der Kanzler und verwies auf den völkerrechtswidrigen Krieg, den Russland im Herzen Europas führt.
Seine wohl wichtigste Nachricht adressierte der Regierungschef jedoch unmittelbar an die neuen Rekruten sowie an das gesamte Land: „Frieden und Freiheit gibt es eben nicht kostenlos.“ Das Engagement, für Freiheit und Demokratie einzustehen, notfalls sogar unter Einsatz des eigenen Lebens, sei die Voraussetzung dafür, „dass wir wirklich abschreckungs- und verteidigungsfähig sind“. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
