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Ex-DSDS-RampensauMenowin stiehlt bei Comeback der eigenen Tochter die Show

Er ist wieder da! Menowin Fröhlich (38) kam als Begleiter seiner Tochter Jiepen (17) zum DSDS-Casting - und ging als Recall-Teilnehmer der besten 30. Seine Tochter schied aus. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Copyright: RTL/Stefan Gregorowius

Er ist wieder da! Menowin Fröhlich (38) kam als Begleiter seiner Tochter Jiepen (17) zum DSDS-Casting - und ging als Recall-Teilnehmer der besten 30. Seine Tochter schied aus.

Aktualisiert:

„Wir brauchen ein paar Chaoten.“ Dieter Bohlen denkt nicht nur an Gesangstalent allein, wenn er in der DSDS-Jury sitzt. Am letzten Casting-Tag der neuen Staffel aber, als alles schon vorbeischien, da wurde Dieter perfekt beschert: mit dem chaotischen Supertalent. Menovin Fröhlich is back!

Singen wie ein Zeisig? Oder gar wie eine Nachtigall? Überschätzt. Beim Casting von DSDS zählt anderes.

Das sagte Dieter Bohlen am letzte Casting-Tag von „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) frei heraus: „Wir brauchen ein paar Bekloppte. Das frischt ein bisschen auf“, sagte er, nachdem er einen Kandidaten mit einem Ja in den „Golden Room“ verfrachtet hatte, der zwar optisch „eine markante Type“, aber stimmlich hörbar schlecht drauf war.

Menowin Fröhlich: DSDS-Legende kehrt als Begleiter seiner Tochter zurück

Gerade im Casting macht die Show die Show. Es lebe die Aufregung, denn mit ihr steigt die Quote. Deshalb freute sich das 72-jährige DSDS-Urgestein dann auch richtig über einen ganz besonderen Coup.

Am Ende durfte Dieter Bohlen verkünden: „Wir haben jetzt den absoluten Aufreger: Menowin is back!“

Das ist in der Tat erstaunlich. Denn keiner (bis auf die Produktionsplaner, die genau wussten, wer da als letzter aller Castingkandidaten des 2026er-Jahrgangs antrat) hatte das kommen sehen. Aber Jiepen Fröhlich (17) brachte ihren Vater als Begleiter mit.

Und bei Bohlen klingelte es bei dem Nachnamen sofort: „Ich kannte auch mal einen, der so hieß. Den Menowin.“ Jiepen: „Das ist mein Papa.“ Und die Sensation nahm ihren Lauf: Menowin Fröhlich kehrte in den Schoß von Dieter und DSDS zurück.

Auf Dieters Bitte sang Menowin nocheinmal und zwar „I Just Called To Say I Love You“ von Stevie Wonder. Genauso wie damals beim Casting 2010 - und immer noch so toll.  (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

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Auf Dieters Bitte sang Menowin nocheinmal und zwar „I Just Called To Say I Love You“ von Stevie Wonder. Genauso wie damals beim Casting 2010 - und immer noch so toll.

Erst mal sang Jiepen. Die hat zwar dieselben magischen (wenn auch dunkleren) Augen ihres Vaters geerbt, aber leider nicht dessen Gesangstalent.

Mit ihrem „Er gehört zu mir“ konnte sie Bohlens Traum nicht erfüllen. „Ich suche seit Jahren eine, die so singt wie Marianne Rosenberg.“ Jiepen ist es nicht. „Du bist noch nicht so reif wie dein Vater damals, die Rampensau“, meinte Juror Bushido. Jiepen ist 17. Und ihr Vater war immerhin schon 22, als er zur DSDS-Legende wurde.

Apropos: „Wo ist denn dein Papa?“, fragte Dieter und Jiepen meinte: „Der steht da irgendwo rum.“ Das tat er kurz danach vor der Jury. Und da hatten sich zwei gefunden. Dieter Bohlen strahlte und wurde, refresht von Nostalgie, umgehend 16 Jahre jünger. Denn so lange ist es her, dass Menowin zuletzt vor Juror Dieter stand. Und es war damals für beide ein Höhepunkt.

„Das hat mir damals mit dir unheimlich Spaß gemacht, das war legendär.“ Für Dieter ist „damals“, die siebte Staffel 2010, noch immer „die geilste Staffel“. Und für RTL auch: Mit 6,51 Millionen Zuschauern im Staffelschnitt und 7,58 Millionen im Finale wurde es die zweitbeste Staffel aller Zeiten. Gilt auch für Menowin. Denn er wurde auch Zweiter.

Die Jury hatte noch sechs Recall-Tickets zu begeben. Neben Menowin bekam auch Jennifer Skutnik ein Direkt-Ticket. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

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Die Jury hatte noch sechs Recall-Tickets zu begeben. Neben Menowin bekam auch Jennifer Skutnik ein Direkt-Ticket. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Throwback für alle DSDS-Neulinge: Menowin Fröhlich nahm 2005 als 17-Jähriger erstmals teil. Er sang sich unter die besten 20. Er schied aus, weil er zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt wurde.

2010 kehrte er zurück. Er gewann alle Mottoshows und galt als Top-Favorit fürs Finale. Als Moderator Marco Schreyl den Sieger verkündete, zuckten Menowins Arme schon zum Jubeln nach oben - aber Mehrzad Marashi gewann mit 56,4 Prozent der Stimmen.

Menowin wurde zur DSDS-Legende. Auch weil er, wie Dieter Bohlen bestens gelaunt erzählte, „ein Vollchaot“ war. Das machte der Pop-Mogul daran fest, dass es nur Menowin wagte, ihn tagelang im Tonstudio warten zu lassen.

Sarah Annabelle Sünwoldt (22) musste wie alle anderen den „Umweg“ über den Golden Room nehmen. Aber sie setzte sich durch. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

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Sarah Annabelle Sünwoldt (22) musste wie alle anderen den „Umweg“ über den Golden Room nehmen. Aber sie setzte sich durch.

Denn die wilde Zeit war nicht vorbei. Immer wieder kam Menowin wegen Alkohol-, Drogen-Delikten, Knastaufenthalten, Verurteilungen in die Schlagzeilen, zuletzt 2024.

Aber das Singen, das hat er nicht verlernt. Auch wenn er sagte, „Es sollte doch nicht um mich gehen, sondern um meine Tochter“, gefiel es ihm schon, dass Dieter Bohlen quasi darum bettelte, dass Menowin noch mal das Mikro schnappen möge. Und er tat's. Mit „I Just Called To Say I Love You“ von Stevie Wonder und so einzigartig wie damals vor 16 Jahren im Casting. Dieter Bohlen standen die Tränen der Rührung und Melancholie in den Augen!

Dann hatte Dieter eine Idee. „Du bist 38? Du könntest ja wieder mitmachen. Vor mir haste ein Ja.“ Während sich Menowin noch zierte, hakte Juror Bushido nach: „Bist du zuverlässig oder bist zu verhindert?“ Das zielte wohl auf „juristische Nebenaktivitäten“. Und da kennt sich auch Bushido aus: Er stand selbst in mehr Fällen vor Gerichten, als Menowin.

Isi Glück fühlt mit Jiepen Fröhlich: „Die tut mir leid“

Menowin kam als Begleiter, sang und siegte: Dieter gab ihm gleich das Recall-Ticket. „Ach komm, du musst doch nicht in den Golden Room.“ Da ging der wiederentdeckte Menowin dann aber doch vorbei und sonnte sich bereitwillig im Glanz des Lobs durch die jungen Mitbewerber. Das hatte was von Superstar-Feeling von damals.

Und zurück blieb, fast unbeachtet, das eigentliche Talent. Jiepen Fröhlich guckte gar nicht mehr so fröhlich, als ihr der Paps so plötzlich und vollumfänglich die Show stahl. Als Menowin mit schillerndem Recall-Ticket abging, trottete sie fast unbeachtet hinterher. Nur Jurorin Isi Glück verabschiedete sich von ihr. Und Isi ahnte, was in Jiepen vorging. „Och, die tut mir gerade richtig leid“, sagte sie. „So, jetzt kommt dann mal der Papa und der kommt in den Recall und sie nicht.“

Timur Gross (19) verblüffte Dieter Bohlen, weil er Justin Biebers „Lonely“ gut performte.

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Timur Gross (19) verblüffte Dieter Bohlen, weil er Justin Biebers „Lonely“ gut performte.

Dieter konnt's nicht wirklich fassen. „Dir tut das Mädchen leid? Aber dafür haben wir jetzt den absoluten Aufreger: Menowin is back!“ Immerhin sieht Dieter den Sänger immer noch im obersten Regal: „Ich war damals völlig von den Socken und ich fand es heute immer noch toll.“

Neben Menowin Fröhlich gab es weitere fünf Recall-Tickets. Neben ihm wurden Jennifer Skutnik (33) aus Fürstenwalde, Timur Gross (19) aus Berlin, Sarah Annabelle Sünwoldt (22) aus Kaltenkirchen und die beiden Österreicher Laurena Tross (23) aus Haiming und Paco Lazar Simic (23) aus Bregenz in die Top 30 berufen.

Die erste von zwei Recall-Folgen gibt es bereits am kommenden Dienstag. Da dürften, wenn der Teaser stimmt, schon die Hälfte der Top 30 wieder aussortiert werden. (tsch)

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