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Es brodelt bei DSDSDieter Bohlen rüffelt Isi Glück: „Geh mal in die Lehre“

Taff Job: Die DSDS-Juroren Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido (von links) sind nicht immer einer Meinung.  (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

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Taff Job: Die DSDS-Juroren Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido (von links) sind nicht immer einer Meinung. 

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Natürlich ist Dieter Bohlen qua Erfolgsgeschichte einzigartig. In der DSDS-Jury wird er aber immer mehr zum Einzelgänger. Jedenfalls kann man nicht behaupten, dass die Jury auf eine - seine - Meinung glattgebügelt ist.

Leon Günther (27) ist schuld. Der junge Mann aus Coburg, Medizinstudent und zudem langjähriger Straßenmusiker, sang bei „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) an Castingtag drei um den Recall-Zettel. Das tat er eigentlich gut, zudem zupfte er zart die Klampfe.

Trotzdem reichte es nicht. Deshalb rumpelte es in der Jury. Denn Isi Glück war anderer Meinung als der Pop-Titan. Und das ist dann halt schon knapp vor der Gotteslästerung.

Dieter Bohlen versteht seine Kollegen nicht: „Ich fühl da nix“

Leon gab sein Bestes. Aber er ließ nach Meinung des erfahrenen Bohlen (72) „den Dreck der Straße“ vermissen. „Bei dir würde ich nicht stehen bleiben.“ Auch Bushido (47) „fehlte das Dreckige“. Nur Jury-Nesthäkchen Isi Glück (35) sah es anders. Und sagte es auch.

„Du bist ein smarter Typ, der gut singen kann. Mir hat's gut gefallen.“ Gut ist bei DSDS zu wenig, wenn zwei Juroren Nein sagen. Leon war raus. Aber erst als er auch aus dem Studio raus war, wurde Klartext gesprochen.

„Es gibt 50.000 Leute, die genau so singen“, murmelte Dieter erklärend zu Isi, die schmallippig „Kann schon sein“ antwortete. Aber Dieter war in Fahrt: „Man kann den Leuten doch keine Sch... erzählen. Der hat keine Chance.“ Aber Isi war immer noch nicht bereit, sich vor dem Pop-Titan in den Staub zu werfen. Deshalb empfahl Dieter Nachhilfeunterricht.

„Keine Chance“? Leon Günther (27) sang gut, aber nicht gut genug. Pop-Titan Bohlen attestierte: „Es gibt 50.000, die genau so singen.“ (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

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„Keine Chance“? Leon Günther (27) sang gut, aber nicht gut genug. Pop-Titan Bohlen attestierte: „Es gibt 50.000, die genau so singen.“

„„Geh mal ne Woche in 'ner Schallplattenfirma in die Lehre und setz dich da hin - was die da alles ablehnen“, riet Dieter seiner Mit-Jurorin. Er machte auch klar, dass er viele Einschätzungen seiner Kollegen nicht teilen könne. „Ihr fühlt da immer was. Und ich fühl da nix. Und dann denk ich immer ‚Oh Gott, warum fühl ich nix‘.“ Anders ausgedrückt: „Man kann ja schnell mal ja sagen, aber so einfach mach ich mir das nicht.“

DSDS-Juror Dieter: „Ich brauch nur die“

Es gab viel Insider-Gespräche zu hören in dem neuen DSDS-Konzept. „Das ist die einzige, die man verwerten kann“, sprach Dieter sehr sachlich und marktorientiert über Leonarda, die gemeinsam mit Geraldine und Melody im Sing-Off um den Recall-Zettel kämpfte. „Ich brauch nur die.“ Und Leonarda war auch die einzige aus dem Trio, die weiterkam.

Drei Talente voller Hoffnung im Sing-Off. Aber nur Leonarda (rechts) fand Gnade vor dem Pop-Titan: „Das ist die einzige, die du verarbeiten kannst.“  (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

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Drei Talente voller Hoffnung im Sing-Off. Aber nur Leonarda (rechts) fand Gnade vor dem Pop-Titan: „Das ist die einzige, die du verarbeiten kannst.“

Oder bei Giovanni Weisheit. Den fand Dieter schon deshalb klasse, weil er wie der DSDS-Sieger von Staffel 17 (2020), Ramon Roselly, auch Artist ist. „Ihr Schausteller, ihr habt's einfach drauf. Das liegt euch im Blut.“ Als Giovanni mit drei Ja-Stimmen in den „Golden Room“ (und später in den Recall) ging, fand Isi: „Der war geil.“ Und Dieter so: „Geil für die Sendung, aber fürs Business ist er auch nicht zu gebrauchen.“ Das ist schon sehr gefühllos für einen, der sonst von seinen Talenten Gefühl und Hingabe und Mut und Einzigartigkeit fordert. Diesmal war Dieter phasenweise vor allem einzigartig miesepetrig.

Neben Leonarda und Giovanni schafften es fünf weitere Kandidaten des dritten Castingtages unter die besten 30. Ob da jemand dabei war, der „Chancen hat“, muss sich weisen. (tsch)

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