„Kitchen Impossible“ Starkoch Tim Mälzer kassiert vernichtendes Urteil – „extrem ekelhaft“

Fernsehkoch Tim Mälzer steht in der Küche seines Restaurants ««Die Gute Botschaft»». Dabei lächelt er leicht in die Kamera.

Star-Koch Tim Mälzer (hier zu sehen am 15. Januar 2021) hat in der Jubiläumsfolge seiner Kochshow „Kitchen Impossible“ zu kämpfen

Zu seiner 50. Folge von „Kitchen Impossible“ bei VOX lud sich Tim Mälzer seine Erzfeindin Haya Molcho ein. „Ich habe eine Rechnung offen“, erklärte er. Doch dann schlug das Karma eiskalt zurück.

Champagner und Glückwünsche versetzten Tim Mälzer in Party-Laune. Die hielt jedoch nur bis zur Punktevergabe an. Denn das Duell gegen Haya Molcho hatte es in sich - wie schon beim ersten Aufeinandertreffen in Staffel fünf. „Ich bin wirklich an Grenzen herangeführt worden, die mich gänzliche Freude am Kochen haben vermissen lassen“, erinnerte sich Mälzer ungerne. „Das ist nur Rache für die niederträchtigen Aufgaben, die sie mir gestellt hat.“ Er warnte: „Ich bin auf Krawall gebürstet.“ Molcho war völlig klar: „Er wird mich bestrafen wollen.“

Teil eins der Bestrafung fand in Mainz statt. Mälzer schickte Molcho aus Rache für sein Kebap-Trauma ans Hähnchenkarussell. „Das muss ein Freak sein“, schätzte Molcho den argentinischen Grillmeister Marcel Speidel ein. Die Überraschung: Im großen Grillhühnchen steckte ein kleines Stubenküken. „Ein Huhn in Huhn?“, erkannte Molcho nach einer perfekten Kräuteranalyse die Problematik. Die Tücke lag im Aufbau des Grillgerüsts. „Bin ich in einer Kochshow oder in einer Werkstatt?“, fluchte die Köchin mit den Einzelteilen in der Hand. „Was ist das für ein Sch... hier?“

Mälzer-Gegnerin verbrennt sich die Füße: „Es hat so wehgetan!“

Das Sahnehäubchen auf Mälzers Rachefeldzug: In der Jury saßen bekannte Kochgrößen wie Frank Buchholz, Wolfgang Müller und Fleischspezialist Lucki Maurer. „Der Lucki?“ Molcho geriet in Panik. „Dann habe ich ja gleich null Punkte.“ Während die Jury schon wartete, baumelte das Hühnchen fast roh über dem Feuer. „Jetzt ist die Hölle da“, stapfte Molcho in der Hektik mit den Turnschuhen in die Glut, bis sich die Sohle auflöste.

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„Oh Sch...!“, schimpfte sie. „Es hat so wehgetan. Es hat gebrannt.“ In der Not grillte die Köchin barfuß weiter. Dann bekam sie auch noch Nasenbluten. „So ein Mist. Gerade jetzt.“ Trotzdem fiel Lucki Maurers gefürchtetes Urteil milde aus: „Das hat sie gut hinbekommen.“ Die Jury gab 6,2 Punkte. Mälzer zollte seiner Konkurrentin Respekt: „Du hast Nasenbluten und verbrennst dir die Füße und lächelst immer noch dabei.“

Die zweite Aufgabe in der VOX-Show „Kitchen Impossible“ musste Haya Molcho in Baiersbronn absolvieren. Als „sympathische Chaotin“ hatte sie massive Probleme mit der gehobenen Küche. „Ich hasse Schnecken“, stieg die Verzweiflung beim Anblick der Spezialität von Jörg Sackmann. Allein die Verkostung stellte eine Herausforderung dar. Das Garen der Weinbergschnecken in heißem Wasser kostete Molcho Überwindung: „Ich hasse, das zu kochen.“ Doch den Stammgästen schmeckte es gut genug für 7,2 Punkte.

Wohlfühlgericht wird für Mälzer zum Lotteriespiel

Vielleicht ließ sich Mälzer zu sehr von seinen Rachegefühlen ablenken, denn die Niederlage wartete in Österreich. In der Nähe von Wien bekam Mälzer Molchos „Wohlfühlgericht“ kredenzt: einen jemenitischen Rindfleisch-Eintopf, auf offenem Feuer zubereitet von ihrem besten Freund Andreas Pohlodek. Mälzer erkannte sofort, warum sich Molcho hier abseits der Profiküche entspannen konnte: „Das ist ein Gericht, das ein Koch nicht kochen kann. Schmorgerichte sind Herzgerichte.“

Das Hauptproblem war die Gewürzvielfalt: „Das ist Lotteriespiel. Jetzt schieße ich mit einer Gewürzschrotflinte auf eine kleine Wachtel.“ Die Bockshornklee-Soße bereitete Mälzer aus Gurken, Feta und Banane zu. Die Jury aus zehn Freunden des Originalkochs fand: „optisch einwandfrei“, aber „der orientalische Geschmack fehlt dabei“. Das Ergebnis: 6,7 Punkte

„Vom Geruch her extrem ekelhaft“

Fiel die erste Bewertung noch sehr gnädig aus, bekam Mälzer die Quittung am Traunsee. Dort wurde er mit der geräucherten Seeforelle des mehrfach ausgezeichneten Jungkochs Lukas Nagl konfrontiert. Trotz filigraner Anordnung gestand Mälzer: „Ein bumsschöner Teller. Simpel, klar.“ Zuversichtlich ging er ans Werk.

Als er nach einer kurzen Verschnaufpause zurück in die Küche kam, schlug das Karma mit voller Wucht zurück. Nagl rümpfte die Nase: „Man riecht es schon. Seine Alkoholreduktion ist angebrannt. Das ist vom Geruch her extrem ekelhaft.“ Mälzer verzweifelte: „Damit waren zwei Stunden Arbeit im Arsch.“ Fünf Minuten blieben ihm, um aus den Zutatenresten eine neue Soße zu machen.

„Disziplinlosigkeit, Panik, Chaos“

Dann schmierte auch noch die Kräutersoße ab: „Ein besch...neres Grün-Grau machen nur die Kühe auf der Wiese.“ Mangels Zeit räucherte Mälzer nicht im Räucherofen, sondern auf dem Herd. Nagl war entsetzt: „Der Tim hat fast einen Feueralarm ausgelöst, wie er geräuchert hat. Die ganze Küche hat gequalmt.“ Die Forelle sah nicht ansatzweise nach dem Original aus.

Die nächste Katastrophe wartete bereits: „Ihm ist der automatische Wasserhahn angegangen, direkt auf dem Räucherfisch. Das ist natürlich sehr bitter.“ Mälzer präsentierte sein Ergebnis: „Einmal Schlachtfeld.“ Zu Recht lautete das Juryurteil „misslungen“. Mälzer gestand sich ein: „Disziplinlosigkeit, Panik, Chaos. Ich habe heute richtig Sch... gebaut.“ Die 5,5 Punkte reichten nicht zum Gesamtsieg - und das ausgerechnet in seiner Jubiläumsfolge. (tsch)

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