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„Zum Bayern-Fan hypnotisieren lassen“Heiner Lauterbach verzweifelt wegen dem 1. FC Köln

Heiner Lauterbach mit seiner Frau Viktoria.

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Heiner Lauterbach mit seiner Frau Viktoria. (Archivbild)

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Stadion-Wut und Papa-Stolz: Der Kölner Schauspieler packt aus, weshalb echte Fan-Treue schmerzt und was ihm persönlich Halt gibt.

Wenn es um den 1. FC Köln geht, redet Heiner Lauterbach Klartext. Der in Köln geborene Star hat unlängst bei Hit Radio FFH preisgegeben, welch emotionale Achterbahnfahrt die Loyalität zu seinem Club bedeutet. Für den 73-Jährigen ist die Verbundenheit mit dem FC eine schicksalhafte Fügung, der man sich mit dem Verstand nicht entziehen kann.

Trotz allem Frust: Lauterbach hält seinem 1. FC Köln die Stange

Er gibt mit einer gehörigen Dosis rheinischen Galgenhumors zu: „Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, mich hypnotisieren zu lassen und Bayern-Fan zu werden, weil es mir dann wesentlich besser ginge.“ Der Zweck dieser gedanklichen Hypnose: Endlich die Nerven am Spieltag bewahren und die ewige Verärgerung durch sportliche Gelassenheit ersetzen.

Tief im Inneren ist ihm jedoch klar, dass man sich seinen Herzensverein nicht aussuchen kann. Seine Fassungslosigkeit über die eigene Leidensbereitschaft bespricht er oft mit Leidensgenossen: „Ich sage ja am Wochenende auch immer zu meinem Freund: Was haben wir denn eigentlich für ein Hobby, dass wir uns jedes Wochenende ärgern? Das kann ja nicht sein.“

Der Filmstar über sein privates Glück mit Tochter Maya

Nicht nur beim Fußball, sondern gerade im Familienleben zeigt der Mime seine gefühlvolle Ader. Das Verhältnis zu seiner Tochter Maya beschreibt Lauterbach als außergewöhnlich eng und besonders. Auf Wunsch seiner Gattin Viktoria trägt Maya den Vornamen seiner Mutter – eine Geste, die er voller Stolz annahm. Dieser familiäre Zusammenhalt ist für Lauterbach offensichtlich ein zentraler Fixpunkt, während er beruflich stets neue Pfade beschreitet.

Inzwischen gibt er seine Erfahrungen an Jüngere weiter und unterrichtet an der Macromedia Hochschule. Dabei stellt er eines klar in den Vordergrund: Passion ist für ihn entscheidender als bloße Begabung. Er ist überzeugt, dass ohne diese innere Glut keine Tätigkeit langfristig erfüllend ist, ganz gleich, ob man auf der Bühne glänzt oder einen Bus durch die Straßen lenkt.

Bescheidenheit trotz Erfolg: Die Rolle des Zufalls

Lauterbach bleibt trotz einer Dekaden umspannenden Karriere bescheiden und schaut verwundert auf seine eigene Laufbahn. Einen erheblichen Teil seines Erfolgs führt er auf pures Glück zurück. Insbesondere sein großer Erfolg mit dem Film „Männer“ war ein Volltreffer, der sein Dasein von heute auf morgen komplett umkrempelte.

Bis heute legt er Wert auf die Kooperation mit Begabungen, die ihn nicht nur professionell, sondern auch zwischenmenschlich beeindrucken, zum Beispiel Regisseur David Dietl. Dessen Vater Helmut Dietl hat er als genial, aber auch als schwierige Persönlichkeit im Gedächtnis. Umso mehr weiß er die einfühlsame Stimmung bei Dreharbeiten mit dem Sohn zu schätzen.

Genau dieser Mix aus Passion und Demut ist es, der Lauterbach motiviert – selbst wenn er am kommenden Wochenende wahrscheinlich erneut mit seinem FC mitfiebern und bangen muss. (jag)

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