Bei den Grammy Awards in Los Angeles ist Kendrlck Lamar mit den meisten Awards nach Hause gegangen: Fünf Auszeichnungen gingen an den Rapper. Geschichte schrieben hingegen Bad Bunny und Billie Eilish.
Grammy AwardsBad Bunny und Billie Eilish schreiben Musik-Geschichte

Copyright: 2026 The Recording Academy/Kevin Winter
Bad Bunny gewann als erster lateinamerikanischer Künstler den Grammy für das beste Album des Jahres. (Bild: 2026 The Recording Academy/Kevin Winter)
In Los Angeles sind zum 68. Mal die Grammy Awards vergeben worden. Dominiert wurde die wichtigste Preisverleihung der Musikbranche von Hip-Hop-Künstler Kendrick Lamar, der fünf Preise abräumte, darunter die Auszeichnung für die beste Aufnahme für „Luther“, einem Duett mit SZA, und das Rap-Album des Jahres für „GNX“. Die begehrte Trophäe für das beste Album des Jahres ging ebenfalls an einen Rap-Star: Bad Bunny triumphierte mit seiner LP „Debí Tirar Más Fotos“.

Copyright: 2026 The Recording Academy/Kevin Winter
Gemeinsam mit ihrem Bruder und Produzenten Finneas O'Connell nahm Billie Eilish zum dritten Mal den Preis für den besten Song entgegen. (Bild: 2026 The Recording Academy/Kevin Winter)
Der Sieg des Musikers aus Puerto Rico darf als geschichtsträchtig gelten: Es ist das erste Mal, dass ein Künstler aus Lateinamerika die Auszeichnung gewinnt. Bad Bunny hat maßgeblich zur Popularisierung spanischsprachigen Hip-Hops in der Welt beigetragen. Einen Rekord stellte indes Billie Eilish auf: Die Sängerin gewann für „Wildflower“ den Preis für den besten Song des Jahres. Es handelt sich um ihren dritten Sieg in dieser Kategorie - das ist bislang noch niemand anderem gelungen.
Weitere Awards gingen an Lady Gaga für das beste Pop-Album (“Mayhem“) sowie die beste Dance-Pop-Aufnahme (“Abracadabra“) und Newcomerin Lola Young für die beste Pop-Solo-Performance (“Messy“). Als bestes Rock-Album wurde „Never Enough“ von Turnstile ausgezeichnet, die New-Wave-Titanen The Cure gewannen in der Alternative-Kategorie zwei Preise. Pop-Ikone Cher wurde mit einem Preis für ihr Lebenswerk geehrt.
Kritik an Donald Trumps Einwanderungspolizei
Als beste neue Künstlerin wurde die britische Soul-Sängerin Olivia Dean ausgezeichnet. Insgesamt wurden 95 Preise vergeben, die meisten davon bereits vor der live im Fernsehen übertragenen Show, die zum sechsten und letzten Mal vom ehemaligen „Daily Show“-Host Trevor Noah präsentiert wurde. Live in der Show traten unter anderem Lady Gaga, Sabrina Carpenter, Bruno Mars, Tyler the Creator und Justin Bieber auf.
Vor allem Justin Biebers lediglich in einer Boxershort bestrittener erster großer Auftritt seit vier Jahren machte Schlagzeilen. Post Malone sang in einer Tribut-Performance an Ozzy Osbourne Black Sabbaths „War Pigs“, Lauryn Hill ein Medley in Erinnerung an D'Angelo und Roberta Flack.
Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler nutzten die Bühne der Grammy Awards aus, um sich gegen die brutale Migrationspolitik der Trump-Regierung auszusprechen. „Auf gestohlenem Land ist niemand illegal“, sagte etwa Billie Eilish. Bad Bunny begann seine Dankesrede mit den Worten „ICE raus“ - ICE ist die Einwanderungspolizei, die Trump nutzt, um vermeintlich illegale Einwanderer ausfindig zu machen. In Minneapolis sind 2026 bereits zwei Menschen von ICE-Agenten öffentlich getötet worden. (tsch)

