Angesichts autoritärer Tendenzen in den USA hat Frank Buschmann Bedenken über die anstehende Fußball-WM in dem Land. Selbst ob er das Event beruflich vor Ort begleiten könnte, weiß der Moderator nicht sicher: Dafür habe er sich womöglich in den sozialen Medien zu oft kritisch geäußert.
„An Absurdität nicht zu überbieten“Frank Buschmann kritisiert anstehende WM in den USA

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Frank Buschmann hat wegen der Beteiligung der USA an der Austragung der Fußball-WM 2026 starke Bedenken. (Bild: 2015 Getty Images/Florian Ebener)
Die Fußball-WM 2026 wird in Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten von Amerika stattfinden. Aufgrund des brutalen Vorgehens der US-Regierung gegen Migranten und Donald Trumps konfrontativer Außenpolitik mehren sich kritische Stimmen: Sie sehen in der Austragung der Weltmeisterschaft im mächtigsten Land der westlichen Welt eine Legitimierung des zunehmenden Autoritarismus in Washington.
Zu diesen kritischen Stimmen hat sich nun auch Sportmoderator Frank Buschmann gesellt. Weil er „kein gutes Gefühl hätte“, würde er nicht zu der WM fahren, sagte Buschmann dem „Tagesspiegel“. „Ich habe dieses Land geliebt, ich war über viele Jahre ständig dort“, stellt der 61-Jährige klar. Nun aber fühlten sich die USA „wie ein Pulverfass“ an. „Es werden Kinder festgesetzt, Menschen erschossen“, verurteilte er das Verhalten der Behörden. Der Friedenspreis, den die FIFA US-Präsident Trump verliehen hat, sei „an Absurdität nicht mehr zu überbieten“.
Eine WM ohne die USA?
Schon im Januar hatte sich der Sportexperte kritisch dazu geäußert, dass die Weltmeisterschaft teilweise in den USA ausgetragen werden soll - und wagte ein Gedankenspiel: „Was wäre es doch für ein starkes Zeichen, wenn die Europäer alle miteinander auf eine WM-Teilnahme verzichten würden, Mexiko und Kanada als Gastgeber zurücktreten würden und alle gemeinsam im Sommer ein alternatives Turnier eben in Kanada und Mexiko spielen würden“, schrieb er in einem Beitrag auf Instagram.
Mit seiner Kritik würde Buschmann sich auch dann nicht zurückhalten, wenn er bei der WM beruflich zum Einsatz käme. Allerdings ist er sich aufgrund der restriktiven Einreisepolitik der US-Regierung und „angesichts dessen, was ich in den vergangenen Jahren so in den sozialen Medien geschrieben habe“ ohnehin nicht sicher, dass er in das Land gelassen würde.
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