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Über 40 Jahre stand er auf der Bühne Kult-Komiker Fips Asmussen (†82) ist tot

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Fips Asmussen ist tot. Der Comedian starb am 11. August 2020 im Alter von 82 Jahren in seiner Heimatstadt Querfurt.

Querfurt – Der Komiker Fips Asmussen ist tot.

Der gebürtige Hamburger gehörte seit den 70er Jahren zu den bekanntesten Alleinunterhaltern Deutschlands. Er sei bereits am Sonntag gestorben, sagte seine Lebensgefährtin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Asmussen wurde 82 Jahre alt. Seine Witze füllten Bühnenabende, Bücher, Musik-Kassetten, Schallplatten und CDs. Allein 7,5 Millionen Tonträger wurden verkauft.

Fips Asmussen: Matrosen-Outfit als Markenzeichen

Seine Gags kamen oft rasch zur Pointe, etwa dieser: „Ich hab' heute Morgen in den Spiegel geschaut und gesagt: »Ich kenn' dich nicht, aber ich rasier' dich trotzdem.«“ Weil die Sprüche so griffig waren, gingen sie oft in den Volksmund über.

Sein Matrosen-Outfit als Markenzeichen legte Asmussen im Laufe der Jahre ab. Noch im hohen Alter blieben aber der wilde Lockenkopf und sein norddeutscher Akzent seine Markenzeichen.

Asmussen hatte ursprünglich in der Werbung gearbeitet. Ende der 60er Jahre legte er sich in Hamburg die Kabarett-Kneipe „Violette Zwiebel“ zu. Dort war er Wirt und unterhielt das Publikum. Das war der Beginn einer großen Bühnenkarriere. Mit Stars wie Roy Black und Heino trat er in deutschen Clubs in den USA auf. Asmussen lebte zuletzt in Querfurt in Sachsen-Anhalt.

Fips-Asmussen-Witze wie: „Neulich ging einer nackt zum Finanzamt...“ 

Fans von Asmussen, der mit bürgerlichem Namen Rainer Pries hieß, ehrten ihn am Dienstag auf Twitter mit Witzen aus seinem riesigen Repertoire.

Zum Beispiel diesem: „Neulich ging einer nackt zum Finanzamt, damit ihm keiner mehr was wegnehmen kann. Denkste! Nach ner halben Stunde kam er wieder raus mit einem Schild vorne und hinten an seinem nackten Körper: Gas & Wasser abgestellt“.

Oder: „Letztens, als ich auf der Hamburger Reeperbahn war, hatten Polizisten einen verschlossenen Sarg auf der Straße gefunden. Die bekamen den einfach nicht auf. Warum auch! War ja ein Zuhälter drin.“

Fips Asmussen starb in Krankenhaus in Querfurt

Asmussen hatte in den vergangenen Tagen in seiner Heimatstadt Querfurt in Sachsen-Anhalt im Krankenhaus gelegen. Die Ursache für Fips Asmussens Tod war zunächst noch nicht bekannt.

Eine traurige Nachricht, nicht nur für seine Angehörigen. Nach Bekanntwerden meldete sich etwa auch TV-Comedian Oliver Kalkofe und gab seine Anteilnahme öffentlich bekannt.

Oliver Kalkofe und Torsten Sträter über Fips Asmussens Tod

„Traurige Nachricht! Deutschlands erster Schnellfeuer-Witzewerfer und Kult-Kalauer-König mit Minipli Fips Asmussen ist tot“, schrieb Kalkofe auf Twitter. „Auch wenn er nie wirklich über meine Parodie lachen konnte, ich habe seine Auftritte immer sehr genossen.“

Auch Torsten Sträter bekundete sein Beileid auf Twitter. „Der große, stilbildende Schöpfer tausender Witze, das Urgestein, Fips Asmussen, ist tot. Wir haben ihn verehrt und natürlich bestohlen. Eine Minute Ruhe bitte.“

(dpa/jv)

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