Jürgen Milski legt sich fest: Ein Landwirt und eine Ex-Spielerfrau könnten im Dschungelcamp weit kommen.
Dschungelcamp 2026Jürgen Milski hat Favoriten: „Kommt sowieso anders“
Aktualisiert
Jürgen Milski (62), Reality-Star (u.a. „Big Brother“, „Let's Dance“) und Partyschlagersänger, hat eine Woche vor dem Start der neuen Staffel von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ erste Favoriten für das Dschungelcamp ausgeguckt.
„Ja, das ist der Patrick, unser Bauer“, sagte der ehemalige Dschungelcamper (Milski belegte Platz 5 in Staffel 10, 2016) der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Rande des Mallorca-Musicals „Malle Olé!“ in Duisburg. „Und ich glaube auch, dass Simone Ballack sehr weit kommen wird.“
Dschungelcamp 2026: Jürgen Milski hat zwei Favoriten
Der TV-Landwirt Patrick Romer, bekanntgeworden durch die Kuppelshow „Bauer sucht Frau“, und Simone Ballack, frühere Frau des Fußballstars Michael Ballack, gehören zu den zwölf Kandidatinnen und Kandidaten, die um die Dschungelkrone spielen werden.
Die Reality-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ startet am 23. Januar (20.15 Uhr auf RTL und bei RTL+) in ihre 19. Staffel.
Kritik, dass viele Kandidaten – etwa Reality-Star Umut Tekin oder „Produkttest-Legende“ Hubert Fella („Hot oder Schrott – Die Allestester“) – noch keine ganz große Prominenz haben, lässt Milski zudem nicht gelten.
„Das haben wir ja jedes Jahr, dass immer wieder angesprochen wird: „Hey, da sind ja Protagonisten, die kenne ich ja gar nicht! Und genau diese Protagonisten sind immer zum Teil Alleinunterhalter für die Sendung geworden“, erklärte er. Sein Rat sei, da lieber mal die „Füße stillzuhalten“. „Es kommt sowieso alles anders, wie man denkt bei diesem Format“, sagte Milski.
Hier die vorläufigen Sendetermine der aktuellen Staffel von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“:
- Folge 1: Freitag, 23. Januar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 2: Samstag, 24. Januar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 3: Sonntag, 25. Januar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 4: Montag, 26. Januar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 5: Dienstag, 27. Januar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 6: Mittwoch, 28. Januar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 7: Donnerstag, 29. Januar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 8: Freitag, 30. Januar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 9: Samstag, 31. Januar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 10: Sonntag, 1. Februar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 11: Montag, 2. Februar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 12: Dienstag, 3. Februar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 13: Mittwoch, 4. Februar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 14: Donnerstag, 5. Februar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 15: Freitag, 6. Februar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 16: Samstag, 7. Februar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Folge 17 (Finale): Sonntag, 8. Februar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Das große Wiedersehen: Montag, 9. Februar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
- Das Nachspiel: Sonntag, 22. Februar 2026, 20.15 Uhr bei RTL
Dschungelcamp 2026: Selten wurde ein Cast so intensiv diskutiert
Schon jetzt steht fest: Selten wurde ein Cast so intensiv diskutiert wie in diesem Jahr. Warum ist das so? Hier ein Beipackzettel zur Meinungsbildung.
Der Reiz-Kandidat: Für die einen ist Musiker Gil Ofarim (43) ein rotes Tuch – für die anderen der logischste Dschungelcamper aller Zeiten. 2021 erhob der Sänger Antisemitismus-Vorwürfe gegen einen Hotelmitarbeiter. Der Mann habe ihn aufgefordert, seine Kette mit Davidstern abzunehmen. Später gestand Ofarim vor Gericht, dass er die Vorwürfe erfunden habe, und entschuldigte sich. Das Verfahren wurde eingestellt. Als Auflage musste er 10.000 Euro zahlen.
In der Logik von Reality-TV ist das eigentlich eine äußerst fruchtbare Gemengelage. Nach der juristischen kann nun die moralische Bewertung vor Kameras folgen. Ofarims Fall eignet sich perfekt für eine Art Scherbengericht zwischen Kakerlaken und Plumpsklo.
Ofarim selbst sagte RTL, dass er ins Dschungelcamp gehe, um sich „etwas zu beweisen und dem Publikum die Möglichkeit zu geben, sich eine eigene Meinung über mich zu bilden.“ An Meinungen wird es gewiss nicht mangeln. Aber ob Ofarims Geschichte zu Unterhaltung oder doch eher zu Überforderung führt – das ist noch offen.
Der Reality-Krawall
Oft werden Konfliktlinien bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ bereits über die Auswahl der Kandidaten leise angelegt. Dann scheppert er irgendwann. Wurde daran auch bei der Verpflichtung der beiden Reality-Sternchen Samira Yavuz und Eva Benetatou für die neue Staffel gedacht?
Wer nicht ganz so tief in den Reality-Kosmos vorgedrungen ist – und es auch nicht vorhat –, muss wissen: Samira Yavuz war früher mit Serkan Yavuz zusammen, ebenfalls Veteran des Genres. Man trennte sich – was bei Paaren vorkommt. Die dramataugliche Würze kam hinzu, als sich Eva Benetatou äußerte und auf Instagram erklärte, „eine einmalige intime Begegnung“ (RTL.de) mit Serkan gehabt zu haben. Er selbst gab später zu, dass der Seitensprung in eine Zeit gefallen sei, in der Samira mit dem zweiten gemeinsamen Kind schwanger war.
Die große Black-Box-Fraktion
So grell die Nominierungen von Gil Ofarim, Samira Yavuz und Eva Benetatou wirken, so nebulös erscheint, was vom restlichen Kandidaten-Reigen zu erwarten ist. Die Sehnsucht nach dem klassischen prominenten Namen dürften Simone Ballack, frühere Frau von Fußballstar Michael Ballack, und Hardy Krüger jr. bedienen können. Auch Mirja du Mont ist seit Jahren boulevardgestählt. Aber dahinter?
Kandidaten wie Reality-Protagonist Umut Tekin, „Bauer sucht Frau“-Bauer Patrick Romer und „Produkttest-Legende“ Hubert Fella („Hot oder Schrott – Die Allestester“) sind in anderen Formaten zwar schon auffällig geworden, dürften Teilen des Mainstream-Publikums aber auch noch recht unbekannt sein.
Nacktmodell Micaela Schäfer, die 2012 im Dschungelcamp hauste, hält das Ensemble allerdings für vielversprechend. Sie finde den Cast „super“, sagt sie der dpa.
Es sei wieder eine Mischung aus „Nachwuchs-Reality-Sternchen“ und „gestandenen Größen“ à la Hardy Krüger jr. – und so ein Aufeinandertreffen sei immer spannend. Vor allem von Seiten der Vertreter aus den klassischen Prominenz-Berufen. „Weil oft denken die im normalen Leben, sie sind etwas Besseres. Weil: Sie sind ja Schauspieler“, sagt Schäfer. „Da müssen sie halt mit denen auch mal reden.“ (dpa)
