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Jury spricht von KunstwerkDeutscher Kamerapreis für die Netflix-Doku über Haftbefehl

Deutscher Kamerapreis für Schnitt bei Haftbefehl-Doku

Copyright: Christophe Gateau/dpa

Die Doku über Rapper Haftbefehl war eines der großen Gesprächsthemen im vergangenen Jahr. (Archivfoto)

Kamerapreis für die Netflix-Doku über Haftbefehl

Riesige Anerkennung für die kreativen Köpfe hinter der vielbeachteten Netflix-Produktion „Babo - Die Haftbefehl-Story“! Den Deutschen Kamerapreis erhalten drei Schnitt-Spezialisten: Philipp Schnabel, David Gesslbauer und Marco Rottig. Laut Urteil der Jury hat das Trio für die visuellen Eindrücke des Werks einen „derart exzellenten Schnittrhythmus“ kreiert, was die Verantwortlichen als ein „Gesamtkunstwerk“ bezeichneten.

Die Dokumentation fessle das Publikum über die vollen 90 Minuten, so die offizielle Begründung. Diese herausragende Arbeit sicherte Schnabel, Gesslbauer und Rottig die Ehrung in der Sparte „Bester Schnitt / Doku Screen“.

Haftbefehl-Doku: Vom Rap-Star in die Abgründe

Die Produktion über Haftbefehl, den Rapper mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan, entwickelte sich im Vorjahr zu einem massiven Streaming-Erfolg. Sie zeichnet den dramatischen Weg des Künstlers nach, von seinem rasanten Aufstieg bis zu den tiefen psychischen Krisen und einer Drogensucht, die für ihn fast tödlich endete.

In diesem Jahrgang gehen die Trophäen des Deutschen Kamerapreises an insgesamt sieben Kamera-Profis sowie sechs Fachleute für den Schnitt. Unter den Gewinnern sind zum Beispiel Fabian Gamper („In die Sonne schauen“) im Bereich „Beste Kamera / Fiktion Kino“, Frank Griebe („Delicious“) im Bereich „Beste Kamera / Fiktion Screen“ und die selbstständige Kamerafrau Birgit Bebe Dierken („The Secret Assistants“) im Bereich „Beste Kamera / Kurzfilm“.

Ehrenpreis für „Bandits!“-Legende Torsten Breuer

Eine ganz besondere Würdigung erhielt Torsten Breuer: Ihm wurde der Ehrenpreis verliehen. Seine visuelle Handschrift hat über mehr als drei Jahrzehnte deutsche Filmhits geformt. Dazu zählen „Bandits!“, „Pünktchen und Anton“ sowie „Die Welle“. Der 1954 auf Norderney geborene Kameramann wurde vom Kuratorium mit den Worten „herausragende Persönlichkeit seines Fachs“ gelobt.

Seit 1982 zeichnet der Deutsche Kamerapreis exzellente Arbeit bei der Bildgestaltung sowie in der Montage aus. Die Organisation der feierlichen Verleihung liegt maßgeblich in der Verantwortung des WDR. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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