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„Das perfekte Dinner“Koch Rainer jubelt seinen Gästen unfassbar viel Alkohol unter

Dinner-Tag 1 in Marburg geht schnell rum – für manche der Gäste von Rainer (Mitte) fast ein bisschen zu schnell.

Dinner-Tag 1 in Marburg geht schnell rum – für manche der Gäste von Rainer (Mitte) fast ein bisschen zu schnell.

In Cölbe bei Marburg startet eine neue Dinner-Woche, die vielleicht schon an Tag eins einen Rekord verbuchen kann. Denn kaum haben sich die Gäste an den Tisch gesetzt, sind die drei Gänge auch schon rum.

Der 66-jährige Rainer, Anästhesiepfleger in Rente, ist die Ruhe in Person. In seiner roten Küche bereitet er tiefenentspannt alles für den Abend vor. „Geduld ist angesagt“, erklärt er seine intensive Pannacotta-Rührtechnik an Tag 1 von „Das perfekte Dinner“ in Marburg. Denn als Menü hat er sich Folgendes ausgedacht:

Vorspeise: Lasst Euch überraschen. Hauptspeise: Brasato von der Ochsenbacke mit Kartoffel-Kürbisstampf. Nachspeise: Pannacotta mit Mangopüree und kandierten Orangenfilets

„Für mich ist das Glas immer halb voll, nie halb leer“, grinst Rainer in die Kamera. Lebensmotto oder Tatsache? Der Wein-Liebhaber spart beim Kochen jedenfalls nicht an Prozenten. „Da steht: eine halbe Flasche Portwein“, also schüttet Rainer den Flascheninhalt großzügig in den Topf.

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„Das perfekte Dinner“ – Die Gäste tippen: „Eine Frau um die 50“

Derweil rätseln Kurt (63) und Amira (27): Mann oder Frau? Kurt: „Ochsenbacken sind normalerweise Männer.“ Amira: „Pannacotta mit Mangopüree aber Frauen.“ Chantal (37) und Zafi (38) sind sich einig: „Eine Frau um die 50.“

Außer Kurt sind also alle überrascht, als der Mittsechziger Rainer die Tür öffnet. Der hat sich schon vorher einen Aperitif gegen die Nervosität gezwitschert. Qualitätskontrolle quasi. Kann man servieren. „Mit Alkohol hat keiner ein Problem?“, fragt Rainer in die Runde.

„Wir sind wie verrückt auf die Überraschung gespannt“, wartet Kurt auf die Vorspeise. Es gibt Auberginen mariniert mit Vinaigrette aus fermentierten schwarzen Knoblauchzehen auf Joghurt mit Pinienkernen. Rainer ist ein Mann der klaren Antworten: „Ja“, „Nein“ und vielleicht auch mal eine Info wie „im Backofen“ kurbeln das Gespräch bei Tisch nur mäßig an.

Durch das Interesse der Gäste am schwarzen Knoblauch gerät er doch noch in Plauderlaune – das Eis ist gebrochen. Doch Zafi ist ein bisschen enttäuscht: „Ich habe mir als Überraschung etwas ganz anderes vorgestellt. Ich dachte wirklich, da kommt noch irgendwas drauf. So Konfetti.“

„Das perfekte Dinner“: „Eineinhalb Liter Rotwein und ein halber Liter Portwein“

In der Küche gönnt sich der Gastgeber schnell ein Gläschen Wein, bevor er sich an die Ochsenbacken macht. „Super zart. Die Soße ist auch der Hammer“, schwärmt Zafi. Kurt stimmt zu: „Das Bäckchen, absolut gut gemacht. Die Soße war toll.“ Rainer verrät sein Geheimrezept: „Es sind eineinhalb Liter Rotwein drin und ein halber Liter Portwein.“

Unter Beobachtung und großem Jubel der anderen stürzt Rainer erfolgreich die Pannacotta aus den Schälchen auf die Teller. „Moment, es gibt noch das Dessert-Getränk dazu“, mahnt er zur Geduld.

Ein 100 Jahre alter Sherry rundet den Nachtisch um Punkt 20.30 Uhr ab. Zafi schaut auf die Uhr: „Auf dein Rekord-Dinner!“ Kurt lacht: „So schnell war noch niemand!“ Rainer stößt mit allen an: „So schnell wie Rainer ist keiner!“

„Das perfekte Dinner“ – Zafis Fazit: „Gefühlt zu flott“

Aber ist schneller auch besser? Amira: „Die zeitliche Abfolge war richtig flott.“ Zafi: „Ich fand sie sogar gefühlt zu flott.“ Rainer hebt zum Abschluss sein Glas.

„Ihr seid wirklich angenehme Gäste gewesen. Darauf noch einen kleinen Schluck.“ Das Kompliment gibt Kurt zurück: „Ein guter Einstiegs-Gastgeber.“ Die Ausbeute: 29 Punkte. (tsch)