Wegen Mats' Wechsel zum BVB Cathy Hummels litt an schweren Depressionen

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Cathy Hummels (hier im Januar 2020 in Berlin) spricht offen über Depressionen.

Dortmund/München – Jetzt packt sie über ihre Vergangenheit aus. Auch über ihre dunkelsten Phasen.

Cathy Hummels (32) hat jetzt in einem Interview mit dem Magazin „Bunte“ enthüllt, dass sie jahrelang todunglücklich war und unter schweren Depressionen litt.

„Ich bin jetzt genau an dem Punkt, wo ich dazu bereit bin. Millionen Menschen leiden an Depressionen. Leider wird dieses Thema unter den Tisch gekehrt, da es den Betroffenen peinlich ist“, so die 32-Jährige. 

Cathy Hummels: Depressionen und Selbstmordgedanken

Cathy über ihre Krankheit: „Ich wollte perfekt sein, ließ nach außen keine Schwäche zu. Bis mein Körper und mein Geist komplett zusammengebrochen sind. Ich saß im Auto in der Tiefgarage und bekam meine erste krasse Panikattacke.“

Sogar Selbstmordgedanken kamen ihr: „Als ich die Straße überquerte, ging mir durch den Kopf, dass es egal sei, wenn mich jetzt ein Auto überfahren würde. Diese Gedanken hatte ich mehrfach. Ich empfand mein Leben als nicht mehr lebenswert.“

Neben einer Psychotherapie half ihr auch ihr Mann Mats Hummels aus der Krise. „Mats war in dieser schwierigen Zeit absolut für mich da. Liebevoll, ohne Druck. Ebenso meine Familie.“

Schonungslos offen berichtet die Moderatorin auch in ihrem neuen Buch „Mein Umweg zum Glück“ (ab 24. September, Benevento Verlag) über die Krankheit.

Laut ersten Passagen, die „Bild“ veröffentlichte, hatte Hummels die stärksten Depressionen, nachdem sie 2008 mit Mats nach Dortmund gezogen war. Dieser war damals vom FC Bayern München zum BVB gewechselt. 

Cathy Hummels mobbte als Schülerin ihren Lehrer

Cathy schreibt: „Die Fragen und Gedanken hörten nicht auf zu kreisen. Was, wenn Du einfach nicht mehr da wärst? Dann wäre das Ganze endlich vorbei. Du könntest endlich wieder entspannen.“

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War in der schweren Zeit ein wichtiger Halt: Cathy Hummels mit ihrem Ehemann Mats (hier beim Besuch des Oktoberfest in München 2017).

In ihrem Buch erzählt Hummels auch, wie sie mit 14 Jahren gemeinsam mit mehreren Mitschülerinnen einen Lehren übel mobbte.

Sie schreibt: „Ich mobbte, um cool zu sein. Ich wollte dazugehören, auf Teufel komm raus, obwohl es überhaupt nicht meinem Naturell entspricht, andere zu beleidigen oder zu schikanieren.“

Beratung und Seelsorge in schwierigen Situationen

Ihre Gedanken hören nicht auf zu kreisen? Sie befinden sich in einer scheinbar ausweglosen Situation und spielen mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen? Wenn Sie sich nicht im Familien- oder Freundeskreis Hilfe suchen können oder möchten – hier finden Sie anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote:

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichen Sie rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen Sie Ihre Sorgen und Ängste teilen können. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de

Kinder- und Jugendtelefon: Das Angebot des Vereins "Nummer gegen Kummer" richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Samstag nehmen die jungen Berater des Teams "Jugendliche beraten Jugendliche" die Gespräche an. nummergegenkummer.de

Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Ein Teil von ihnen spricht auch türkisch. mutes.de

Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de

Diese Phase hat sie – glücklicherweise genau wie ihre Depressionen – inzwischen hinter sich gelassen.

Übrigens: Nach Mats' zweitem Wechsel zum BVB blieb Cathy mit Sohn Ludwig in München wohnen, pendelt zwischen der bayrischen Landeshauptstadt und der Ruhrpott-Metropole hin und her. (sku)

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