Lukas Podolskis Döner-Kette Mangal verkauft ab sofort einen fertigen Dürüm bei Rewe.
Bundesweit im KühlregalPoldi bringt neues Produkt in die Rewe-Märkte

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Lukas Podolksi in einem Mangal-Store am Kölner Flughafen. (Archivbild)
Mittagspause, der Magen knurrt, aber bis zum nächsten Dönerladen ist es zu weit. Genau für diesen Moment hat sich Lukas Podolski etwas überlegt. Statt am Grillspieß gibt es seinen Dürüm ab sofort zwischen Joghurt und Aufschnitt im Kühlregal, fertig gerollt und in Folie verpackt.
Seine Kölner Kette „Mangal Döner“ bringt zusammen mit dem Neusser Hersteller Natsu den „Poldis Dürüm To Go“ auf den Markt. Verkauft wird er bundesweit nur bei Rewe. Los geht es am 5. Oktober 2026, in der Region München eine Woche später, am 12. Oktober.
Das steckt im Kühlregal-Dürüm
In dem gerollten Weizenfladen stecken laut Hersteller gegrilltes Kalbfleisch, Joghurt-Dill- und Joghurt-Knoblauch-Soße, eingelegter Rotkohl, Krautsalat, rote Zwiebeln und Hirtenkäse. Die Füllmenge liegt bei 300 Gramm. Man kann den Dürüm kalt essen oder aufwärmen. Ein Preis wird nicht genannt.
Für Mangal ist das Produkt eine Premiere. Die Kette ist schon länger mit tiefgekühltem Dönerfleisch unter dem Namen „Das Filet der Straße“ im Supermarkt vertreten. Eine fertige Mahlzeit für das Kühlregal gab es bisher nicht.
Podolski selbst sagt dazu: „Ich bin mit Döner aufgewachsen und weiß, worauf es beim Geschmack ankommt.“ Geschäftsführer Marco Schepers erklärt näher, warum die Kette in den Supermarkt will: „Durch die bundesweite Einführung bei REWE erreichen wir auch Menschen an Orten, an denen wir noch kein Restaurant betreiben.“ Laut eigenen Angaben ist Mangal in mehr als 20 deutschen Städten sowie in Polen und den Niederlanden vertreten. Zusammen mit Franchisepartnern betreibt die Kette mehr als 50 Restaurants.
Gegründet wurde das Konzept 2016 von Weltmeister Podolski und dem Gastronomen Metin Dag, Firmensitz ist Köln.
Hergestellt wird der Dürüm von Natsu. Das Unternehmen produziert seit mehr als 20 Jahren gekühlte Fertigprodukte wie Wraps, Sandwiches und Sushi für Handelsketten in Westeuropa.
„Unsere Aufgabe war es, den charakteristischen Mangal-Geschmack in ein verzehrfertiges Format zu übertragen, das den Anforderungen des Lebensmitteleinzelhandels entspricht und kalt ebenso wie warm funktioniert“, erklärt Tim Hörnemann, Chef und Inhaber der Natsu Group.
Promis im Supermarkt: Erst der Hype, dann der Absturz
Ob der Dürüm sich gut verkauft und schmeckt, entscheiden am Ende die Kunden. Andere Promi-Produkte zeigen, dass es schnell bergab gehen kann nach einem anfänglichen Super-Hype. Das bekannteste Beispiel ist Rapper Capital Bra. Nach seiner Tiefkühlpizza „Gangstarella“ brachte er 2021 den Eistee „BraTee“ in die Supermärkte. Die Händler kamen anfangs kaum mit dem Nachfüllen hinterher. Kurz darauf brach der Umsatz laut „Lebensmittel Zeitung“ um rund 70 Prozent ein. BraTee blieb trotzdem der meistverkaufte Promi-Eistee.
Bei der Konkurrenz lief es unterschiedlich. Die zunächst gehypte Startup-Marke „4Bro“ verlor zuletzt etwa 35 Prozent Umsatz. „Dirtea“ von Rapperin Shirin David, die zur Krombacher-Tochter Drinks&More gehört, wuchs ebenfalls anfangs schnell, um sechs Prozent. Nach Produktions- und Qualitätsschwierigkeiten verschwanden die Dosen dann wieder und kehrten im vergangenen Jahr in überarbeiteter Form zurück.
Podolskis Mangal hat da einen Vorteil: Hinter der Marke stehen auch echte Restaurants und nicht nur ein bekannter Name. Das Dönerfleisch „Das Filet der Straße“ gibt es schon seit Jahren bei Rewe und Kaufland. (mg)
