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„Was ich beim FC immer wollte“Podolski verwirklicht sich seinen Fußball-Traum

Nach seiner langen Karriere konzentriert sich Lukas Podolski voll auf das Geschäftsleben. Im Mittelpunkt steht sein Klub Gornik Zabrze in Polen.

Die Fußballschuhe hat Lukas Podolski inzwischen ausgezogen, der Sport bleibt aber auch nach der aktiven Laufbahn ein Lebensthema für den Weltmeister.

Der langjährige Nationalspieler ist inzwischen nicht mehr als Profi, sondern als Vereinsbesitzer im Einsatz. Im Interview mit unserer Redaktion spricht Podolski darüber mit hörbarer Begeisterung.

Podolski als Besitzer vollzeit im Klub involviert

Podolski kann sich nun ganz auf seine geschäftlichen Aufgaben konzentrieren. Die Rolle des Klubeigentümers bei Gornik Zabrze füllt ihn offenbar aus. „Die Aufgabe macht mir riesigen Spaß“, sagt er. Gleichzeitig legt er Wert auf eine klare Abgrenzung: „Ich verstehe mich nicht als klassischen Klubbesitzer oder Investor.“

Tatsächlich war er schon vor seinem Einstieg als Eigentümer eng in den Verein eingebunden. Podolski nennt Transfers, Scouting und Einnahmen als Bereiche, in denen er mitarbeitete. Ein Ergebnis ist für ihn besonders greifbar: „Allein in diesem Sommer haben wir fast zehn Millionen Euro auf dem Transfermarkt eingenommen. Für den polnischen Fußball ist das sehr viel.“

Seinen Wechsel in die Vereinsführung hat Podolski nach eigener Aussage sorgfältig vorbereitet. „Ich wusste, dass irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem ich aufhöre. Deshalb habe ich schon vorher hinter die Kulissen geschaut: Was passiert dort, wie funktioniert das, welche Systeme gibt es?“

Theorie aus Seminaren ist aus seiner Sicht nicht der entscheidende Weg. „Von Kursen oder Lehrgängen halte ich wenig. Im Verein lerne ich ständig Neues über Marketing, Scouting und Finanzen. Ich kann mitgestalten, und die Wege sind kürzer.“ Dabei betont er das Miteinander: „Die Leute bei uns sind cool. Ich lerne viel von ihnen, sie lernen auch von mir.“

Für Podolski geht es um mehr als Tabellenplätze. Er beschreibt den Klub als Projekt, das er mit anderen gemeinsam entwickeln möchte. In der aktuellen Form geht für ihn damit auch ein Traum in Erfüllung: „Was ich beim FC immer wollte, kann ich hier verwirklichen: gemeinsam etwas entwickeln.“

Der Weg dorthin war nach seiner Darstellung nicht einfach. Vor seinem Engagement war die Stadt an dem Klub beteiligt, und Entscheidungen fielen aus Podolskis Sicht zentral über die Stadtspitze. „Das ging jahrelang so.“

Irgendwann habe er gesagt: „So kann es nicht weitergehen, dass die Stadt den Verein betreut und komische Dinge macht.“ Gemeinsam mit den Fans habe er daraufhin einen Wandel angestoßen. „Irgendwann hat es geklappt.“

Neben dem Klub hat sich Podolski vor allem in Deutschland ein breites wirtschaftliches Engagement aufgebaut. Die Dönerkette Mangal betreibt nach seinen Angaben mittlerweile rund 80 Filialen. „Außerdem planen wir zunehmend im Ausland – auch in Polen natürlich.“