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Riesen-Frust bei TV-ShowKölner Beamter erlebt bei „Bares für Rares“ herbe Pleite

Der Kölner Polizist Uwe Epe (v.l.) mit seinem Sohn Max, Moderator Horst Lichter und Expertin Wendela Horz bei „Bares für Rares“.

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Der Kölner Polizist Uwe Epe (v.l.) mit seinem Sohn Max, Moderator Horst Lichter und Expertin Wendela Horz bei „Bares für Rares“.

Ein wertvolles Erbstück weckt große Hoffnungen. Doch im Händlerraum folgt der Dämpfer – aus einem überraschenden Grund.

Uwe Epe, ein Polizist aus Köln, besuchte am Mittwoch (4. März) zusammen mit seinem Sohn Max die ZDF-Show „Bares für Rares“. Mit dabei hatten sie ein wertvolles Schmuckstück aus Familienbesitz. Doch der Auftritt in der beliebten Trödelsendung endete für das Duo mit einer großen Ernüchterung.

Das Collier mit Diamanten war ein Andenken an seine Mutter, die im Jahr 2017 verstorben war, berichtete der Beamte, der in Olpe lebt. Seit ihrem Ableben lag das wertvolle Stück ungenutzt in einer Kommode.

Expertise bei „Bares für Rares“ sorgt für Begeisterung

Das edle Collier sorgte sofort für Aufsehen. „Oh! Ohhh! Das ist aber ein Schaustück“, war Moderator Horst Lichter beim Anblick des Colliers sichtlich baff. Und auch die Gutachterin Wendela Horz war sofort fasziniert.

Die Gutachterin startete ihre Analyse für „Bares für Rares“ und stellte fest: Es handle sich um 750er-Gold. Eine Prägung deute zudem darauf hin, dass das Collier einst für den US-Markt produziert worden war.

Das Design mit dem großen Stein in der Mitte sei eine Hommage an die Art-Déco-Zeit und stamme aus einem Revival-Trend der 1980er-Jahre, so Horz. Der Stein selbst: ein Saphir, vermutlich aus Australien oder Madagaskar. Die vielen kleinen Diamanten im Brillantschliff summieren sich laut der Gutachterin auf stattliche 2,5 Karat.

Schätzwert übertrifft den Wunschpreis des Kölners

Doch konnte die Schätzung die Hoffnungen des Kölner Beamten erfüllen? Seine Preisvorstellung lag bei 9000 Euro, den reinen Materialwert des Goldes taxierte er selbst auf 8000 Euro. Wendela Horz toppte diese Vermutung aber noch: Ihr Gutachten belief sich am Ende auf eine Summe zwischen 9000 und 10.000 Euro.

Das Erbstück des Kölner Polizisten bei der Expertise von „Bares für Rares“.

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Das Erbstück des Kölner Polizisten bei der Expertise von „Bares für Rares“.

Eigentlich die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verhandlung bei „Bares für Rares“, könnte man denken. Doch im Händlerraum folgte für Vater und Sohn kurz danach die kalte Dusche.

Dabei fing alles so vielversprechend an. „Oha, wow! Meine Güte“, freute sich Daniel Meyer. Auch das restliche Händler-Team war sichtlich angetan, insbesondere von dem großen Saphir.

Händlerin tritt auf die Bremse: Das Problem mit dem Goldpreis

Aber dann sorgte Elke Velten-Tönnies für die unerwartete Kehrtwende. „Also derzeit muss ich sagen, bin ich immer sehr verhalten, was Schmuck betrifft“, erklärte die Händlerin. Als Ursache nannte sie den Goldpreis, der momentan außergewöhnlich hoch sei. „Und mir dann gerade auch noch so ein hochwertiges Stück hinzulegen, ist schon ein Risiko.“

„Bares für Rares“-Händlerin Elke Velten-Tönnies mit dem wertvollen Schmuck in der Hand – auch Daniel Meyer zeigt sich interessiert.

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„Bares für Rares“-Händlerin Elke Velten-Tönnies mit dem wertvollen Schmuck in der Hand – auch Daniel Meyer zeigt sich interessiert.

Elke Velten-Tönnies eröffnete die Bieterrunde mit einem Gebot von 7000 Euro und damit deutlich unter dem reinen Goldwert des Schmuckstücks, der bei 7300 Euro lag. Drei weitere Händler von „Bares für Rares“ verabschiedeten sich sofort aus dem Bietgefecht. „Finde im Moment mal jemanden, der das kauft, für so einen hohen Preis“, lautete die Begründung von Jan Čížek.

Zwar beteiligte sich Daniel Meyer an der Auktion, doch sein Gebot von 7200 Euro lag nur geringfügig über dem Startgebot. Nachdem Elke Velten-Tönnies auf 7300 Euro erhöhte, legte Meyer auf 7350 Euro nach.

Kein Verkauf: Händler bereut verpasste Gelegenheit

Selbst der Verweis auf den hohen Schätzwert konnte Meyer und Velten-Tönnies nicht zu höheren Geboten bewegen. Der Kölner Beamte machte klar, dass seine Schmerzgrenze bei 8500 Euro liege. Daraufhin bot Daniel Meyer zwar 7700 Euro, was aber immer noch deutlich unter der Wunschsumme und auch dem Gutachten lag.

Da zog Uwe Epe die Konsequenz und brach die Verhandlung ab. Er entschied sich, das Collier wieder mit nach Hause zu nehmen. Doch Daniel Meyer haderte im Nachhinein mit dem Ausgang. „Also ich ärgere mich jetzt doch, muss ich sagen“, gab Meyer zu. Er hätte das Collier gerne erworben und sah eine Gelegenheit als vertan an. „Das hast du dann aber selber vermasselt“, konterte Elke Velten-Tönnies trocken. Einem Vorwurf, dem Meyer nichts entgegensetzen konnte. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Horst Lichter betrachtete verzückt ein Schmuckset: „Oh Heide, da kommt ja mein neues Hobby raus! Ich bin jetzt Gemmologe.“  (Bild: ZDF)

Horst Lichter staunt über hohen „Bares für Rares“-Wunschpreis - zu Unrecht, wie die Expertin klarstellt