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„Hat mich irgendwie gefesselt“„Bares für Rares“-Verkäufer erzielt fast 100-fachen Gewinn

„Sehr schön, das Kistchen hier“, schaute Horst Lichter auf das Zigarettenetui. Das war ein richtiges Schnäppchen, das bei „Bares für Rares“ eine überraschend hohe Summe erzielte.
 (Bild: ZDF)

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„Sehr schön, das Kistchen hier“, schaute Horst Lichter auf das Zigarettenetui. Das war ein richtiges Schnäppchen, das bei „Bares für Rares“ eine überraschend hohe Summe erzielte. (Bild: ZDF)

Dieser Besuch in der ZDF-Trödel-Show hat sich gelohnt: Der einstellige Kaufpreis wurde zum dreistelligen Geldsegen.

Die Dose aus den 1920er- oder 30er-Jahren bestand aus „Silber in einer Premiumqualität“ und kam aus der renommierten Manufaktur Kuppenheim. Expertin Rezepa-Zabel schätzte das Etui auf 600 bis 800 Euro, der Verkäufer hatte selbst nur fünf Euro bezahlt. (Bild: ZDF)

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Die Dose aus den 1920er- oder 30er-Jahren bestand aus „Silber in einer Premiumqualität“ und kam aus der renommierten Manufaktur Kuppenheim. Expertin Rezepa-Zabel schätzte das Etui auf 600 bis 800 Euro, der Verkäufer hatte selbst nur fünf Euro bezahlt. (Bild: ZDF)

„Sehr schön, das Kistchen hier“, schaute Horst Lichter auf das Zigarettenetui, das in der Freitagsausgabe von „Bares für Rares“ auf dem Expertentisch landete. „Ich habe das von einer Haushaltsauflösung“, erzählte Marco aus Bad Soden-Salmünster. „Das Döschen hat mich irgendwie gefesselt.“ Er selbst war weder Raucher noch Pferdeliebhaber, fand das Objekt aber sehr ansprechend.

Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel schwärmte geradezu vom Motiv: „Sehr inspirierend. Das Pferd, das ist ja eine Persönlichkeit!“ Die imposante Pose beeindruckte sie: „Es ist wirklich ein Charakterporträt.“ Man sehe sofort, dass es sich um ein Englisches Vollblut handele, beschrieb sie die „sogenannte Conformation-Pose, die in Zuchtkatalogen gezeigt wird“. Die Emaille-Darstellung brachte die Muskulatur gut zur Geltung, „man sieht selbst den Glanz des Fells“, so Rezepa-Zabel.

Bei 440 Euro bekam Suppes den Zuschlag und freute sich: „Ich habe Käufer, die Kuppenheim wertschätzen.“  (Bild: ZDF)

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Bei 440 Euro bekam Suppes den Zuschlag und freute sich: „Ich habe Käufer, die Kuppenheim wertschätzen.“ (Bild: ZDF)

„Ich sehe von hier aus jetzt keine Beschädigungen“, begutachtete Horst Lichter den Zustand. Doch Rezepa-Zabel entdeckte ein Krakelee: „Wahrscheinlich ist es aus der Hand gefallen oder angestoßen irgendwo.“ Die Dose selbst bestand aus „Silber in einer Premiumqualität“. Die Marke wies auf die Silberwarenmanufaktur Louis Kuppenheim in Pforzheim hin: „In den 20er- und 30er-Jahren war das das Unternehmen weltweit, das die besten Emaillierungen machte.“

„Bares für Rares“-Händler begeistert: „Lässt sich leicht verkaufen“

Auch der Gemüsering aus Gold mit verschiedenen Edelsteinen und einer Perle aus den 1950er-Jahren fand einen Käufer. Der Schätzwert lag bei 900 Euro, Julian Schmitz-Avila bezahlte sogar 1.000 Euro.
 (Bild: ZDF)

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Auch der Gemüsering aus Gold mit verschiedenen Edelsteinen und einer Perle aus den 1950er-Jahren fand einen Käufer. Der Schätzwert lag bei 900 Euro, Julian Schmitz-Avila bezahlte sogar 1.000 Euro. (Bild: ZDF)

Lichter lauschte gebannt: „Da hat die Dose noch eine besondere Geschichte.“ Außer einer Beschädigung am Scharnier war das Etui in einem Topzustand. Klang alles vielversprechend, da wollte Horst Lichter noch den Kaufpreis erfahren. „Ich habe 5 Euro dafür gegeben“, verriet Marco. „Da hast du alles richtig gemacht, Gratulation“, lachte Lichter. Denn es kündigte sich bereits an: Der Wert lag bei 600 bis 800 Euro. „Das hätte ich nicht gedacht“, nahm Marco freudig das Händlerkärtchen.

Das „ikonische Design“ aus Bronze, ein Kerzenständer von Michael Harjes aus den 1960er- oder 70er-Jahren, wurde auf 200 bis 350 Euro geschätzt. Jos van Katwijk gab 200 Euro aus.
 (Bild: ZDF)

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Das „ikonische Design“ aus Bronze, ein Kerzenständer von Michael Harjes aus den 1960er- oder 70er-Jahren, wurde auf 200 bis 350 Euro geschätzt. Jos van Katwijk gab 200 Euro aus. (Bild: ZDF)

„Das ist für Pferdeliebhaber“, erkannte Julian Schmitz-Avila direkt eine große Zielgruppe. „Innen vergoldet und man sieht noch Reste eines Meisterstempels.“ Marco klärte über den renommierten Hersteller Kuppenheim auf. Das ließ David Suppes aufhorchen: „Ah! Pforzheim! Der hat ganz exquisite Sachen gemacht.“ Sein Interesse war geweckt: „Sehr gefälliges Motiv natürlich, lässt sich leicht verkaufen. Es gibt unfassbar viele Pferde-Freaks.“

Den etwa 100 Jahre alten Küferhobel hielt Experte Sven Deutschmanek für schwer verkäuflich, deshalb lag der Wert nur bei 200 bis 300 Euro. Für 150 Euro bekam Jos van Katwijk das schwere Teil.
 (Bild: ZDF)

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Den etwa 100 Jahre alten Küferhobel hielt Experte Sven Deutschmanek für schwer verkäuflich, deshalb lag der Wert nur bei 200 bis 300 Euro. Für 150 Euro bekam Jos van Katwijk das schwere Teil. (Bild: ZDF)

Bei 440 Euro bekam Suppes den Zuschlag und freute sich: „Ich habe Käufer, die Kuppenheim wertschätzen.“ Auch Marco war mit dem unerwartet hohen Gewinn für sein 5-Euro-Schnäppchen sehr zufrieden.

Landet diese „Bares für Rares“-Rarität bald in einem Techno-Club?

Die Porzellanfigur mit Biedermeierkostüm von Erna Rosenberg-Nonnenmacher aus der Zeit zwischen 1926 und 1945 hatte einen Wert von 150 bis 200 Euro. David Suppes gab 100 Euro dafür aus.
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Die Porzellanfigur mit Biedermeierkostüm von Erna Rosenberg-Nonnenmacher aus der Zeit zwischen 1926 und 1945 hatte einen Wert von 150 bis 200 Euro. David Suppes gab 100 Euro dafür aus. (Bild: ZDF)

Auch der Gemüsering aus Gold mit verschiedenen Edelsteinen und einer Perle aus den 1950er-Jahren fand einen Käufer. Der Schätzwert lag bei 900 Euro. Julian Schmitz-Avila bezahlte sogar 1.000 Euro: „Passt alles, ich bin zufrieden. Den kann man verkaufen.“

Das Emailleschild aus den 1930er-Jahren von Fritz Julian schätzte der Experte auf 300 bis 400 Euro, zur großen Freude des Verkäufers, der sich 30 Euro wünschte. David Suppes kaufte das Schild für 250 Euro.
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Das Emailleschild aus den 1930er-Jahren von Fritz Julian schätzte der Experte auf 300 bis 400 Euro, zur großen Freude des Verkäufers, der sich 30 Euro wünschte. David Suppes kaufte das Schild für 250 Euro. (Bild: ZDF)

Das „ikonische Design“ aus Bronze, ein Kerzenständer von Michael Harjes aus den 1960er- oder 70er-Jahren, wurde auf 200 bis 350 Euro geschätzt. Jos van Katwijk gab 200 Euro aus, denn höhere Gebote blieben aus.

Den etwa 100 Jahre alten Küferhobel hielt Experte Sven Deutschmanek für schwer verkäuflich, deshalb lag der Wert nur bei 200 bis 300 Euro. Für 150 Euro bekam Jos van Katwijk das schwere Teil: „Ich mache ein verrücktes Ding draus.“

Die Porzellanfigur mit Biedermeierkostüm von Erna Rosenberg-Nonnenmacher aus der Zeit zwischen 1926 und 1945 hatte einen Wert von 150 bis 200 Euro. „Ich finde die Figur wunderschön“, gab David Suppes 100 Euro aus und toppte damit den ursprünglichen Wunschpreis der Verkäuferin.

Das Emailleschild aus den 1930er-Jahren von Fritz Julian schätzte der Experte auf 300 bis 400 Euro, zur großen Freude des Verkäufers, der sich 30 Euro wünschte. David Suppes kaufte das Schild für 250 Euro und hatte eine Idee: „Ich könnte mir das gut vor so einem Technoclub-Eingang vorstellen.“ (tsch)

„Bares für Rares“-Händler in der „Midlifecrisis“: Eine Spielzeugrakete ließ Christian Vechtel nostalgisch werden. (Bild: ZDF)

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