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„Bares für Rares“Horst Lichter verblüfft über Rarität: „Wie kommt man nur an sowas?“

Horst Lichter wunderte sich in der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow: „Wie kommt man nur an sowas?“  (Bild: ZDF)

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Horst Lichter wunderte sich in der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow: „Wie kommt man nur an sowas?“ (Bild: ZDF)

Aktualisiert

Ein abgenutztes Laufrad aus einer Achterbahn sorgte bei „Bares für Rares“ für ungläubige Blicke am Expertentisch - und Spott im Händlerraum.

Die Verkäuferin zweifelte, ob sie ihr skurriles Mitbringsel in der Montagsfolge von „Bares für Rares“ (ZDF) überhaupt an die Händler verkaufen kann. Horst Lichter zeigte sich ebenfalls skeptisch und fragte: „Wie kommt man nur an sowas?“

Am Ende gab es zwar einen Abnehmer, doch der musste sich spöttische Kommentare anhören: „Du hast ein Rad ab.“

Horst Lichter staunt: „Was haben wir denn da für ein Ding?“

„Was haben wir denn da für ein Ding?“, staunte Lichter, als sein Blick auf ein einzelnes Laufrad auf dem Expertenpult fiel. Detlev Kümmel erlaubte sich prompt einen Scherz und behauptete: „Eine Autofelge.“

Doch der Moderator ließ sich nicht veräppeln. „Nein, das ist ein Hochleistungsrad - allerdings ein verschlissenes“, stellte er klar.

David Suppes kaufte das Rad für 120 Euro. (Bild: ZDF)

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David Suppes kaufte das Rad für 120 Euro. (Bild: ZDF)

Tatsächlich entpuppte sich das Stück als stark abgenutztes Laufrad einer Achterbahn. „Heidenei“, entfuhr es Lichter - und er schob nach: „Jetzt steige ich in keine mehr.“ Schließlich könne niemand wissen, bei welcher Bahn dieses Rad fehlte. Verwundert fragte er: „Wie kommt man denn an so etwas?“ Die Erklärung lieferte Verkäuferin Carina aus Wesel.

Carina kam durch ein Gewinnspiel an das ungewöhnliche Stück: Für ihren Actionfilm erhielt sie das Achterbahnrad als Preis. Ein Echtheitszertifikat des Movie Parks in Bottrop bestätigte, dass das Rad seit 1996 in der Achterbahn „Cop Car Chase“ im Einsatz war. Nachdem 2006 die TÜV-Zulassung ausgelaufen war, wurde die Bahn demontiert - und das Rad verlost.

Für das aus Aluminium, Edelstahl und Polyamid gefertigte Relikt hoffte die Verkäuferin auf 100 bis 150 Euro. (Bild: ZDF)

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Für das aus Aluminium, Edelstahl und Polyamid gefertigte Relikt hoffte die Verkäuferin auf 100 bis 150 Euro. (Bild: ZDF)

Rarität spaltete die Händler bei „Bares für Rares“

Für das aus Aluminium, Edelstahl und Polyamid gefertigte Relikt hoffte die Verkäuferin auf 100 bis 150 Euro. Kümmel taxierte das Sammlerstück auf 100 Euro. Carina war auch damit vollkommen zufrieden. Nun kam es nur noch darauf an, ob sich im Händlerraum jemand fand, der eine besondere Begeisterung für rasante Achterbahn-Abenteuer mitbrachte ...

Als weitere Objekte der Sendung wurde filigraner Trachtenschmuck aus Seeland präsentiert. (Bild: ZDF)

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Als weitere Objekte der Sendung wurde filigraner Trachtenschmuck aus Seeland präsentiert. (Bild: ZDF)

„Cop Car Chase?“, las Susanne Steiger irritiert vor und zeigte sich überrascht über das ungewöhnliche Exponat. David Suppes hingegen wusste sofort Bescheid: Er erkannte direkt, dass es sich um das Rad einer Achterbahn handelte. Während seine Kollegen noch rätselten, reagierte er begeistert und rief staunend: „Ach, wie toll.“

Eine alte Reiseapotheke aus Mahagoni- und Eichenholz datierte Colmar Schulte-Goltz um 1900.  (Bild: ZDF)

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Eine alte Reiseapotheke aus Mahagoni- und Eichenholz datierte Colmar Schulte-Goltz um 1900. (Bild: ZDF)

Benjamin Leo Leo war irritiert und fragte skeptisch: „Und du hast die Fahrt überlebt, als sich das Rad hier von der Achterbahn gelöst hat?“ Carina erzählte stolz vom Gewinnspiel. Doch der Händler blieb zurückhaltend: Schon normalerweise meide er Achterbahnen, doch beim Anblick des kleinen Rads bekräftigte er: „Jetzt sage ich erst Recht 'Nein'.“

Ein Fischbesteck datierte Wendela Horz im Entwurf von Peter Behrens auf 1910. (Bild: ZDF)

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Ein Fischbesteck datierte Wendela Horz im Entwurf von Peter Behrens auf 1910. (Bild: ZDF)

„Wahnsinn“, lachte Steiger, als sie das Rad weiterreichte - bieten wollte sie aber nicht. Lediglich Suppes zeigte sich begeistert, schließlich habe er „so etwas noch nie zuvor in der Hand gehalten“. Er bot 100 Euro für das außergewöhnliche Objekt. „Damit liegst du schon deutlich über dem reinen Materialwert“, witzelte Benjamin Leo Leo.

Spielzeug-Feuerwehrwagen für 200 Euro verkauft

Carina versuchte, den Preis noch auf 120 Euro zu erhöhen und Suppes stimmte zu. Die Verkäuferin zeigte sich erfreut, denn im Vorfeld: „Hab ich gar nicht gedacht, dass ich mein Achterbahnrad überhaupt verkauft kriege.“ Das verstand wohl Benjamin Leo Leo, der sich eine spöttische Bemerkung nicht verkneifen konnte: „David, du hast ein Rad ab.“

Laut Detlev Kümmel stammte ein Spielzeug-Feuerwehrwagen aus Buche von den deutschen HEDO-Werkstätten. (Bild: ZDF)

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Laut Detlev Kümmel stammte ein Spielzeug-Feuerwehrwagen aus Buche von den deutschen HEDO-Werkstätten. (Bild: ZDF)

Als weitere Objekte der Sendung wurde filigraner Trachtenschmuck aus Seeland von Wendela Horz datiert: Der stammte um 1900 und die zwei Hutglocken aus den 1950er Jahre. Für das Set aus 585er Gold wünscht sich die Verkäuferin 1.600 Euro, die Expertin taxierte es jedoch auf 1.000 bis 1.200 Euro und Susanne Steiger zahlte 1.000 Euro.

Eine alte Reiseapotheke aus Mahagoni- und Eichenholz mit zwölf kleinen Flaschen, einer Waage und Gewichten datierte Colmar Schulte-Goltz um 1900. Der Wunschpreis lag bei 300 bis 400 Euro. Der Experte taxierte ebenfalls 350 bis 400 Euro. Jos van Katwijk zahlte 220 Euro.

Ein Fischbesteck datierte Wendela Horz im Entwurf von Peter Behrens auf 1910 - gefertigt wurde das Set laut Punzierung nach 1917. Für das Jugendstil-Besteck aus 800er Silber wünschte sich der Verkäufer 500 Euro. Expertin Horz schätzte 450 bis 500 Euro. Benjamin Leo Leo zahlte 500 Euro. Laut Detlev Kümmel stammte ein Spielzeug-Feuerwehrwagen aus Buche von den deutschen HEDO-Werkstätten (1949, Westerburg). Er datierte das Objekt in den 1950er bis 1960er Jahren. Gewünscht sowie taxiert wurden 150 bis 200 Euro. Letztlich zahlte Händler Jos van Katwijk 200 Euro. (tsch)

In der Donnerstagsausgabe wurde ein altes Möbelstück präsentiert. (Bild: ZDF)

„Entwürdigend“

Vorschlag von „Bares für Rares“-Experte entrüstet Händler