Jahrzehntelang verstaubte die Rarität im Keller. Umso überraschter war der Verkäufer, als ihm die „Bares für Rares“-Expertin verriet, welch seltenes Stück er mitgebracht hatte. Und das war weit mehr wert als gedacht ...
„Bares für Rares“-Gast will Antiquität seiner Ex-Frau loswerden - beim Schätzwert fehlen ihm die Worte

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Der Verkäufer einer Bronzefigur kam mit bodenständigen Erwartungen zu „Bares für Rares“. Als er dann von der Expertin den wahren Wert seiner Rarität erfuhr, fehlten ihm die Worte ... (Bild: ZDF)

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Dabei war das Motiv durchaus Geschmackssache. „Ich sag mal: Es ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen ...“, beschrieb Horst Lichter die dargestellte Kampfszene. (Bild: ZDF)
Der Verkäufer einer Bronzefigur kam mit bodenständigen Erwartungen zu „Bares für Rares“. Als er dann von der Expertin den wahren Wert seiner Rarität erfuhr, fehlten ihm die Worte ...
Dabei war das Motiv durchaus Geschmackssache. „Ich sag mal: Es ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen ...“, beschrieb Horst Lichter die dargestellte Kampfszene. „Da ist die Idylle mal ganz schnell unterbrochen“, meinte auch Dr. Friederike Werner. „Wer tut einem jetzt am meisten leid?“, wusste Lichter nicht, ob er für den Mann, den Hund oder den Panther sein sollte. „Mir wäre am liebsten, die würden sich vertragen.“ Er wusste aber auch: „Kampfszenen haben Menschen geliebt früher.“

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„Wer tut einem jetzt am meisten leid?“, wusste Lichter nicht, ob er für den Mann, den Hund oder den Panther sein sollte. (Bild: ZDF)
„Da hast du ja mal was richtig Heftiges mitgebracht“, begrüßte der Moderator den Verkäufer. „Das ist ordentlich schwer auch“, meinte Lothar aus Hilden. „Das gute Stück ist von meiner Ex-Frau.“ Die hatte die Bronzefigur vor 20 Jahren von ihrer Oma geerbt, „und dann stand das die ganze Zeit im Keller“. Beim Umzug kam das Erbstück wieder zum Vorschein. „Sie mag das nicht, ich kann es nicht gebrauchen“, zuckte Lothar mit den Schultern.
Expertin kennt „nur zwei weitere Exemplare“

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„Wow!“ Nachdem der Expertenpreis genannt wurde, atmete Lothar tief durch. (Bild: ZDF)
„Es ist eine sehr, sehr dynamische Szene“, begann die Expertin. „Eine Tierkampfszene, die seit der Antike immer wieder interessant war und Liebhaber fand.“ Der Hirte mit seinem Hund wurde von einem Panther angefallen: „Die Gruppe ist sehr schön ineinander verschlungen.“ Die Szene erinnerte die Expertin an Laokoon aus der griechischen Mythologie. Entworfen wurde sie 1851 von Julius Franz aus Berlin. „Das ist eine königliche Auftragsarbeit von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen“, fuhr Friederike Werner fort.
„Zunächst gab es natürlich das lebensgroße Gipsmodell, was man erstmalig in London sehen konnte“, erzählte die Expertin. „Lebensgroß?“, staunte Horst Lichter. „Dann gab es einen Bronzeguss, der an den russischen Zaren verschenkt wurde“, zählte Werner weiter auf. Ein Zinkguss wurde 1875 im sizilianischen Garten in Sanssouci in Potsdam aufgestellt und erst kürzlich erneuert. Das brachte die Expertin zu dem Schluss: „Sie ist berühmt und immer noch aktuell.“ Außerdem war die Figur sehr selten: „Ich kenne auch nur zwei weitere Exemplare.“

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„Tolle Figur“, fand Fabian Kahl (links). Auch Wolfgang Pauritsch gefiel sie sehr. (Bild: ZDF)
Lothar äußerte seinen Wunschpreis: „Vielleicht 800 Euro?“ Lichter meinte: „Finde ich ein wenig bescheiden.“ Das sah die Expertin genauso und schätzte den Wert auf 2.000 bis 2.500 Euro. „Wow!“, atmete Lothar tief durch.
„Bares für Rares“-Händler bereut, dass er ausgestiegen ist
„Die Expertise war Wahnsinn!“, ging der Verkäufer beflügelt in den Händlerraum. Dort stieß die Kampfszene auf große Begeisterung. „Tolle Figur“, fand Fabian Kahl. „Wow! Wow! Wow!“, rief Sarah Schreiber. „Alt, aber wirklich megastark“, schwärmte Walter Lehnertz. Die Gebote steigerten sich schnell von 500 Euro in den vierstelligen Bereich. „Sollen wir das machen mit 1.400 Euro?“, hoffte Fabian Kahl auf den Zuschlag. „Nein!“, bot Sarah Schreiber schnell 50 Euro mehr.
Niemand wollte nachgeben, die Verhandlung ging weiter. „Zähne zusammen und durch: 2.500 Euro!“, machte Fabian Kahl einen großen Schritt nach oben und brachte die Konkurrenz zum Schweigen. Anschließend ärgerte sich Wolfgang Pauritsch: „Es tut mir jetzt schon leid, dass ich aufgehört habe.“ (tsch)

