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„Bares für Rares“-Gast wollte Schmuck erst privat verkaufen - in der ZDF-Show bekam sie viel mehr

Horst Lichter trällerte spontan: „Wendela, Wendela, Wendela, alles an Geräten da!“ (Bild: ZDF)

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Horst Lichter trällerte spontan: „Wendela, Wendela, Wendela, alles an Geräten da!“ (Bild: ZDF)

Ein Antiquitätenhändler bot Petra bereits 450 Euro für ihren Schmuck. Gut, dass sie das Angebot ausgeschlagen hatte, denn in der Donnerstagsfolge von „Bares für Rares“ bekommt sie mehr als das Doppelte!

„Das reimt sich, du hast ja fast gesungen“, kommentierte Wendela Horz, als Lichter am Dienstag bei „Bares für Rares“ sang: „Wendela, Wendela, alles an Geräten da!“ Sie amüsierte sich über den improvisierten Song des Kollegen. „Ja, ich habe heute meinen Musikalischen“, erklärte ein bestens gelaunter Horst Lichter. Dann lobte er das Verkaufsobjekt - ein diamantbesetztes Collier mit Broschenanhänger: „Boah, das hat aber Feuer!“

„Ich habe heute meinen Musikalischen“, erklärte ein gutgelaunter Horst Lichter.  (Bild: ZDF)

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„Ich habe heute meinen Musikalischen“, erklärte ein gutgelaunter Horst Lichter. (Bild: ZDF)

„Ja, das sind die schönen Altschliffe“, stimmte Wendela Horz zu. „Ich mag Altschliff-Diamanten“, erklärte Horst Lichter. Die Expertin berichtete, dass es inzwischen immer mehr Sammler gebe, die gezielt Ausschau nach Altschliffen hielten. „Ich bin der Horst und von Beruf Vorsteller“, begrüßte Horst Lichter die Freundinnen Petra aus Tespe und Britta aus Reinfeld. Britta hat ein kleines Unternehmen für Mode-Accessoires und Schmuck. Petra unterstützt sie dabei.

Lichter wollte wissen, ob das schmucke Mitbringsel aus eigener Herstellung sei. Petra verneinte. Stattdessen hatte sie es „von meiner lieben Schwiegermama“. Ursprünglich soll der Schmuck sogar das Geschenk einer Adelsfamilie an eine fleißige Zofe gewesen sein. „Ein modulares Schmuckstück, wie es in den 1910er-Jahren in Mode war“, identifizierte Wendela Horz. Die Punze verriet: 750er Gold. Die Steine an der Ankerkette machten insgesamt etwas über ein Karat aus.

„Da wurde verschlimmbessert“

Die Broschierung konnte man ursprünglich abschrauben, doch wurde sie später festgelötet.
 (Bild: ZDF)

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Die Broschierung konnte man ursprünglich abschrauben, doch wurde sie später festgelötet. (Bild: ZDF)

Die Broschierung konnte man ursprünglich abschrauben, doch wurde sie später fest gelötet. „So kann man es nicht mehr als Brosche tragen, weil die Kette fest ist“, bemängelte die Expertin. Als Collier sei der Schmuck ebenfalls nicht mehr nutzbar, „weil die Nadel stört“. „Da wurde verschlimmbessert“, fand sie. Allerdings könne man dies wieder rückgängig machen. Lichter erkundigte sich nach dem Wunschpreis. Ein Antiquitätenhändler hatte Petra bereits 450 geboten. „Das wäre natürlich mein Wunsch“, berichtete sie. „700 wären ein Traum.“

Bevor sie den Händlerraum betrat, verriet Petra: „Ich lasse mich einfach mal treiben.“  (Bild: ZDF)

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Bevor sie den Händlerraum betrat, verriet Petra: „Ich lasse mich einfach mal treiben.“ (Bild: ZDF)

Britta wünschte sich 500 bis 700 Euro. Auch Horst Lichter wollte taxieren: „800 ... Man muss ja irgendwie auffallen.“ Humorig gemeint, doch Wendela Horz setzte sogar noch einen drauf: 800 bis 1.000 Euro! Bevor sie den Händlerraum betrat, verriet Petra: „Ich lasse mich einfach mal treiben.“ Britta beschrieb ihre Gefühlslage: „Es ist wie Weihnachten vor der Bescherung.“ Auch Petra war „ein bisschen aufgeregt“.

Petra stellte die Schatulle vor Daniel Meyer ab. „In die goldene Mitte“, erklärte sie. „Ein schönes altes Schächtelchen“, fand der Händler. Als er den Inhalt erkannte, entschied er: „Ui, das gebe ich gleich mal nach rechts weiter!“ - „Zauberhaft“, frohlockte Elke Velten. Sie nahm die kleine Nadel hinten wahr: „Man könnte es auch als kleine Brosche tragen.“ Daniel Meyer kommentierte: „Sehr schön! Einmal kaufen und zwei Verwendungen - das ist doch immer gut.“

„Sie sehen sehr zufrieden aus“

Petra stellte die Schatulle vor Daniel Meyer ab. „In die goldene Mitte“, erklärte sie.  (Bild: ZDF)

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Petra stellte die Schatulle vor Daniel Meyer ab. „In die goldene Mitte“, erklärte sie. (Bild: ZDF)

Man müsse für die Mehrfachnutzung nur die Kette aushängen, erklärte Elke Velten. „Aber man kann es auch so lassen, oder?“, wollte Jan Cizek wissen. „Natürlich“, erwiderte Elke Velten. „Das kann man immer tragen, das ist sehr zeitlos“, lobte der Kollege. „Das Stück hat eine wunderschöne Dynamik, die Steine funkeln sehr stark“, begeisterte sich Daniel Meyer. Elke Velten und er waren beide gleichermaßen interessiert und schritten in 100er-Stufen rasch voran.

Elke Velten bot bald 900. Daniel Meyers Reaktion: „Weil es zwei Funktionen hat, kann ich doppelt 500 anbieten - 1.000.“ Doch damit war noch nicht Schluss. Elke Velten nannte 1.150 Euro. Christian Vechtel fand: „Das sind gute Gebote.“ Jan Cizek glaubte, den Verkäuferinnen anzumerken: „Sie sehen sehr zufrieden aus.“ Richtig: Elke Velten erstand den Schmuck.

„Es ist ein Traum!“, lobte Jan Cizek den Geschmack der Kollegin. Elke Velten stimmte zu: „Zauberhaft!“ Auch die Verkäuferinnen waren wunschlos glücklich. (tsch)

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