Preise, die durch die Decke gehen! Bei der beliebten Trödel-Show sorgten ein defektes Schloss und ein wertvolles Collier für absolute Rekordsummen.
Völlig irre bei „Bares für Rares“Kaputtes Schloss sorgt für Geld-Explosion

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„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter.
Ein echtes Kuriosum landete im Pulheimer Walzwerk: Markus Seele präsentierte ein antikes Vorhängeschloss, das von drei Seiten zu öffnen ist. Der Haken an der Sache? Das Teil war defekt, es ging nicht mehr auf. Seele war bescheiden und hoffte auf schlappe 150 Euro. Doch Experte Detlev Kümmel erkannte den wahren Wert und schätzte das Objekt auf die Zeitspanne von 1680 bis 1710.
Schon die Expertise von Kümmel übertraf die Erwartungen bei Weitem: 400 bis 600 Euro. Aber was sich danach im Händlerraum abspielte, war der reine Wahnsinn. Die Gebote begannen bei 150 Euro, doch bei 1.500 Euro lieferten sich Daniel Meyer und Jan Cizek einen erbitterten Zweikampf. Cizek machte schließlich bei unglaublichen 1.600 Euro das Rennen. Das ist eine Wertsteigerung von mehr als 1.000 Prozent im Vergleich zur ursprünglichen Preisvorstellung. Das berichtet „DerWesten.de“.
Smaragd-Halskette sorgt für Bieter-Wahnsinn
Auch ein edles Schmuckstück sorgte für Herzklopfen. Robert aus Tauberbischofsheim brachte in der XXL-Sendung im Kloster Eberbach eine Pendel-Halskette mit, die einst seinem besten Freund gehörte. Die Fachfrau für Schmuck, Wendela Horz, erkannte sofort eine Platin-Kreation aus der Epoche zwischen 1910 und 1930. Verziert war sie mit einem Smaragd sowie Diamanten im Altschliff. Mindestens 5.000 Euro wollte der Verkäufer haben, die Expertin schätzte den Wert sogar auf 10.000 Euro.
Die Händler waren sofort Feuer und Flamme. Mit einem Startgebot von 8.000 Euro legte Susanne Steiger direkt los. Aber das war noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Lisa Nüdling erhielt am Schluss für unglaubliche 18.500 Euro den Zuschlag für das Schmuckstück. Julian Schmitz-Avila war begeistert: „Der schönste Smaragd, den wir je hatten.“
Sogar bei Fahrzeugen kam es zu unerwarteten Wendungen. Für seinen Jaguar E-Type aus dem Jahr 1968 erhoffte sich Klaus aus Bad Segeberg mindestens 55.000 Euro, idealerweise 60.000 Euro. Der Fachmann Sven Deutschmanek taxierte den Wert des Klassikers sogar auf 70.000 bis 80.000 Euro. Ein Bieterwettstreit startete bei 30.000 Euro und endete damit, dass Julian Schmitz-Avila bei 60.000 Euro den Zuschlag bekam.
Obwohl die Summe unter der Schätzung des Experten lag, wurde der maximale Wunschpreis des Verkäufers erreicht. Horst Lichter fasste den Verkauf so zusammen: „Wir haben eine absolute Premiere: Es wurde noch nie bei ‚Bares für Rares XXL‘ oder in einer anderen Sendung so viel Geld für ein Exponat ausgegeben wie heute.“ Der bisherige Rekordhalter war ein pontifikales Brustkreuz, welches für 42.000 Euro einen neuen Eigentümer fand.
„Bares für Rares“: Beim Bietergefecht zählen Gefühle und Taktik
Aber es geht nicht immer so glatt. Ein geplatzter Handel im Jahr 2017 um einen Mercedes SL 190 beweist das. Eigentümer Jürgen Fröhlich schlug ein Angebot von 90.000 Euro von Susanne Steiger aus. Dabei wäre er ihr sogar bis 95.000 Euro entgegengekommen. Seine absolute Untergrenze betrug jedoch 100.000 Euro. Das macht klar: Eine Schätzung ist nur eine Orientierung. Im Bietergefecht zählen Gefühle und eiskalte Taktiken.
Was heißt das für die Verkäufer? Wer sich auf eine feste Untergrenze versteift, verlässt die Show mitunter mit leeren Händen. Wer hingegen Verhandlungsspielraum zeigt, kann eine gewaltige Überraschung erfahren. Die seit 2013 laufende ZDF-Show, die laut Express durchschnittlich rund drei Millionen Menschen begeistert, zeigt immer wieder aufs Neue, wie unvorhersehbar der Verkauf von Antiquitäten sein kann. (red)
