Express · Community

Kommentare · 0

Zum Inhalt springen

„Bares für Rares“-Händler überrascht Kollegen mit Anatomie-Unterricht„Wird auch endlich mal Zeit“

Im Händlerraum sorgte die Lehrtafel prompt für einen kleinen Anatomie-Exkurs. Markus Wildhagen übernahm die Rolle des Lehrers und erklärte: „Also, wir haben hier den Penis, Hoden und Harnblase.“ Julian Schmitz-Avila bedankte sich für die Aufklärung und Wolfgang Pauritsch hatte noch eine wichtige Frage: „Wo ist die Prostata?“ (Bild: ZDF)

Copyright: ZDF

Im Händlerraum sorgte die Lehrtafel prompt für einen kleinen Anatomie-Exkurs. Markus Wildhagen übernahm die Rolle des Lehrers und erklärte: „Also, wir haben hier den Penis, Hoden und Harnblase.“ Julian Schmitz-Avila bedankte sich für die Aufklärung und Wolfgang Pauritsch hatte noch eine wichtige Frage: „Wo ist die Prostata?“ (Bild: ZDF)

Eine Lehrtafel aus dem Sexualkunde-Unterricht sorgte bei den Händlern von „Bares für Rares“ für irritierte Blicke. Und als Markus Wildhagen die männliche Anatomie erläuterte, hörten seine Kollegen ganz genau hin ...

In der Montagsfolge der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter zog eine Schultafel jede Menge Aufmerksamkeit auf sich. Im Händlerraum taugte das alte Lehrmaterial für spontanen Aufklärungsunterricht. Dabei sorgten die männlichen Beckenorgane nicht nur für erstaunte Reaktionen, sondern auch einen erfreulichen Verkaufserlös. (Bild: ZDF)

Copyright: ZDF

In der Montagsfolge der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter zog eine Schultafel jede Menge Aufmerksamkeit auf sich. Im Händlerraum taugte das alte Lehrmaterial für spontanen Aufklärungsunterricht. Dabei sorgten die männlichen Beckenorgane nicht nur für erstaunte Reaktionen, sondern auch einen erfreulichen Verkaufserlös. (Bild: ZDF)

In der Montagsfolge der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter zog eine Schultafel jede Menge Aufmerksamkeit auf sich. Im Händlerraum taugte das alte Lehrmaterial für spontanen Aufklärungsunterricht. Dabei sorgten die männlichen Beckenorgane nicht nur für erstaunte Reaktionen, sondern auch einen erfreulichen Verkaufserlös.

Annika aus Köln kam unverhofft zu der Schulwandtafel: Als sie beim Umzug der Biologie-Sammlung half, durfte sie sich das Stück als Dankeschön von ihrer Lehrerin aussuchen. Seitdem hing die Schautafel bei ihr zu Hause. Doch inzwischen hatte sie sich sattgesehen: „Jetzt bin ich rausgewachsen“, erklärte sie schmunzelnd.

„Stück Zeitgeschichte“

Annika aus Köln kam unverhofft zu der Schulwandtafel: Als sie beim Umzug der Biologie-Sammlung half, durfte sie sich das Stück als Dankeschön von ihrer Lehrerin aussuchen. Seitdem hing die Schautafel bei ihr zu Hause. Doch inzwischen hatte sie sich sattgesehen: „Jetzt bin ich rausgewachsen“, erklärte sie schmunzelnd. (Bild: ZDF)

Copyright: ZDF

Annika aus Köln kam unverhofft zu der Schulwandtafel: Als sie beim Umzug der Biologie-Sammlung half, durfte sie sich das Stück als Dankeschön von ihrer Lehrerin aussuchen. Seitdem hing die Schautafel bei ihr zu Hause. Doch inzwischen hatte sie sich sattgesehen: „Jetzt bin ich rausgewachsen“, erklärte sie schmunzelnd. (Bild: ZDF)

Auch für Sven Deutschmanek stand gleich fest: Die Schautafel stammte aus dem Biologieunterricht - genauer gesagt aus der Sexualkunde. Herausgegeben wurde das Lehrmaterial vom renommierten Ernst Klett Verlag aus Stuttgart. „Jeder von uns hatte das Schulmaterial von Ernst Klett, den Verlag kennt wirklich jeder“, erinnerte sich der Experte.

„Du würdest mit deiner Brille sehr gut als Lehrer durchgehen, Markus“, fand Pauritsch. Tatsächlich war das einst ein Berufswunsch von Wildhagen. Walter Lehnertz konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Gott sei Dank hat das nicht geklappt.“ Währenddessen überlegte Julian Schmitz-Avila, welche anderen Lehrtafeln er kannte. (Bild: ZDF)

Copyright: ZDF

„Du würdest mit deiner Brille sehr gut als Lehrer durchgehen, Markus“, fand Pauritsch. Tatsächlich war das einst ein Berufswunsch von Wildhagen. Walter Lehnertz konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Gott sei Dank hat das nicht geklappt.“ Währenddessen überlegte Julian Schmitz-Avila, welche anderen Lehrtafeln er kannte. (Bild: ZDF)

Zeitlich ordnete Deutschmanek die Rollkarte den späten 1960er-Jahren zu. Für ihr Alter sei sie in einem „recht guten“ Zustand. Lichter bezeichnete das „Stück Zeitgeschichte“ als „sehr interessant, schön und das kann man sich aufhängen“. Annika wünschte sich aber lediglich 20 Euro für das alte Lehrmaterial.

Lichter konnte kaum glauben, dass Annika nur 20 Euro dafür wollte. Doch die Kölnerin blieb dabei. Offenbar wollte sie die Schultafel vor allem abgeben, der mögliche Erlös war dabei zweitrangig. Experte Deutschmanek schätzte den Wert des Unterrichtsmaterials allerdings höher ein: „Aufgrund der Darstellung“ veranschlagte er 40 bis 60 Euro.

„Ich war 16“

Als weiteres Objekt der Sendung datierte Heide Rezepa-Zabel einen Anhänger der Künstlerin Sonia Delaunay-Terk posthum  nach 2002. Die Künstlerin war bekannt für ihre Farbexperimente während der Pariser Avantgarde. Für den Anhänger aus 925er Silber wurden 300 bis 400 Euro gewünscht, 600 bis 800 Euro geschätzt und von Elke Velten 600 Euro gezahlt. 


 (Bild: ZDF)

Copyright: ZDF

Als weiteres Objekt der Sendung datierte Heide Rezepa-Zabel einen Anhänger der Künstlerin Sonia Delaunay-Terk posthum nach 2002. Die Künstlerin war bekannt für ihre Farbexperimente während der Pariser Avantgarde. Für den Anhänger aus 925er Silber wurden 300 bis 400 Euro gewünscht, 600 bis 800 Euro geschätzt und von Elke Velten 600 Euro gezahlt. (Bild: ZDF)

Im Händlerraum sorgte die Lehrtafel prompt für einen kleinen Anatomie-Exkurs. Markus Wildhagen übernahm die Rolle des Lehrers und erklärte: „Also, wir haben hier den Penis, Hoden und Harnblase.“ Julian Schmitz-Avila bedankte sich für die Aufklärung und Wolfgang Pauritsch hatte noch eine wichtige Frage: „Wo ist die Prostata?“

Bianca Berding datierte einen Aschenbecher mit einer biedermeierlichen Jagdszene von 1982 bis in die 1990er-Jahre. Wunschpreis für das Objekt des Luxus-Herstellers Hermès (Paris) lag bei 250 Euro. Die Expertin taxierte 150 bis 200 Euro und Händler Markus Wildhagen zahlte 180 Euro.
 (Bild: ZDF)

Copyright: ZDF

Bianca Berding datierte einen Aschenbecher mit einer biedermeierlichen Jagdszene von 1982 bis in die 1990er-Jahre. Wunschpreis für das Objekt des Luxus-Herstellers Hermès (Paris) lag bei 250 Euro. Die Expertin taxierte 150 bis 200 Euro und Händler Markus Wildhagen zahlte 180 Euro. (Bild: ZDF)

„Du würdest mit deiner Brille sehr gut als Lehrer durchgehen, Markus“, fand Pauritsch. Tatsächlich war das einst ein Berufswunsch von Wildhagen. Walter Lehnertz konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Gott sei Dank hat das nicht geklappt.“ Währenddessen überlegte Julian Schmitz-Avila, welche anderen Lehrtafeln er kannte.

„Kastanien, Igel, aber dass wir die Beckenorgane des Mannes hier haben, wird auch endlich mal Zeit“, lachte Schmitz-Avila, als Annika den Händlerraum betrat. Danach wollte er wissen, wie die Kölnerin zu der Schautafel gekommen war. „Die durfte ich mir als Dankeschön aussuchen, nachdem ich beim Ausräumen der Sammlung geholfen habe“, erzählte sie.

Sven Deutschmanek freute sich über die Uhr von Jaeger-LeCoultre samt Weckerfunktion von 1958 „in so einem guten Zustand“. Gewünscht wurden 2.200 Euro, der Experte schätzte 2.500 bis 3.000 Euro und am Ende zahlte Händler Wolfgang Pauritsch 2.750 Euro für die Armbanduhr „Memovox“.
 (Bild: ZDF)

Copyright: ZDF

Sven Deutschmanek freute sich über die Uhr von Jaeger-LeCoultre samt Weckerfunktion von 1958 „in so einem guten Zustand“. Gewünscht wurden 2.200 Euro, der Experte schätzte 2.500 bis 3.000 Euro und am Ende zahlte Händler Wolfgang Pauritsch 2.750 Euro für die Armbanduhr „Memovox“. (Bild: ZDF)

„Ich war 16“, erklärte Annika mit einem Lächeln. Im Händlerraum ging es anschließend schnell zur Sache: Pauritsch eröffnete die Gebotsrunde mit 30 Euro. Doch dabei blieb es nicht lange. Auch Elke Velten stieg ein und erhöhte den Preis auf 80 Euro. Damit lag das Angebot bereits deutlich über Annikas ursprünglichem Wunschpreis.

„Geht da noch was?“, fragte Annika und so legte Schmitz-Avila mit 100 Euro nach. Damit wollte er „den Mut, sich das mit 16 im Zimmer aufzuhängen“, honorieren. „Das ist richtig nett“, freute sich die Verkäuferin über den unerwartet hohen Erlös. Zwar handelte es sich nicht um eine „ernste Rarität“, doch auch Pauritsch fand: „Das ist richtig cool.“

„Bares für Rares“: Das waren die weiteren Objekte der Sendung

Eine Handarbeit für La Maison de Lorette in Lyon aus dem Jahr 1893 stellte „exzellentes Handwerk“ wie Netzarbeit, Stickereien sowie Näh- und Strickarbeiten vor. Gewünscht wurden 80 Euro, geschätzt 150 bis 200 Euro und Markus Wildhagen zahlte schließlich 120 Euro: „Das ist was fürs Heimatmuseum.“ 
 (Bild: ZDF)

Copyright: ZDF

Eine Handarbeit für La Maison de Lorette in Lyon aus dem Jahr 1893 stellte „exzellentes Handwerk“ wie Netzarbeit, Stickereien sowie Näh- und Strickarbeiten vor. Gewünscht wurden 80 Euro, geschätzt 150 bis 200 Euro und Markus Wildhagen zahlte schließlich 120 Euro: „Das ist was fürs Heimatmuseum.“ (Bild: ZDF)

Als weiteres Objekt der Sendung datierte Heide Rezepa-Zabel einen Anhänger der Künstlerin Sonia Delaunay-Terk posthum nach 2002. Die Künstlerin war bekannt für ihre Farbexperimente während der Pariser Avantgarde. Für den Anhänger aus 925er Silber wurden 300 bis 400 Euro gewünscht, 600 bis 800 Euro geschätzt und von Elke Velten 600 Euro gezahlt.

Bianca Berding datierte einen Aschenbecher mit einer biedermeierlichen Jagdszene von 1982 bis in die 1990er-Jahre. Wunschpreis für das Objekt des Luxus-Herstellers Hermès (Paris) lag bei 250 Euro. Die Expertin taxierte 150 bis 200 Euro und Händler Markus Wildhagen zahlte 180 Euro.

Sven Deutschmanek freute sich über die Uhr von Jaeger-LeCoultre samt Weckerfunktion von 1958 „in so einem guten Zustand“. Gewünscht wurden 2.200 Euro, der Experte schätzte 2.500 bis 3.000 Euro und am Ende zahlte Händler Wolfgang Pauritsch 2.750 Euro für die Armbanduhr „Memovox“.

Eine Handarbeit für La Maison de Lorette in Lyon aus dem Jahr 1893 stellte „exzellentes Handwerk“ wie Netzarbeit, Stickereien sowie Näh- und Strickarbeiten vor. Gewünscht wurden 80 Euro, geschätzt 150 bis 200 Euro und Markus Wildhagen zahlte schließlich 120 Euro: „Das ist was fürs Heimatmuseum.“ (tsch)