Eigentlich sollte die Rock-Ola ein echtes Schmuckstück bei „Bares für Rares“ werden. Doch dann machte der Transport der Verkäuferin einen Strich durch die Rechnung.
Transport-Panne bei „Bares für Rares“Jukebox verliert Tausende Euro an Wert

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Auf dem Weg in die ZDF-Trödelshow war das Objekt von Regina aus München leider beschädigt worden. (Bild: ZDF)

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Horst Lichter war sichtlich angetan von der Jukebox: „Schön ist sie, zierlich und klein ist sie.“ (Bild: ZDF)
Auf dem Weg zu Horst Lichter in der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ war das Objekt von Regina aus München leider beschädigt worden. Ohne Mängel hätte Sven Deutschmanek 5.000 Euro geschätzt, doch jetzt sah er es als „großes Problem“ und auch die Händler trauten sich nicht wirklich zu bieten ...
Lichter war sichtlich angetan von der dekorativen Jukebox und zählte begeistert ihre Vorzüge auf: „Schön ist sie, zierlich und klein ist sie.“ Auch Deutschmanek gefiel das Stück - doch der Experte stand vor einem Problem: Die zahlreichen mitgebrachten Schallplatten ließen sich nicht abspielen, weil die Musikbox nicht mehr funktionierte. Regina, die gemeinsam mit ihrem Onkel Arnold angereist war, versicherte, dass die Musikbox vor der Abfahrt noch einwandfrei lief. Erst während der Autobahnfahrt hätten sich Schrauben gelockert und den Plattenspieler verschoben. Gekauft hatte sie die Rock-Ola 1999 auf dem bekannten Flohmarkt im Münchner Kunstpark Ost - damals für 5.000 DM.

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Die Verkäufer erklären dem Händlerteam geknickt, dass die Box beschädigt wurde. (Bild: ZDF)
Dass sich bei einem Transport Schrauben lösen, komme laut Deutschmanek häufiger vor. Jukeboxen müssten „hochprofessionell wie Konzertflügel transportiert werden“. Die empfindlichen Geräte würden normalerweise erst am Aufstellort eingerichtet und „sollten nicht hin- und hergeschoben werden“. Für den Experten stand fest: „Das ist ein großes Problem.“ Lichter versuchte, Regina zu beruhigen: „Ich glaube dir, dass sie funktioniert hat.“ Deutschmanek musste den Defekt „später bei der Preisfindung aber berücksichtigen“. Bei der Jukebox handelte es sich um eine originale Rock-Ola mit Münzeinwurf aus den Jahren 1961/62. Für Lichter „der beste Jahrgang, nämlich meiner.“

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Zwei Siebdrucke des Künstlers Stefan Lang wurden von Colmar Schulte-Goltz auf 500 bis 560 Euro geschätzt. (Bild: ZDF)
Wäre die Rock-Ola in einwandfreiem Zustand, würde Deutschmanek ihren Wert auf 5.000 Euro „oder vielleicht sogar ein mehr“ schätzen. Der Defekt zwang ihn jedoch, „realistisch zu bleiben“: Er taxierte 2.000 bis 2.500 Euro. Damit lag er auch im Rahmen von Reginas Wunschpreis von 2.500 Euro und so bekam sie die Händlerkarte.
Händler enttäuscht: „Leider hängt die Reparatur jetzt im Raum“

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Heide Rezepa-Zabel fand den Bruststern des Sankt-Anna-Ordens sehr interessant. (Bild: ZDF)
Auch im Händlerraum sorgte die Rock-Ola-Wandjukebox aus Chicago mitsamt den zahlreichen dazugehörigen Platten für Begeisterung. Besonders David Suppes hatte Gefallen an dem Stück gefunden und überlegte bereits, ob die Musikbox bei ihm zu Hause Platz finden könnte: „Ich überlege, wo ich sie als Deko bei mir hinstellen kann.“

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Colmar Schulte-Goltz datierte die außergewöhnliche Kanne ab 1870 bis 1900. (Bild: ZDF)
Elke Velten interessierte die Schrauben am Boden: „Sind die für die Wandanbringung gedacht?“ Doch Regina musste erklären, wie sich diese beim Transport gelöst hatten. Ihr Onkel Roland bestätigte aber: „Am Sonntag hat die Jukebox noch funktioniert.“ Christian Vechtel schluckte: „Leider hängt die Reparatur jetzt im Raum, das ist ein Problem.“ Suppes eröffnete die Verhandlung mit 300 Euro - ohne Gegengebot. Regina wirkte enttäuscht und meinte: „Im perfekten Zustand ist sie 5.000 wert, hat Sven gesagt.“ Danach erhöhte Suppes auf 1.000 Euro - immerhin kannte er nun den möglichen Wert der Jukebox, auch wenn sie derzeit leider nicht funktionierte.
Nachdem Regina Deutschmaneks Einschätzung für die defekte Jukebox preisgegeben hatte, schlug Suppes vor: „Sollen wir uns bei 2.000 Euro einigen?“ Aus Mangel an Alternativen erteilte Regina schließlich den Zuschlag. Am Ende waren beide Seiten zufrieden und Suppes freute sich, denn „je länger man sie anschaut, desto dekorativer wird die Jukebox.“

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Wendela Horz datierte ein Collier mit Anhänger in den 1890er Jahren. (Bild: ZDF)
Als weiteres Objekt der Sendung wurden zwei Siebdrucke des Künstlers Stefan Lang von Colmar Schulte-Goltz auf 500 bis 560 Euro geschätzt. Der Verkäufer hatte sich nur 160 Euro für Drucke mit dem abgebildeten Gehry-Tower (limitiert auf 25, aus dem Jahr 2007) gewünscht. Elke Velten zahlte am Ende 300 Euro.
Außergewöhnliche Kanne erzielt in ZDF-Show 120 Euro
Heide Rezepa-Zabel fand den Bruststern des Sankt-Anna-Ordens, der vom letzten Zaren Russlands Nikolaus II. verliehen wurde, sehr interessant. Gewünscht wurden für das Stück aus 875er Silber mit Emaille von 1908 bis 1917 1.000 bis 1.200 Euro. Die Expertin schätzte 1.000 bis 1.300 Euro und David Suppes zahlte 1.400 Euro.
Colmar Schulte-Goltz datierte die außergewöhnliche Kanne zum Mischen von Selterswasser (eine Kammer für Wasser mit Zitronensäure, die andere für Wasser mit Natron) ab 1870 bis 1900. Für das patentierte Objekt der Firma L'Hôte (Paris) wünschte sich die Verkäuferin 40 Euro. Der Experte taxierte 60 bis 80 Euro und Liza Kielon zahlte sogar 120 Euro. Wendela Horz datierte ein Collier mit Anhänger, typisch für die Belle Époque in den 1890er Jahren. Für den englischen Schmuck aus 375er Gold mit Amethyst (sechs Karat) und Perlen lag der Wunschpreis bei 1.000 Euro. Die Expertin schätzte nur 500 bis 600 Euro und David Suppes zahlte 500 Euro. (tsch)
