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„Schlagerbooom“Zehn besondere Show-Momente: Roland Kaiser schlägt Helene Fischer

Sängerin Helene Fischer beim „Schlagerbooom“ 2026.

Copyright: Imago/Panama Pictures

Helene Fischer präsentierte am Samstagabend (17. Oktober 2026) beim „Schlagerbooom“ nicht nur ihre neue Single. Die Sängerin zeigte sich auch mit neuer Frisur.

Florian Silbereisen feierte zehn Jahre „Schlagerbooom“. Zum Jubiläum seiner ARD-Show hatte der Moderator so viele musikalische Hochkaräter in die Dortmunder Westfalenhalle eingeladen wie noch nie.

Was für ein Star-Auflauf zum Jubiläum. So viele Top-Künstler waren noch nie an einem Abend auf einer Bühne zu erleben wie beim „Schlagerbooom“ am Samstagabend (17. Oktober 2026). Alle waren gekommen, um beim Zehnjährigen der größten Schlager-TV-Live-Show Europas dabei zu sein.

Die Dortmunder Westfalenhalle war am Freitagabend bei der Probe und am Samstag bei der Live-Show mit insgesamt über 20.000 Fans komplett ausverkauft. Und auch im Backstage-Bereich waren alle Künstlerkabinen besetzt.

„Schlagerbooom“: 3,87 Millionen schauten sich Jubiläumsshow an

Florian Silbereisen (45) blickte stolz auf die Entwicklung seiner Show zurück. „Wir feiern den Schlager seit zehn Jahren, wie er nie zuvor präsentiert wurde. Hier begann eine neue Zeitenwende“, sagte er vor Übertragungsbeginn zum Publikum. „Früher stand immer das Geschehen auf der Bühne im Fokus. Hier steht ihr im Mittelpunkt. Wir singen gemeinsam, feiern gemeinsam und lassen es richtig krachen.“

Die größte Arbeit hatten die Bühnenarbeiter, die im Minutentakt neue Kulissen auf- und abbauen sowie permanent mit den Laubbläsern das Konfetti beseitigen mussten. Das Motto „Alles funkelt! Alles glitzert!“ wurde wahrlich in die Tat umgesetzt. Auch die Tänzerinnen und Tänzer wechselten blitzschnell die Outfits, um die Stars zu begleiten.

Am Morgen danach folgte die TV‑Bilanz. 3,87 Millionen Zuschauende sorgten für einen guten Marktanteil von 20,2 Prozent. Die Vier-Millionen-Hürde wurde aber nicht geknackt. Zehn Jahre „Schlagerbooom“ – zehn besondere Momente des Abends.

„Schlagerbooom“ in der Westfalenhalle in Dortmund.

Copyright: Imago/Osnapix

Bei der Eröffnung der „Schlagerbooom“-Jubiläumsshow waren auch die Lucky Kids (vorne links) mit dabei.

Druckluft: Schon über eine halbe Stunde, bevor das Erste auf Sendung ging, kam bereits Druckluft auf die Bühne. Die „Shootingstars des Jahres“ (Silbereisen) präsentierten der Menge schon mal ihre extra geschriebene Version der „Schlagerbooom“-Maus. „Bei der Probe war es hier schon der absolute Wahnsinn. Die Stimmung war extrem krass. Heute reißen wir den Laden komplett ab“, sagte Frontmann Florian Hertel.

Später in der Sendung präsentierte die Brassband ihren neuen Titel „11 von 11“. Auch die dazu gehörenden Bewegungen wurden vor Sendungsbeginn extra geübt. Anna-Maria Zimmermann („Arrivederci, Ciao Amore“) und die Mountain Crew („Octopus“) waren ebenfalls Teil des Aufwärm-Programms von Kevin Varga.

Lucky Kids: Auch der Kölner Chor unter der Leitung von Michael Kokott war Teil des Jubiläums. Die 20 jungen Sängerinnen und Sänger präsentierten beim Opening das unvermeidbare „Pure Lust am Leben“ und „Marmor, Stein und Eisen bricht“ mit Silbereisen. Später begleiteten sie die Shanty-Rocker Santiano bei deren größtem Hit „Santiano“.

Ben Zucker singt für Bonnie Tyler beim „Schlagerbooom“.

Copyright: Imago/Osnapix

Emotional wurde es in der Westfalenhalle, als an die verstorbene Bonnie Tyler erinnert wurde.

Ben Zucker: Im Juli starb Bonnie Tyler mit 75 Jahren. Die Ikone des Pop-Rock hatte 2017 beim „Schlagerbooom“ ein Medley mit Ben Zucker gesungen. Jetzt bedankte sich der Sänger mit der Reibeisenstimme und stimmte noch einmal „Total Eclipse of the Heart“ an. Auch wenn diese Version nicht jedermanns Sache war, erlebte die Halle einen ganz besonderen Gänsehaut-Moment.

Jasmin Wagner alias Blümchen beim Auftritt.

Copyright: Imago/Osnapix

90er-Star Blümchen (r.) verabschiedete sich mit dem Auftritt beim „Schlagerbooom“ von der Showbühne.

Blümchen: Schluss mit „Herz an Herz“, „Boomerang“ und „Kleiner Satellit“. 90er-Star Jasmin Wagner macht Schluss. Seit 2022 ist die Sängerin Mutter einer Tochter. „Die Gefühle sind alle da, die guten und die sehr traurigen. Aber es ist eine wohlüberlegte Entscheidung. Ich habe eine Familie, für die ich mehr Zeit haben möchte“, sagte die 46-Jährige und kämpfte mit den Tränen. Die Krebserkrankung ihrer Mutter, die sie im vergangenen Jahr öffentlich gemacht hatte, ist der Hauptgrund für das Karriereende.

Kerstin Ott: Nach ihrem Hit-Medley gab es in der Westfalenhalle erstmals Zugabe-Rufe. Und den Nachschlag gab es zusammen mit Maite Kelly. Die drückte Ott einen Kuss aufs Gesicht, als die Kameras noch nicht auf sie gerichtet waren. Ihr gemeinsames Duett „Ich weiß was du brauchst“ hatte schon reichlich Spekulationen losgetreten, die Maite durch Aussagen über eine mögliche lesbische Beziehung angeheizt hatte. Ott stellte aber noch mal klar, dass die Idee für das Duett von ihrer Ehefrau Karolina stammte.

Kerstin Ott und Maite Kelly umarmen sich auf der Bühne.

Copyright: Imago/Osnapix

Da knisterte es auf der Bühne. Kerstin Ott (l.) und Maite Kelly präsentierten ihren gemeinsamen Song – Küsschen und Umarmungen inklusive.

Cindy aus Marzahn: Komikerin Ilka Bessin überraschte beim Jubiläum, als sie sich als Sängerin versuchte und mit Silbereisen „Eviva Espana“ anstimmte. „Danke, dass ihr mich in eure Familie aufgenommen habt“, sagte die 54‑Jährige. Dann nutzte sie die günstige Gelegenheit, um den Gastgeber zu fragen, ob der sie nicht mal auf ihrer Tour besuchen könnte. Für den stand direkt fest: „Sehr, sehr gerne. Das wäre mir eine große Freude.“ Sie feierte ihren Triumph: „Ihr habt es gehört, ihr habt es gehört, oder?“

Andrea Berg: Die 60-Jährige konnte einen besonderen Erfolg feiern. 25 Jahre nach Veröffentlichung ihres „Best-of“-Albums schaffte es eine neue Edition davon auf Platz eins der Charts. Mit dem jetzt bereits 15. Nummer-eins-Album baut der Schlagerstar den Rekord als der weibliche Artist mit den meisten Platz-eins-Platten weiter aus.

Andrea Berg auf der Bühne beim „Schlagerbooom“.

Copyright: Imago/Osnapix

Andrea Berg kam im Flamingo-Kostüm, zog beim Auftritt die High Heels aus und präsentierte ihre Hits.

In der Show lüftete sie zudem das Geheimnis, dass ihre neue Tournee „Euphorie“ heißen wird. „Es geht um diese Emotionen, diese Glücksmomente. Wenn du in die Augen der Menschen siehst – ich sauge das auf und ich genieße das so. Ich kann gar nicht so schnell reden, wie mein Herz das alles loswerden will. Ich flippe wirklich aus“, sagte sie begeistert.

Dieter Bohlen: Der Pop-Titan präsentierte seinen Hit „Brother Louie“ – ohne Thomas Anders. Und dass Bohlen gar nicht richtig singen kann, zeigte sich selbst bei einem Vollplayback-Auftritt. Dann gab‘s auch noch „Midnight Lady“ zusammen mit Silbereisen. „Duette sind immer ganz erfolgreich. Wir hatten ja beide Erfolg mit dem gleichen Partner“, sagte Bohlen grinsend in Anspielung auf Thomas Anders.

Sänger Dieter Bohlen und Moderator Florian Silbereisen beim „Schlagerbooom“.

Copyright: Imago/Panama Pictures

Auch Dieter Bohlen (l.) war zum Jubiläum gekommen. Er sang zusammen mit Florian Silbereisen „Midnight Lady“.

Roland Kaiser: Der Großmeister des Schlagers durfte beim Jubiläum natürlich auch nicht fehlen. Von Silbereisen gab es gleich zwei Gold-Auszeichnungen – für „Gegen die Liebe kommt man nicht an“ und „Extreme“. Im Gegenzug lobte Kaiser den Gastgeber mit vielen warmen Worten: „Ihr seid in hohem Maße innovativ, modern, zeitgemäß. Und deswegen habt ihr genau diesen Erfolg.“

Sänger Roland Kaiser beim „Schlagerbooom“.

Copyright: Imago/Panama Pictures

Roland Kaiser präsentierte in einem Medley seine großen Hits und sorgte dadurch für absolute Eskalation beim „Schlagerbooom“-Publikum.

Aber auch die Schlager-Ikone hatte etwas zu feiern. Vor 50 Jahren trat der 74-Jährige zum ersten Mal in der ZDF-Hitparade auf – insgesamt wurden es 68 Besuche in der Sendung. „Beim ersten Mal habe ich mir wirklich schwere Sorgen gemacht, alles hinzukriegen“, erinnerte er sich. Passend dazu präsentierte er ein Hit-Medley, das in der Halle für Ausnahmezustand sorgte. Kein Künstler wurde so frenetisch von der Menge gefeiert wie der Kaiser.

Helene Fischer: Nach dem Kaiser-Spektakel fiel der Auftakt der 42-Jährigen mit ihrer neuen Single „Warum“ erst mal zurückhaltender aus. Die Begleitband musste das Publikum zum Klatschen animieren. Die Schlagerqueen zeigte sich nach der Sommertour optisch verändert. Sie hat sich von ihrer langen blonden Mähne verabschiedet.

Sängerin Helene Fischer und Moderator Florian Silbereisen beim Schlagerbooom.

Copyright: Imago/Panama Pictures

Immer noch sehr vertraut: Helene Fischer und ihr Ex-Partner Florian Silbereisen beendeten die Jubiläumsshow gemeinsam.

„Du siehst toll aus. Neue Frisur?“, fragte Silbereisen. Seine Ex-Partnerin konterte spitz: „Man muss ja ein bisschen Veränderung reinbringen ins Leben.“ Doch es gab nicht nur optisch Neues. Am 4. Dezember erscheint ihr neues Album „Wir“. „Mit den neuen Songs könnt ihr wieder Party machen.“ Es werde aber auch emotional, menschlich und „vielleicht sogar ein bisschen provokativ“. Fünf Jahre sind seit ihrem letzten Studioalbum „Rausch“ vergangen. Inzwischen ist Helene zweifache Mutter geworden.

Bei der „Schlagerbooom“-Premiere im Jahr 2016 stand Helene auf der Bühne. Damals waren sie und Florian Silbereisen noch ein Paar. Ihre Trennung gaben die beiden Ende 2018 bekannt. Doch die Freundschaft ist immer noch extrem eng. „Es gibt niemanden, der das so toll macht. Lass dich drücken“, sagte die Sängerin. Neben einem Hit-Medley stimmte sie auch noch mit dem Moderator „Schau mal herein“ an. Der Coversong von „Stumblin‘ In“ bildete den Schlusspunkt unter die 200-minütige Show.