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„Bares für Rares“ Alte Brosche sorgt für Angst und Nervösität

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Händlerin Lisa Nübling wird beim Anblick der Brosche ganz nervös. Das bleibt auch ihren Kollegen Fabian Kahl und Ludwig Hofmaier nicht verborgen.

Köln – Marion Haase (67) aus Kempten ist mit einem gewaltigen Schmuckstück zu den Experten von „Bares für Rares“ gekommen. 

Die 67-Jährige möchte eine große Diamantbrosche zu Geld machen. Denn: „Ich möchte sie verkaufen, weil ich erstens Angst habe, sie zu tragen und zweitens habe ich keine Erben, denen ich sie vermachen könnte.“

„Bares für Rares“: Tanztee im Adlon

Das „mächtige Schmuckstück“, wie Moderator Horst Lichter (57) betitelt, hat eine ganz besondere Geschichte. 

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Heide Rezepa-Zabel (l.) begutachtet die funkelnde Brosche ganz genau.

„Die Großtante meines Mannes lebte in den 20er-Jahren in Berlin. Und aus Ermangelung an jungen Männern nach dem Ersten Weltkrieg ist sie dann immer ins Adlon zum Tanztee gegangen. Dort hat sie dann ihren späteren Mann, einen Portugiesen kennengelernt. Er hat ihr diese Brosche zur Hochzeit geschenkt.“

Und: Die Brosche hat es in sich, wie Schmuckspezialistin Heide Rezepa-Zabel berichten kann. 

„Bares für Rares“: Platin-Brosche mit 175 Diamanten

Die schöne Brosche besteht aus Platin und ist mit 175 Diamanten besetzt.  „Habe ich hochgerechnet“, so die Expertin. Neben den Diamanten in Altschrift sind auch „zusätzlich Rosendiamanten und sogenannte Swiss-Cut-Schliffe dabei, also 16-Kant-Schliffe, die eine besondere Brillanz haben“, erklärt Heide Rezepa-Zabel.

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Die Platinbrosche ist 175 Diamanten besetzt.

„Nach dieser Perfektion würde ich meinen, dass wir hier eine amerikanische Produktion im 'All-Diamond-Style' haben.“ Auch wenn die Diamanten nur eine mittlere Reinheitsstufe besitzen, hat es der Schätzpreis der Expertin in sich. Heide Rezepa-Zabel schätzt die Brosche auf unglaubliche 7.000 bis 9.000 Euro.

„Bares für Rares“: „Da kann man wirklich nicht von Kleinod sprechen“

Bei den Händlern sorgt die 67-Jährige mit ihren Klunkern für große Augen. 

„Da kann man wirklich nicht von Kleinod sprechen“, staunt Händlerin Dr. Elisabeth „Lisa“ Nübling (39). Aber bedeuten große Augen auch gleich eine lockere Brieftasche?

Lisa ist hin und weg von dem schönen Schmuckstück. „Ich sehe deine Hände zittern“, schmunzelt Händler Fabian Kahl (28). „Ich bin auch ganz nervös“, gibt die 28-Jährige zurück.

„Bares für Rares“: Der Schliff überzeugt

„Die Steine überzeugen mich auch, weil sie ganz typisch für die Zeit sind, eben nicht lupenrein, sondern sie haben alle den schönen alten Schliff“, schwärmt Lisa Nübling. 

Bei dieser Schwämme an Begeisterung ist es nicht verwunderlich, dass die Diamantbrosche für 6.650 Euro an die Kunsthistorikerin geht. (mie)

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