Von Frauenfußball hält Mario Basler nichts - vor 15 Jahren nicht und heute auch nicht. In einem Podcast unterstrich er diese Meinung nun mit Nachdruck. Das wiederum brachte die Moderatorin derart auf die Palme, dass sie dem Ex-Profi einen drastisch formulierten Ratschlag mit auf den Weg gab.
Als Mario Basler gegen Frauenfußball ätzt, reicht es SWR-Moderatorin„Einfach mal die Fresse halten“

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Von Frauenfußball hält Mario Basler nichts - und hält damit auch nicht hinterm Berg. (Bild: Getty Images / Sascha Steinbach)
„Fußball ist nichts für Frauen“: Mit dieser Aussage provozierte Mario Basler 2011 in einer „Bild“-Kolumne. Seither sind zwar 15 Jahre vergangen, geändert hat sich seine Meinung bis heute aber nicht. „Bin ich nach wie vor dafür“, unterstreicht er gegenüber der Podcast-Moderatorin Katharina Reckers in dem vierteiligen SWR-Podcast „Mario Basler - Letzter Typ“ (abrufbar unter anderem in der ARD-Audiothek). „Das hat mit Fußball nichts zu tun. Allein wenn die Frauen rennen, wenn sie schießen, wenn sie grätschen.“
Auch die energische Intervention seiner Gesprächspartnerin ändert daran nichts. Vielmehr betont Basler: „Ich bleibe dabei, es ist kein Frauensport.“ Er sei der Ansicht, Frauen würden als Zuschauerinnen vor allem ins Stadion gehen, „weil man vielleicht mit muss“. Außerdem fügt er an: „Wie viel Frauen können dir Abseits erklären?“ Reckers entgegnet entrüstet: „Viele Frauen.“ Basler gibt zurück: „Mittlerweile vielleicht.“
Moderatorin kritisiert „grenzwertige Aussagen“ von Mario Basler
Immer wieder habe Basler in den vergangenen Jahren „grenzwertige Aussagen“ getroffen, merkt Katharina Reckers an. 2025 etwa habe er sich in einer Zeitung mit folgendem Satz zitieren lassen: „Ich bekomme Augenkrebs von Frauenfußball.“ Mario Basler sieht sich zu Unrecht kritisiert, wie er im Podcast verdeutlicht: „Immer, wenn irgendwas gegen Frauen ist, heißt es: Du bist noch im Jahre 1990.“ Reckers wendet ein: „Du kannst ja nicht so tun, als ob es kein strukturelles Problem gibt, was Männer und Frauen angeht.“
Doch bei Basler beißt sie auf Granit: „Wie viele Probleme haben wir denn? Die können wir gar nicht alle aufzählen.“ Mehrfach betont er, er werde sich nie ein Bundesliga-Spiel der Frauen ansehen. Am Ende reicht es der Moderatorin. „Du siehst es als Ehrlichkeit“, setzt Reckers an - und gibt dem Ex-Nationalspieler den energisch formulierten Ratschlag auf den Weg, „vielleicht auch mal die Fresse zu halten“. (tsch)

