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„Gastrolle im Preisausschreiben gewonnen?“ - Fan-Häme nach Mario Baslers Telenovela-Debüt

Mario Basler, rechts, mit Aurel Klug, spielt eine Gastrolle in der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“. (Bild: ARD/WDR/Christof Arnold)

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Mario Basler, rechts, mit Aurel Klug, spielt eine Gastrolle in der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“. (Bild: ARD/WDR/Christof Arnold)

„Ihr werdet euch wahrscheinlich wundern, warum ich hier bin“, sagt Mario Basler in seiner Gastrolle in der ARD-Serie „Sturm der Liebe“. Da hat er recht. Die Verwunderung ist groß - die Erheiterung auch. Einen Klopper ganz anderen Kalibers lieferte der Ex-Fußballer fast zeitgleich in einem Podcast.

Das himmelblaue Poloshirt spannt etwas, aber die Sonnenbrille sitzt. Lässig und zunächst wortlos betritt der Gast die Sportanlage, während einer jungen Frau die Kinnlade herunterklappt: „Mario Basler!“ Doch Mario Basler hat keine Zeit für sie, er geht weiter zu einem Trio aus Nachwuchsfußballern und unterbricht deren erregtes Gespräch mit einer Floskel, die so perfekt passt wie der gleichzeitige Griff zur Sonnenbrille: „Hallo Jungs!“

Ja, es ist der echte Mario Basler, 30-facher Nationalspieler für Deutschland, der da bei „Sturm der Liebe“ sein Telenovela-Debüt gibt. Die Art seiner Gastrolle erklärt er in der am Dienstag ausgestrahlten Folge dem Publikum direkt: „Ihr werdet euch wahrscheinlich wundern, warum ich hier bin. Ich bin Scout eines Bundesligavereins namens“ - hier eine gut temperierte Kunstpause hinzudenken - „Weiß-Gold“. Das Talent, das es ihm angetan hat, ist Leo, gespielt von Aurel Klug: „Aus dir kann richtig was werden!“

„Danke liebe ARD, ich hab Tränen gelacht“

Ob aus der doch unerwarteten Schauspielkarriere Mario Baslers auch richtig was werden kann, darüber gehen die Meinungen bei den „Sturm der Liebe“-Fans in den sozialen Medien auseinander. Der Anteil der Häme ist beträchtlich. „Toll, dass die Laienspiel-AG vom Lothar-Matthäus-Gümnasion Sendezeit in der ARD bekommt“, freut sich jemand bei X. Ein weiterer User „hatte Wilde Kerle anders in Erinnerung“. Ein Frankfurter Rhetorik-Trainer empfiehlt beim Kurznachrichtendienst der Eintracht, über Mario Basler als neuen Chefscout nachzudenken. „Oder als Pressesprecher. Danke liebe ARD, ich hab Tränen gelacht.“

Auch auf der offiziellen Facebook-Präsenz von „Sturm der Liebe“ ist die Skepsis gegenüber dem Gaststar groß. Ein Fan moniert fürchterliches „Gestammel und Genuschel“. Ein anderer fragt: „Gastrolle im Preisausschreiben gewonnen?“ Doch es gibt auch Fürsprecher: „Als Fußballscout kann er doch auftauchen, warum denn nicht. Wirkt doch realistisch“, findet ein Kommentator. „Leute, also wirklich! Was für eine Lästerei!“, stimmt ein weiterer Serien-Fan in die wohlmeinende Lesart ein. „Es passt doch thematisch. Wer ihn nicht mag, geht sich einfach kurz was zu trinken holen, wenn er auftaucht und gut ist. Die Reaktionen sind wirklich leicht übertrieben.“

„Frauenfußball ist kein Sport für Frauen“

Noch viel stärkere Reaktionen bekommmt Mario Basler derzeit auf einen Satz, den sich wohl kein Telenovela-Autor der Welt hätte ausdenken können: „Frauenfußball ist kein Sport für Frauen.“ Geäußert in einem jüngst erschienenen SWR-Podcast mit dem nicht allzu neutral framenden Titel „Mario Basler - Letzter Typ“. Wer wissen will, was Sportjournalistin Katharina Reckers auf den Spruch einfiel, findet die vierteilige Produktion unter anderem in der ARD-Audiothek. (tsch)

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