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Alarmruf der BaubrancheWohnungslücke wächst – Branche fordert schnelle Hilfe vom Staat

Bau

Copyright: Jan Woitas/dpa

Die Baubranche verweist auf eine «Wohnungslücke» von mehreren hunderttausend Einheiten. (Symbolfoto)

Wohnungsnot: Baubranche schlägt Alarm und fordert Turbo

Die Wohnungsnot in Deutschland spitzt sich dramatisch zu, es mangelt an Hunderttausenden von Bleiben. Wegen der lahmenden Konjunktur läutet die Baubranche jetzt die Alarmglocken und fordert vehement, den Bau neuer Wohnungen anzukurbeln. Mit einem gemeinsamen Aufruf wenden sich die Verbände an die Politik: Es ist höchste Zeit zu handeln.

Für einen wirtschaftlichen Aufschwung sehen der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und die IG Bau (Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt) ihren Sektor in einer zentralen Position. Der Bereich mit seinen rund 2,6 Millionen Arbeitnehmern und einem jährlichen Umsatz von mehr als 150 Milliarden Euro verfügt über ungenutzte Ressourcen. Diese könnten eine Besserung der Lage zügig herbeiführen, „die eine Erholung rasch tragen könnten, sobald die Rahmenbedingungen stimmen“, wie es in einem Strategiepapier heißt.

So soll der Bau-Turbo gezündet werden

Um die Baukrise zu überwinden, legen die Organisationen und die Gewerkschaft handfeste Vorschläge auf den Tisch. Das KfW-Förderprogramm für neue Gebäude (Standard Effizienzhaus 55 mit 100 Prozent erneuerbarer Energie) soll weiterlaufen. Ein weiterer Punkt: Bauvorhaben, die schon eine Genehmigung haben, aber auf Eis liegen, sollen mit zeitlich begrenzten Spezialkonditionen angestoßen werden. Denkbar wären ein günstigerer Zins oder eine Prämie, wenn der Baubeginn nachweislich in einem bestimmten Zeitraum erfolgt.

Ein Vorschlag dürfte besonders für private Käuferinnen und Käufer spannend sein: ein Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer von bis zu 500.000 Euro, falls ihr zum ersten Mal eine Immobilie für den Eigenbedarf erwerbt. Darüber hinaus wird gefordert, den Bau von Sozialwohnungen und erschwinglichem Wohnraum zu verstärken.

Die Zahlen des Bau-Desasters

Die neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes sind ein Alarmsignal: Im letzten Jahr wurden hierzulande lediglich 206.600 Wohnungen vollendet. Das ist nicht nur ein Einbruch um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sondern markiert auch den Tiefststand seit 2012. Damit fiel die Anzahl der fertiggestellten Wohneinheiten das zweite Jahr hintereinander erheblich, nachdem sie zuvor noch bei Werten um 294.000 lag. (dpa/red)

Laut den Verbänden und der IG BAU ist bei einem jährlichen Bedarf von etwa 400.000 neuen Wohnungen im Zeitraum 2022 bis 2025 eine gewaltige „Wohnungslücke“ von Hunderttausenden Einheiten entstanden. Verschärft wird die Lage durch die langen Wartezeiten: Zwischen Baugenehmigung und Schlüsselübergabe vergehen im mehrgeschossigen Wohnungsbau aktuell circa 34 Monate. Ein schneller Kurswechsel der Politik würde sich daher erst mit deutlicher Verspätung in den Fertigstellungszahlen niederschlagen.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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