Schwere Explosion in NRW Anschlag auf Partei-Büro? Staatsschutz ermittelt nach Detonation

Ukraine-Krise Joe Biden mit dringender Bitte an US-Bürger – „jetzt“ alle raus

US-Präsident Joe Biden hat US-Bürger, die in der Ukraine leben, zum sofortigen Verlassen der Ukraine aufgefordert.

Der Ton gegenüber Russland im Ukraine-Konflikt wird schärfer. US-Präsident Joe Biden hat alle US-Bürger, die in der Ukraine leben, dazu aufgerufen, das Land „jetzt“ zu verlassen.

Unterdessen starteten Russland und Belarus am Donnerstag ein Militärmanöver nahe der ukrainischen Grenze.

„Wir haben es hier mit einer der größten Armeen der Welt zu tun“, sagte Joe Biden in einem voraufgezeichneten Interview mit dem US-Sender NBC, das am Donnerstag veröffentlicht wurde, mit Verweis auf die russische Truppenansammlung an der Grenze zur Ostukraine.

US-Präsident Joe Biden äußert sich erneut zur Ukraine-Krise

Alles zum Thema Russland
  • Was war denn da los? Russisches Staats-TV mit überraschender Kriegs-Nachricht
  • EU verhängt Öl-Embargo Scholz froh über „einschneidende Sanktionen“ gegen Russland
  • „Deutschland will stehlen“ Putins Staatsfernsehen sagt: Bei uns spielt sich Dramatisches ab
  • „Nicht der Fall, wäre sie ein Mann“ US-Basketballerin Griner in russischem Gefängnis 
  • „Gemeinsam geweint“ Hertha-Coach Sandro Schwarz schildert emotionale Moskaus-Erlebnisse
  • Putin mit drastischer Warnung im TV „Werden auch die treffen, die wir bisher nicht angegriffen haben“
  • „Ich hasse diese Bastarde“ Dmitri Medwedew spricht auf Telegram Drohung aus
  • Alarm in der Ostsee Russland startet Militärmanöver – mit Kriegsschiffen und Raketenbooten
  • Erster Auftritt nach Amtszeit Angela Merkel ist „bedrückt“ und nennt Gründe für ihre Zitteranfälle
  • „Wir sind bereit“ Lawrow spricht in Ankara über Export-Lösung – Ukraine warnt vor „krasser Lüge“

„Das ist eine ganz andere Situation und die Dinge könnten schnell verrückt werden.“ Biden warnte seinen russischen Kollegen Wladimir Putin davor, US-Bürgern Schaden zuzufügen. Er hoffe, dass wenn Putin „so töricht“ sei, in die Ukraine einzumarschieren, er „klug genug ist, nichts zu tun, was sich negativ auf amerikanische Bürger auswirkt“.

Biden bekräftigte jedoch, dass er unter keinen Umständen US-Truppen in die Ukraine schicken würde, auch nicht zur Rettung von US-Bürgern im Falle einer russischen Invasion. Dies würde „einen Weltkrieg“ auslösen, sagte er und bekräftigte: „Wenn Amerikaner und Russen anfangen, aufeinander zu schießen, befinden wir uns in einer ganz anderen Welt.“

Die Äußerungen Bidens stellen eine erneute Eskalation nach Wochen der Pendeldiplomatie zwischen Washington, Moskau, Kiew und diversen europäischen Hauptstädten dar. Die US-Regierung hatte bereits im Januar ihren Bürgern empfohlen, die Ukraine wegen der „unvorhersehbaren“ Lage vor Ort selbstständig zu verlassen. Sie hatte damals auch die Abreise der Angehörigen von US-Diplomaten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew angeordnet und ihre Bürger vor Reisen nach Russland gewarnt.

Russland mit mehr als 100.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine

Russland hat nach westlichen Angaben in den vergangenen Monaten mehr als 100.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen. Dies schürt in der Ukraine wie im Westen die Furcht vor einem möglichen Großangriff Russlands auf das Nachbarland. Russland weist jegliche Angriffspläne zurück. Zugleich führt der Kreml an, sich von der Nato bedroht zu fühlen.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums telefonierte US-Generalstabschef Mark Milley am Donnerstag mit seinem belarussischen Kollegen Viktor Gulewitsch, um die Gefahr von „Fehleinschätzungen“ vor dem Hintergrund eines Militärmanövers in der nahe der ukrainischen Grenze gelegenen Region Brest zu verringern. Den USA zufolge wurden rund 30.000 Soldaten aus Russland nach Belarus verlegt.

Nach russischen Angaben geht es bei der Übung darum, die Streitkräfte darauf vorzubereiten, „externe Aggressionen“ abzuwehren. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Moskau aber vor, „psychologischen Druck“ auf sein Land auszuüben.

Russland hatte außerdem sechs Kriegsschiffe zu Marineübungen im Schwarzen Meer und im benachbarten Asowschen Meer entsandt. Kiew verurteilte die Anwesenheit dieser Schiffe als einen „beispiellosen“ Versuch, die Ukraine von beiden Meeren abzuschneiden.

US-Langstreckenbomber in England gelandet – für Nato-Manöver

Unterdessen teilte das US-Militär am Donnerstag mit, dass Langstreckenbomber des Typs B-52 zusammen mit Bodenpersonal auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Fairfield in England gelandet seien. Sie sollen demnach an einer „seit langem“ geplanten Nato-Übung teilnehmen.

Außerdem waren laut Angaben vom Donnerstag vier Zerstörer vergangenen Monat zu Nato-Übungen in das von der Sechsten US-Flotte abgedeckte Gebiet entsandt worden, das auch das Mittelmeer umfasst. (mt/afp)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.