Warner Bros. verkauft: Trump-Freund übernimmt CNN-Sender.
Trump-Freund schluckt CNNParamount übernimmt Warner Bros. – Sorge um den Nachrichtensender

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Warner Bros. ist ein Hollywood-Urgestein. (Archivbild)
Ein gigantischer Deal wirbelt Hollywood durcheinander: Das Traditionsstudio Warner Brothers wird vom Konkurrenten Paramount geschluckt. Die amerikanische Regierung hat der Fusion ohne Bedingungen zugestimmt. Der Preis ist schwindelerregend: rund 111 Milliarden Dollar.
Das US-Justizministerium sieht keine Gefahr für den freien Markt oder die Verbraucher. Doch hinter dem Geschäft steckt eine brisante politische Dimension: Die Fäden bei Paramount zieht die Familie des Software-Moguls Larry Ellison, der als bekannter Unterstützer von Donald Trump gilt.
Große Sorge um CNN: Was wird aus dem Trump-kritischen Sender?
Mit Warner Bros. Discovery geht auch der Nachrichtensender CNN an Paramount – ein Kanal, der oft kritisch über Trump berichtet hat. Kritiker in den USA schlagen nun Alarm: Sie fürchten, CNN könnte unter dem neuen Eigentümer seine journalistische Unabhängigkeit einbüßen. Trump selbst hatte immer wieder betont, wie wichtig ihm ein Besitzerwechsel bei dem Sender sei.
Die Sorgen sind nicht unbegründet. Ein Blick auf den Paramount-Sender CBS zeigt ein warnendes Beispiel: Nach der Machtübernahme durch die Ellison-Familie fiel die Nachrichtenabteilung durch eine deutlich wohlwollendere Berichterstattung über die Trump-Regierung auf. Bei dem populären Magazin «60 Minutes» wurden sogar einige Korrespondenten entlassen, die von politischem Druck berichteten.
Paramount will in Hollywood zur Supermacht aufsteigen
Geführt wird Paramount von David Ellison, dem Sohn von Larry Ellison und selbst Filmproduzent. Er will mit der Übernahme in Hollywood massiv an Einfluss gewinnen, wo Paramount bisher eher zu den kleineren Akteuren zählte. Mit dem Kauf sichert er sich absolute Goldgruben: Zum Warner-Imperium gehören das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, die „Harry Potter“-Filmreihe und das starke Streaming-Geschäft rund um den Bezahlsender HBO.
Obwohl Washington grünes Licht gegeben hat, ist der Deal noch nicht komplett in trockenen Tüchern. Es laufen noch Wettbewerbsprüfungen in mehreren US-Bundesstaaten und auch in Europa. (dpa/red)
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