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Szenen mit russischen FrauenHier zeigt sich Putins immenses Problem

Der russische Präsident Wladimir Putin umarmt die Kriegsberichterstatterin und Fernsehmoderatorin Maryana Naumova während eines Treffens mit Frauen aus verschiedenen Berufsfeldern im Kreml am 5. März.

Copyright: IMAGO/SNA

Der russische Präsident Wladimir Putin umarmt die Kriegsberichterstatterin und Fernsehmoderatorin Maryana Naumova während eines Treffens mit Frauen aus verschiedenen Berufsfeldern im Kreml am 5. März.

Aktualisiert

Putin hat ein massives Problem – und es wird immer größer. Bei seinem Termin anlässlich des Internationalen Frauentags wird es noch einmal sehr deutlich. 

Putins Krieg gegen die Ukraine schlägt sich schon lange auch im russischen Alltag nieder. Ein Problem, das der Präsident selbst zuletzt ganz offen angesprochen hat, ist der immense Geburtenrückgang in seinem Land. 

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März lud Putin am Donnerstag eine Delegation von Frauen aus verschiedenen Berufsfeldern in den Kreml ein – darunter auch Frauen, die in der Armee tätig sind. Sie bekamen Blumensträuße überreicht, der Präsident umarmte jede Einzelne mit einem Lächeln – perfekte Szenen für das russische Propagandafernsehen.

Seine Botschaft, die Putin seinem Land an jenem Tag vermittelte, war jedoch durchaus widersprüchlich: Zum einen lobte er ihren Beitrag im Krieg gegen die Ukraine, rund 30.000 Frauen dienen in den Streitkräften.

Zum anderen aber betonte er, dass die wichtigste Pflicht der Frauen das Kinderkriegen sei. Kinder, die dem Land fehlen.

„Mutterschaft ist eine erstaunliche Gabe der Frau“

Kinderkriegen sei die „Vorbestimmung“ der Frauen, so Putin. In einer Videobotschaft erklärte er: „Ihr lieben Frauen seid imstande, die Welt mit eurer Schönheit, Weisheit und Großzügigkeit zu verändern, vor allem aber dank eurer größten Gabe, die euch die Natur geschenkt hat – der Fähigkeit, Kinder zu gebären. Mutterschaft ist eine erstaunliche Gabe der Frau.“

Putin begrüßt die Frauen-Delegation im Kreml.

Copyright: IMAGO/ZUMA Press

Putin begrüßt die Frauen-Delegation im Kreml.

Seit Jahren ist der Geburtenrückgang in Putins Reich ein echtes Problem. Die Zahlen sanken um ein Drittel zwischen den Jahren 2014 und 2024, die Rate hat mittlerweile den niedrigsten Stand seit 1999 erreicht.

Dieser Rückgang wird bereits in Regierungssitzungen und Parlamentsdebatten thematisiert. Ein ultrakonservativer Kurs des Kremls soll das Problem lösen – bislang ohne Erfolg: Abtreibungen werden erschwert, ein Wunsch nach Kinderlosigkeit oder nach alternativen Formen des Zusammenlebens verdammt, deren öffentliche Darstellung unter Strafe gestellt.

Putins Kampf gegen den Geburtenrückgang

Offizielle versuchten lange, die Tatsache des Geburtenrückgangs zu kaschieren. Noch im vergangenen September titelte eine große Moskauer Tageszeitung: „Russlands Bevölkerungsrückgang kann in den kommenden Jahren gestoppt werden“. Dann aber gab Putin Ende 2025 in einer Sitzung selbst zu: „Leider setzt sich der negative Trend fort, die Geburtenrate sinkt weiter“.

Der Grund dafür: Zum einen hat Russland ein Demografieproblem, zum Beispiel, weil die Überalterung der Bevölkerung nicht mehr durch Zuwanderung gebremst wird. Zum anderen verstärkt eben Putins Krieg die Entwicklung: Viele Männer sterben jung, sind von ihren Familien getrennt. In der Gesellschaft herrscht vielerorts Unsicherheit und Paare verschieben eher den Wunsch nach Kindern. Aktuell sind etwa fünf Prozent der Männer zwischen 20 und 40 Jahren entweder beim Militär – oder ins Ausland geflüchtet.

Während sich ausgewählte Russinnen im Inneren des Kremls von Putin umarmen lassen, stehen vor dem Kreml Frauen – wenn auch nicht viele – die ihrem Ärger Luft machen: Gruppen von Ehefrauen mobilisierter Soldaten, die in den letzten Wochen immer wieder protestiert haben und die Rückkehr ihrer Männer von der Front fordern.

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