So nah und doch so fern Putin trifft Scholz: Tisch-Hersteller äußert sich zum endlosen Möbelstück

Russlands Präsident Wladimir Putin (l) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sitzen zusammen an einem langen Tisch.

Russlands Präsident Wladimir Putin (l.) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sitzen zusammen an einem langen Tisch.

Kürzlich empfing Russlands Präsident Wladimir Putin Olaf Scholz und Emmanuel Macron im Kreml in Moskau. Zusammen saßen sie sich an einem meterlangen Tisch gegenüber, worüber sich das Netz jetzt lustig macht. Nun hat sich der Hersteller des Tisches geäußert.

Am vergangenen Dienstag traf sich der russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron in Moskau. Dabei sorgte ein kleines – wenn auch in diesem Falle eher großes – Detail für viel Aufsehen: Der Konferenztisch, an dem die beiden Politiker ihr Treffen abhielten.

Das Möbelstück in Kreml sorgte im Netz mit zahlreichen Memes (lustigen Fotomontagen) für ordentlich Wirbel und veranlasste sogar den Hersteller dazu, sich zu dem monströsen Tisch zu äußern. Was hat es mit der meterlangen Platte auf sich?

„Ein Tisch, der die Kreativität anregt“ – Hersteller äußert sich zu Konferenztisch

Diese Bilder gehen um die Welt. Satte sechs Meter ist der Tisch lang und trennt so Putin und seine Gesprächspartner auf eine schon fast unpersönliche Weise. Der Tisch erstrahlt in einem glänzenden weiß und bietet bei einer Breite von 2,60m genug Platz, um sich beim Gespräch mit den Armen darauf abzustützen. Der italienischen Tageszeitung „Corriere della sera“ sagte Hersteller Renato Pologna: „Dieser Tisch ist einer, der die Kreativität anregt.“

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Ob das stimmt? Und hat die Entfernung der Gesprächspartner zueinander möglicherweise auch was mit der aktuellen Corona-Lage zu tun?

Laut „Spiegel“ habe die Länge des Tisches nichts mit der Pandemie zu tun – schließlich sei der Konferenztisch schon vor vielen Jahren von ihm gefertigt worden. „Möglich, dass er sich zu diesem Zweck als nützlich erwiesen hat, aber die Länge hat nichts mit der Pandemie zu tun. Den Tisch habe ich vor 25 Jahren gemacht“, sagt Pologna.

Putins Konferenztisch ist aus den 90ern

Das Ungetüm fällt neben seiner Größe auch wegen seiner Farbe auf. Zwar ist der Tisch weiß lackiert, jedoch zieren ihn viele handgefertigte Ornamente aus Blattgold. Auch die drei Säulen des Tisches sind ein echter Hingucker. Dass das Kunststück noch vor der Jahrtausendwende gebaut wurde, erscheint für viele unglaubwürdig.

Tatsächlich hat Pologna aber mehr als nur einen Tisch gebaut: Er hat über die Jahre unzählige Stücke für den Palast gefertigt. Genau genommen hat er auf 7000 Quadratmetern und über zwei Stockwerken neben Möbeln auch die Decken, Lichter und noch viel mehr gestaltet. Pologna war aber nicht nur für den Kremlpalast zuständig: Er bekommt Aufträge aus der ganzen Welt. „Ich habe viel eingerichtet in arabischen Ländern, für Scheichs und königliche Familien“, erzählt er. Außerdem soll er auch für Muammar al-Gaddafi und Saddam Hussein gearbeitet haben.

Konferenztisch kostete mehrere Milliarde Lire

Wer sich den gewaltigen Tisch anschaut, stellt sich bestimmt auch die Frage nach dem Preis. An die ursprüngliche Summe könne sich Pologna zwar nicht mehr erinnern, allerdings habe er bei mehreren Milliarden Lire gelegen, sagt er. Umgerechnet sind eine Milliarde Lire ungefähr 500.000 Euro – insgesamt ist das also sehr viel Geld.

Durch die plötzliche Bekanntheit des ellenlangen Konferenztisches im Internet ist es nicht unwahrscheinlich, dass der ein oder andere eine Kopie des Möbelstückes erwerben möchte. Der Preis dafür läge bei „vielleicht 100.000 Euro“, so der norditalienische Unternehmer aus Cantù. Wer also das nötige Kleingeld übrig hat, kann sich so einen Konferenztisch ins eigene Heim stellen – nur Platz genug sollte vorhanden sein. (sai)

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