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Porno-Skandal in ItalienAuch Meloni und ihre Schwester betroffen

Giorgia Meloni (r.) mit ihrer Schwester Arianna in einem Instagram-Post im Dezember 2024

Giorgia Meloni (r.) mit ihrer Schwester Arianna in einem Instagram-Post im Dezember 2024

Ein widerlicher Porno-Skandal erschüttert Italien! Jahrelang wurden auf einer Online-Plattform gefälschte Nacktfotos von prominenten Frauen verbreitet. Besonders brisant: Auch Regierungschefin Giorgia Meloni ist unter den Opfern.

Riesen-Aufregung in Italien!

Ein Porno-Skandal zieht weite Kreise und trifft selbst die Spitze der Regierung. Auf einer Online-Plattform sind jahrelang manipulierte und geklaute Fotos von bekannten Frauen aufgetaucht.

Darunter auch von Premierministerin Giorgia Meloni (48).

Am Freitag zeigte sich die Regierungschefin empört: Sie sei „angewidert von dem, was passiert ist“. Meloni appellierte an alle betroffenen Frauen, zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten. 

„Es ist entmutigend“

Gegenüber der Tageszeitung „Corriere della Sera“ wurde sie noch deutlicher: „Es ist entmutigend, dass es im Jahr 2025 immer noch Menschen gibt, die es für normal und legitim halten, die Würde einer Frau mit Füßen zu treten und sie mit sexistischen und vulgären Beleidigungen zu überhäufen, und sich dabei hinter Anonymität oder einer Tastatur verstecken.“

Die Plattform mit dem Namen „Phica“ war seit 2005 online und hatte zuletzt über 700.000 Abonnenten und Abonnentinnen.

Die miese Masche: Bilder wurden von Social-Media-Profilen geklaut und dann so gefälscht, dass die Frauen in sexualisierter Form gezeigt wurden.

Nicht nur Meloni, auch ihre Schwester Arianna (50) und Oppositionsführerin Elly Schlein (39) wurden zu Opfern.

Besonders widerwärtig: Laut dem Portal „Il Post“ sollen auf der Seite sogar Väter Fotos ihrer kleinen Töchter hochgeladen und mit ekelhaften Kommentaren versehen haben.

Nach jahrelanger Kritik wurde die Seite erst am Donnerstag geschlossen.

Der Fall ist nur die Spitze des Eisbergs: Erst vergangene Woche flog eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Meine Frau“ auf. Dort teilten Männer intime Fotos ihrer Partnerinnen, oft ohne deren Wissen, und versahen sie mit sexistischen und teils gewalttätigen Kommentaren.

Meloni sprach von einer „inakzeptablen Attacke auf die Würde von Frauen“ und forderte, dass die Verantwortlichen „mit äußerster Härte“ bestraft werden müssen.

Oppositionschefin Schlein warnte vor einer „Kultur der Vergewaltigung“, die durch solche Plattformen gefördert werde. Italiens Gleichstellungsministerin Eugenia Roccella (69) kündigte Maßnahmen gegen diese „Barbarei des dritten Jahrtausends“ an.

Die Polizei bestätigte zahlreiche Anzeigen gegen „Phica“ und ähnliche Seiten. Jetzt soll ermittelt werden, wer hinter dem Porno-Netzwerk steckt. (red)