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Machtkampf nach Chameneis TodWer wird der neue Herrscher im Iran?

Angriff auf den Iran - Teheran

Copyright: Vahid Salemi/AP/dpa

Der Tod von Ajatollah Ali Chamenei hat ein Machtvakuum ins Zentrum des Iran gerissen. (Archivbild)

Aktualisiert

Ein riesiges Beben erschüttert den Iran: Ajatollah Ali Chamenei ist tot. Das Land steht führungslos da – und das mitten im Krieg! Jetzt entbrennt ein gnadenloser Kampf um den Thron. Wer schnappt sich die Macht?

Die Zeit drängt für das Regime. Es muss schnell ein Nachfolger her. Doch der Job ist ein Himmelfahrtskommando. Der neue Mann an der Spitze wäre sofort die Zielscheibe Nummer eins für Israel und die USA. Die große Frage, die sich Teheran stellt: Setzt man auf einen knallharten Anführer oder doch auf eine Figur, die die zerstrittenen Gruppen versöhnen kann? Hier sind die Männer, über die alle reden:

Der Sohn des Ajatollahs: Modschtaba Chamenei

Ganz oben auf der Liste steht Modschtaba Chamenei, der Sohn des verstorbenen Herrschers. Er ist der große Unbekannte, der sich selten in der Öffentlichkeit zeigte. Doch hinter den Kulissen, so munkeln Kenner der Verhältnisse in Teheran, hat er schon lange die Strippen gezogen. Angeblich lenkte der 56-Jährige wichtige Geschäfte direkt aus dem Büro seines Vaters.

Modschtaba Chamenei

Copyright: Iranian Supreme Leader's Office/ZUMA Press Wire/dpa

Als aussichtsreicher Kandidat für das Amt des Religionsführers gilt Chameneis Sohn Modschtaba. (Archivbild)

Sollte er die Macht ergreifen, würde er wohl erst mal den harten Kurs seines Vaters weiterfahren. Er hat den Ruf, ein Mann für die brutale Unterdrückung zu sein. Bei den Protesten der Grünen Bewegung 2009 soll er eine zentrale Figur bei deren Zerschlagung gewesen sein. Aber jetzt kommt der „Wie bitte?!“-Moment: Insider halten es laut dpa für denkbar, dass er mit Hilfe der einflussreichen Revolutionsgarden alles anders macht. Ein radikaler Schwenk, um den Iran aus seiner endlosen Misere zu befreien?

Der Hardliner: Sadegh Laridschani

Sadegh Amoli Laridschani ist ein Schwergewicht im Klerus und Bruder des Chefs vom mächtigen Sicherheitsrat, Ali Laridschani. Der 62-Jährige führt seit sechs Jahren den wichtigen Schlichtungsrat, eine Art oberstes Schiedsgericht im Machtgefüge. Davor war er ein Jahrzehnt lang der oberste Richter des Landes. Seine theologische Schulung erhielt er, wie so viele, in der heiligen Stadt Ghom.

Laridschani ist bekannt als knallharter Konservativer und erbitterter Feind jeder Veränderung. Seine politische Laufbahn ist von üblen Anschuldigungen geprägt: Es geht um Korruption und darum, sich selbst die Taschen vollgemacht zu haben. Die EU und die Vereinigten Staaten haben ihn auf ihre Sanktionslisten gesetzt. Der Grund: schwere Verstöße gegen die Menschenrechte. Er ist tief im alten Establishment der Islamischen Republik verwurzelt und bestens mit Geistlichkeit und Justiz vernetzt.

Der Gescheiterte: Ex-Präsident Hassan Ruhani

Er war mal der Hoffnungsträger: Hassan Ruhani (77) versuchte als Präsident, den Iran dem Westen anzunähern. Er versprach zaghafte Veränderungen. Sein größter Triumph war das Atomabkommen von Wien 2015. Es hätte dem Land Erleichterungen bei den Sanktionen verschaffen sollen. Aber dann kam Donald Trump und zerfetzte den Deal. Ruhanis Politik der Öffnung war damit am Ende.

Danach schoben ihn die Hardliner immer weiter ins Abseits. Lange Zeit war Ruhani die wichtigste Stimme der Reformer ganz oben. Gleichzeitig wurden die Menschen im Iran immer frustrierter, weil sich einfach nichts tat. Vor allem die Jugend hat die Hoffnung auf Reformen verloren. Sie wollen das ganze autoritäre System loswerden.

Der berühmte Enkel: Hassan Chomeini

Sein Name ist eine Legende: Hassan Chomeini ist der Enkel von Revolutionsgründer Ruhollah Chomeini. Der 53-jährige Kleriker gilt als gemäßigt und stellt sich oft auf die Seite der Reformer. Bei der Präsidentschaftswahl 2024, die der moderate Massud Peseschkian gewann, hat er ihn klar unterstützt. Seine Macht? Die kommt vor allem von seinem Nachnamen, der im Iran immer noch eine enorme symbolische Kraft hat.

Hassan Chomeini

Copyright: Arne Immanuel Bänsch/dpa

Sein politisches Gewicht bezieht Hassan Chomeini vor allem aus seinem Familiennamen. (Archivbild)

Trotzdem hat er nur Außenseiterchancen. Den Hardlinern in den Machtzirkeln sind seine Ansichten wahrscheinlich viel zu weich.

Weitere Anwärter mit wenig Aussicht

Dann gibt es noch Aliresa Arafi und Haschem Hosseini Buschehri. Beides sind Kleriker mit Einfluss und guten Kontakten in die religiöse Machtelite. Arafi ist sogar Teil des Übergangstrios, das mit Präsident Peseschkian und Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi gerade die Staatsgeschäfte leitet. Trotzdem werden beiden Geistlichen aktuell kaum Chancen auf den Spitzenposten eingeräumt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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