Corona in NRW Bittere Entwicklung: Zahl der Covid-Patienten in Kliniken steigt immer höher

Das sind die Gipfel-Ergebnisse Impf-Datum für Kinder und Jugendliche steht jetzt fest

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Nach dem Impfgipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am Donnerstag (27. Mai) informiert die Kanzlerin in einer Pressekonferenz über die Ergebnisse .

Berlin – Das Datum steht: Kinder ab 12 Jahren sollen sich in Deutschland ab 7. Juni um einen Corona-Impftermin bemühen können. Mit der erwarteten Zulassung des Biontech-Impfstoffs für diese Altersgruppe durch die EMA könnten sie sich ab diesem Datum um eine Impfung bemühen, teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Impfgipfel mit den Ministerpräsidenten an diesem Donnerstag (27. Mai) mit. Sie bekräftigt ihr Versprechen: Bis Ende des Sommers soll jeder ein Impfangebot bekommen.

  • Impfgipfel am 27.05.2021: Kanzlerin Angela Merkel hat mit den Ministerpräsidenten beraten
  • Es ging unter anderem über die Zulässigkeit der Corona-Impfungen von Kindern und Jugendlichen
  • Die wichtigsten Aussagen lesen Sie hier im Ticker

Lesen Sie hier die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz und Beschlüsse des Impf-Gipfels im Ticker:

  • Für das dritte Quartal gibt es bislang noch keine Lieferpläne für Impfstoffe, ausgenommen ist Moderna. Eine Journalistin hakt nach, warum die Kanzlerin dennoch so optimistisch ist, bis Ende des Sommers allen ein Impfangebot machen zu können. Merkel rechnet vor, man habe bis Ende des Sommers 140 Mio. Dosen parat. „Daher ist das eine Zusage, die ich guten Gewissens machen kann.”
  • Ein Journalist fragt noch einmal nach: „Die Botschaft an die Kinder ist: hinten anstellen?” Merkel gibt zu, es werde im Juni sicherlich einen Andrang auf die Impftermine geben, „das ist klar.” Sie wehrt sich aber gegen die Formulierung „hinten anstellen”, Hausärzte würden sich bei chronisch kranken Kindern zudem ohnehin für eine raschere Impfung entscheiden.
  • Auf Nachfrage einer Journalistin, ob es nicht besser sei, Kinder und Jugendliche zu priorisieren, nachdem sie so sehr zurückstecken musste, erklärte Merkel, dass Bund und Länder sich hier an die Stiko-Empfehlungen halten. „Ich glaube, wir tun den Kindern das Allerbeste, wenn das gesamte Land niedrige Inzidenzen hat“. Von der Kennzahl hängen auch etwa Schulöffnungen ab. Auch Söder antwortet, er sei optimistisch, „dass diese Generation das überwinden wird.“ die Generation habe das „besser weggesteckt”, als er es erwartet habe. Doch: Die Impfstoffe seien nun einmal begrenzt. „Da ist dann die Frage: Nimmt man das anderen weg?“
  • Der bayrische Ministerpräsident versichert, dass es keine Corona-Impfpflicht für Kinder und Jugendliche geben soll. „Keiner muss geimpft werden“, so Söder. „Wir wollen Impfangebote machen, aber es gibt keine Impfpflicht.“ Schule werde trotzdem möglich sein, betont er.
  • Auch Markus Söder (CSU) erklärt, es gebe keinen „unendlichen Impfstoff”, daher sei gutes Haushalten wichtig. „Wir sind nicht über dem Impfberg.“
  • Müller erklärt, dass es keine zusätzlichen Impfstoffe nur für Kinder und Jugendliche geben wird – auch wenn zuletzt der Eindruck entstanden sei, es gebe eine eigene Impfkampagne für sie. Dem sei nicht so. „Wir haben dafür keine zusätzlichen Impfstoffe“.
  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) erklärt, dass beim Gipfel beim Thema Lieferungen von Impfstoffen auch der „der Ausgleich zwischen den Ländern“ relevant gewesen sei. „Und die Frage, mit wie viel Impfstoff wir rechnen können“. Es sei zwischen den Ländern zu „Ungleichheiten“ gekommen, nun sei beim Gipfel ein Ausgleich beschlossen worden.
  • Die Liefermengen von Impfstoffen werden „im Großen und Ganzen“ so kommen wie versprochen, sagt Merkel. Es gebe lediglich Unsicherheiten bei den Liefermengen beim Impfstoff von Johnson & Johnson für das zweite Quartal, so Merkel. Dort habe es eine Panne im US-Werk gegeben. Moderna und Biontech/Pfizer würden hingegen zuverlässig geliefert.
  • Impfungen für Jugendliche ab 12 Jahren sollen dann, so der Plan, ab 7. Juni starten.
  • Wenn es eine Zulassung der EMA geben wird, wird es auch eine Empfehlung der Stiko geben, so Merkel. Kinder und Jugendlichen können sich dann ebenfalls um einen Impftermin bemühen. Ob in Impfzentren oder bei Ärzten, werde in den Ländern geregelt. Merkel bekräftigt: Der Schulbetrieb wird völlig unabhängig von der Frage betrachtet, ob ein Kind geimpft ist oder eben nicht.
  • Die Impfkampagne in Deutschland habe „deutlich an Fahrt gewonnen“, so Merkel. Bereits über 40 Prozent der Deutschen haben eine Erstimpfung erhalten.
  • Über die Impfkampagne für Kinder sagt Merkel: Neben Biontech wird auch Moderna einen Antrag auf eine Zulassung für Kinder ab 12 stellen.

Impfgipfel am 27.05.2021 – Darum geht es:

Für die Eltern in Deutschland rückt die Entscheidung näher, ob sie ihre Kinder ab 12 Jahren gegen Corona impfen lassen. Voraussichtlich knapp 6,4 Millionen Impfdosen will der Bund den Ländern für die Impfung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellen, wie das Bundesgesundheitsministerium den Ländern mitteilte.

Einen Tag nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Donnerstag in Berlin will die europäische Arzneimittelbehörde EMA über eine Zulassung des Biontech-Impfstoffs für Kinder ab zwölf Jahren beraten.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten bereits beschlossen, dass bis Ende August allen Kindern ab zwölf Jahren ein Impfangebot gemacht werden soll. Eine Einschätzung der Ständigen Impfkommission (Stiko) dürfte aber auch nach einer Zulassung noch etwas auf sich warten lassen. Die Stiko will bis in anderthalb Wochen ihre Bewertung abschließen. (mg/dpa)

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